Beteiligung für den zweiten Wahlgang erst bei 18,6 Prozent

Der zweite Wahlgang für den Regierungsrat hat bis jetzt noch keine grossen Massen mobilisieren können. Am Montag vor der Wahl lag die Beteiligung erst bei 18,6 Prozent, während die Stimmbeteiligung bei der Atomausstiegsinitiative bereits bei 37,4 Prozent lag.

Der zweite Wahlgang für die Besetzung der Regierung konnte bis jetzt noch keine Massen bewegen.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Der zweite Wahlgang für den Regierungsrat hat bis jetzt noch keine grossen Massen mobilisieren können. Am Montag vor der Wahl lag die Beteiligung erst bei 18,6 Prozent, während die Stimmbeteiligung bei der Atomausstiegsinitiative bereits bei 37,4 Prozent lag.

Angesagt ist ein Showdown zwischen links und rechts. Zwei Sitze im Regierungsrat sind im zweiten Wahlgang zu besetzen. Drei Kandidaten und eine Kandidatin sind noch im Rennen: neben den beiden Bisherigen Hans-Peter Wessels (SP) und Baschi Dürr (FDP) sind dies die beiden Herausforderer Heidi Mück (BastA!) und Lorenz Nägelin (SVP), welche die politischen Aussenpole besetzen.

Die spannende Ausgangslage hat sich bis anhin aber noch nicht in der Wahlbeteiligung niedergeschlagen. Diese lag am Montag, 21. November, also sechs Tage vor der eigentlichen Wahl, bei mageren 18,6 Prozent, wie Informationen der Basler Staatskanzlei zu entnehmen ist. Im Vergleich dazu: Die Stimmbeteiligung für die gleichzeitig stattfindende Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative lag zum selben Zeitpunkt bereits bei 37,4 Prozent.

Wahlcouverts zum Teil erst frisch eingetroffen

Dieser Vergleich hinkt aber etwas und lässt kaum Schlüsse auf die zu erwartende Wahlbeteiligung zu. In Basel-Stadt laufen die beiden Urnengänge separat nebeneinander. Während die Abtimmungscouverts für die nationale Initiative vor rund drei Wochen in den Briefkästen der Stimmbevölkerung eingetroffen sind, mussten die Wählerinnen und Wähler zum Teil bis Ende der letzten Woche auf die Wahlcouverts warten.

Wie aus dem Büro für Wahlen und Abstimmungen zu erfahren ist, wurden die Wahlcouverts am 10. November per Post verschickt. Die ersten Wählerinnen und Wähler konnten sie am 11. November aus den Briefkästen fischen, andere mussten bis zum 18. November warten. Von der Verspätung betroffen waren Haushalte im Postleitzahlkreis 4058.

Rauf oder runter?

Beim ersten Wahlgang am 23. Oktober lag die Beteiligung bei 44,2 Prozent. Erfahrungsgemäss kann dieser Wert beim zweiten Wahlgang je nach Ausgangslage zusammensacken oder leicht steigen:

  • Vor vier Jahren sank die Beteiligung vom ersten zum zweiten Wahlgang um 9 Prozentpunkte auf 32,1 Prozent. Damals sah sich der neu antretende Kandidat Baschi Dürr im zweiten Wahlgang nur noch Exoten gegenüber und auch die Wahl des Regierungspräsidenten sorgte nur noch für ein laues Lüftchen.
  • Ganz anders 2004, als eine neue rot-grüne Mehrheit und damit ein spektakulärer Richtungswechsel absehbar wurde. Damals lag die Wahlbeteiligung mit 46,3 Prozent zweiten Durchgang noch einen Prozentpunkt höher als beim ersten.

Konversation

  1. Wen wunderst – eine absolut uninteressante Wahl mit leider sehr flachen Kandidaten ohne wirklichen Optionen. So kann man die Wahl auch gleich sein lassen und die links-rote Bastion sich weiter Jöbbli zuschieben lassen.

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  2. Wer bei der fünfzehnten Staffel dieser sich ewig wiederholenden Polit-Castingshows noch irgend so etwas wie „Spannung“ empfindet, der bewegt sich im Range der Kandidaten: Nahe an der Debilitätsgrenze.

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    1. Na, na Herr Simcha, nun aber doch ein bisschen mehr Respekt vor Menschen, die sich als Exekutivmitglieder zu Verfügung stellen, auch wenn sie im ersten Wahlgang noch nicht gewählt wurden. Denn unabhängig davon, ob Sie die Wahl nun spannend finden oder nicht, wichtig für Basel ist es allemal, wer neu in die Regierung kommt, und unabhängig davon, ob Sie die Kandidierenden gut oder schlecht finden – Ihre Qualifikation („nahe an der Debilitätsgrenze“) fällt auf Sie zurück!

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  3. Wer hat bei dieser Auswahl schon Lust mitzumachen?! PS: Einmal mehr wird der Kandidat Eric Weber, der schönste und jüngste Grossrat aller Zeiten, von der TagesWoche totgeschwiegen und das, obwohl er die einzige Alternative für Basel im Regierungspräsidiumswahlkampf darstellt. Ich bin sicher, dass Eric Weber sich zu wehren weiss – und sei es mit einem Hungerstreik auf dem Marktplatz.

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