Der neue Flugplatz zu St. Jakob

Nicht nur in der Stadt, auch auf der Sportanlage St. Jakob stellt die Armee Gitter auf: Während des OSZE-Treffens in Basel soll das Joggeli offenbar als Flugplatz dienen.

Noch mehr Gitter für den OSZE-Ministerrat: Auf den Joggeli-Fussballplätzen entsteht ein Flugplatz. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Nicht nur in der Stadt, auch auf der Sportanlage St. Jakob stellt die Armee Gitter auf: Während des OSZE-Treffens in Basel soll das Joggeli offenbar als Flugplatz dienen.

Neben den breit diskutierten Absperrungen in der Innenstadt wurden auch etwas ausserhalb des Zentrums Flächen von der Armee abgesperrt. Bereits gestern Donnerstag installierten Armeeangehörige auf dem Gelände der Sportanlagen St. Jakob Gitter, um Raum für einen Flugplatz schaffen.

Die Arbeiten sind noch nicht fertig, weitere Gitter sollen in den nächsten Tagen folgen. Insgesamt dürfte etwa eine Fläche von vier Fussballfeldern beim Joggeli in Anspruch genommen werden.

Rund vier Fussballfelder gross wird das eingegitterte Areal beim Joggeli.

Rund vier Fussballfelder gross wird das eingegitterte Areal beim Joggeli. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Detaillierte Medienkonferenz am Mittwoch

Auf Anfrage sagt Andreas Knuchel, Sprecher des zuständigen Basler Sicherheitsdepartements: «Wir verweisen auf die Medienkonferenz vom Mittwoch, 26. November.» Dann sei auch die Armee vor Ort und werde detailliert Auskunft über die Pläne und die beanspruchten Perimeter geben.

Mit dem Areal auf dem Joggeli ist nun neben des Messe-Areals und der Safran-Zunft in der Gerbergasse ein drittes grosses Gelände in Basel bekannt, das von der breiten Öffentlichkeit abgeschirmt und mit Sicherheitsmassnahmen ausgestattet wird. Das OSZE-Ministerratstreffen findet am 4. und 5. Dezember in Basel statt.

Konversation

    1. dort rum war doch vor geraumer zeit (schlacht) das städtische siechenhaus?

      Immerno zimmli «armi sieche», irgendwie.

      Hoffentlich fliegen die neuerdings keine oldtimer …
      und achtung: das osz-entli soll schinz drohnen fressen …

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  1. Römische Zustände irgendwie, wie so einige Zeit kurz vor dem Zusammenbruch des Reiches, (auch andere Reiche haben so kollabiert), jegliche Realität verloren, abgehoben. Solchen überflüssigen Sai……in unserer Stadt und nähren Umgebung könnten wir uns sparen. Sag mir EINER, was die bisherigen OSZE Ministerratstreffen bewirkt haben? Wenn die Häufung der Konflikte allerorten das Resultat sind, dann PROST NÄGELI.

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  2. Ist das eine Versammlung von demokratisch gewählten Politiker oder von Königen und Kaisern? Unser eidgenössisches Verständnis von Demokratie und Machtverteilung scheint mir sehr anders zu sein als in den anderen europäischen Ländern.
    Ich frage mich, ob Leute, welche dermassen vor dem Volk geschützt werden müssen, in unserem Land überhaupt willkommen sein sollten.

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    1. Sie vergessen grad‘ ein wenig, dass einige Mitglieder dieser Organisation zur Zeit Krieg führen.

      Und ihre Gegner sind mit Sicherheit weniger «friedliebend» und «tolerant» (man könnte auch sagen: feig) als wir in unserem verwöhnten «Paradiesli».

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  3. Ob direkte Kommunikation oder Telekommunikation spielt doch hier gar keine Rolle!

    Krank ist der Umstand, dass in unserer heutigen westlichen Gesellschaft die Mächtigen in geradezu obsessiver Furcht vor dem Volk herrschen. Das ist es, was einen vernünftigen Dialog verhindert…

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    1. Da haben sie recht ein Stück weit recht, es ist krank. Aber woher stammt diese Furcht vor dem Volk? Wenn gewisse Leute im Volk meinen, sie müssen Gewalt gegenüber missliebigen Politikers ausüben ist es irgendwie nachvollziehbar, dass diese an Ihre Sicherheit denken.
      Ein deutscher Minister ist im Rollstuhl, diverse US-Präsidenten wurden in der vergangenheit erschossen und auch bei uns, in der an sich heilen Schweiz, müssen sich Politikern vor dem „Volk“ fürchten. Grund dafür sind einzelne Bürger die im Kampf mit dem „System“ vergessen wo die Grenzen sind. Dies gilt halt leider meist für die linken und rechten Randgruppen: Angriff auf Hans Fehr 2011, auf Micheline Calmy-Rey 2012 oder letztlich auch Leibacher 2001. Es gibt leider immer Menschen, die Ihren Missmut gegenüber den Mächtigen gewaltsam ausdrücken. Als Folge davon schützen sich diese eben.
      Wenn man das allerdings mit den Sicherheitsvorkehrungen nicht demokratischer Länder vergleicht… dort werden „problematische“ Subjekte schon im Vorfeld identifiziert und aus dem Verkehr gezogen, damit der grosse Zampano ungestört ein Bad in der menge siener getreuen nehmen kann… ob dies dann besser ist?

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  4. krank einfach krank.
    die leute leben in einer gestrigen welt.
    heute ginge alles über gesicherte
    bildton-leitungen,. aber eben da kann
    man nebenbei keinen smal talk führen
    um sich zu bereichern und sich in
    scene setzen.

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    1. Genau, hören wir doch auf persönlich miteinander zu sprechen, am Telephon oder der Videokonferenz können wir schliesslich doch auch viel besser mit Freunden und Familie kommunizieren. Deshalb gehe wir ja auch nicht mehr an Konzerte, denn es ist ja dasselbe den Gig auf Youtube zu schauen. Wenn es jetzt noch die obertollen Demonstranten schaffen Ihre Demo gegen die OSZE per Videokonferenz zu machen bin ich auch zufrieden. Sie können dann sogar ihre Bildschirme als Protest gegen das Betriebssystem zusprayen!

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    2. Das ist der Gleiche Mumpitz, den auch Grosskonzerne wirklich glauben, Teams über die ganze Welt verteilen und dann auf die ach so genialen „Collaboration Tools“ verweisen.

      Mit der Aussage möchte ich aber keinesfalls diese aus meiner Sicht völlig übertriebenen Sicherheitsvorkehrungen in Schutz nehmen, die aus meiner Ansicht vermutlich nur deshalb so sind, weil ein US-Amerikanisches Regierungsmitglied mit dabei ist. In so einem Fall werden ja auch schnell mal ganze Autobahnen gesperrt und das FBI masst sich in fremden Ländern Weisungsbefugnisse an.

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