Brummen könnte Basler Kantonskassen erschüttern

In knapp acht Monaten sollten die Kantone die Grenzwerte für Strassenlärm einhalten, die der Bund ihnen vorgibt. Die beiden Basel werden das nicht schaffen. Es droht eine Klageflut.

Die Kantone kommen nicht nach mit Lärmsanieren. (Bild: Nils Fisch)

Den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft drohen millionenschwere Schadensersatzklagen wegen Lärm. Der Grund: Trotz zahlreicher Schutzmassnahmen, welche die Kantone in den letzten Jahren ergriffen haben, sind etliche Strassen noch immer lauter, als es der Bund bis zum Stichtag am 31. März 2018 verlangt.

Wie gut sind die beiden Basel auf eine allfällige Klageflut vorbereitet? Gemäss «bz Basel» etwa gleich gut wie ein risikofreudiger Pokerspieler auf ein schlechtes Blatt. Weder Basel-Stadt noch Baselland haben Geld für allfällige Schadenersatzforderungen auf die Seite gelegt. Die Hoffnung: Der Bund könnte die Frist nochmals verlängern. Oder in Einzelfällen ein Auge zudrücken. Oder das Gericht könnte Lärmklagen einfach abschmettern.

Basel-Stadt kann sich immerhin vorstellen, neben weiteren Flüsterbelägen auch mit Temporeduktionen den Lärm einzudämmen. Eines steht jedoch jetzt schon fest: So gut wie kein Kanton der Schweiz ist auf den Stichtag des Bundes vorbereitet. Die Verkehrszunahme rast den kantonalen Lärmverhinderern schlicht davon.

«bz Basel»: Beide Basel verfehlen Lärmschutz-Ziel

Konversation

  1. Nach der Asphaltierung des Luzernerrings wurde der Verkehr viel zu schnell freigegeben. Resultat: Rumpeln des 36ers nach kürzester Zeit. Des Schlimmste sind aber die Aufjauler aka rücksichtlosen Lärmis auch mit Musik. Warum die Polizei diese am Wasgenring nicht konsequent verfolgt ist mir rätselhaft.

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  2. In einem Haus, das einigermassen den heutigen Anforderungen genügt, ist das lauteste Geräusch das Ticken der eigenen Armbanduhr… Ansonsten vielleicht noch die lauten Mercedes Motoren der BVB-Busse, aber nur bei geöffneten Fenstern.

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    1. Der 36ers der uns vor Kurzem minutenlang an der Haltestelle Blotzheimerstrasse zudröhnte/nervte. Bei geschlossenen Lärmschutzfenstern.

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    2. Bei Lärmschutzfenstern wäre es natürlich zwingend erforderlich, dass der Rest des Hauses auch einigermassen dicht ist. Sonst hätten sie nur den Nutzen, das ganze zusammen zu halten 😉

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  3. Ist doch eigentlich einfach:
    Brummis verbieten
    Laute Töffs verbieten
    Getuunte Autos verbieten
    Alles auf den Strassen verbieten, was sich auch leiser bewerkstelligen lässt.

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    1. Auch Kutschen und Pferde machen Lärm, genauso wie Lastesel und Maultiere. Ganz abgesehen von den grossen Haufen auf der Strasse.

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  4. Das ist doch ganz einfach:
    Brummis verbieten
    Laute Motorräder verbieten
    getuunte Autos verbieten
    Ueberhaupt alles verbieten, was sich auf Strassen auch leiser bewerkstelligen lässt.

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  5. Wachstum, Hohe Zuwanderung, mehr Verkehr. Wie soll es da auch ruhiger werden ? Wieder mal ein kopf- und konzeptloses Vorgehen der Politik.

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