Die Endergebnisse aller Kantone in der Übersicht

Wer zieht in den Ständerat ein? Wer verpasst den Nationalrat? Unsere Übersicht bietet für die einzelnen Kantone die Endergebnisse.

Wer zieht in den Ständerat ein? Wer verpasst den Nationalrat? Unsere Übersicht bietet für die einzelnen Kantone die Endergebnisse.

Der Wahlsonntag war im Nationalrat ein schwarzer Tag für alle Parteien mit «Grün» im Namen: Die Grünen haben 4 Sitze verloren, die Grünliberalen deren 5. Sitze eingebüsst haben auch die SP (-3), die BDP (-2) und die CVP (-1). Als Wahlsieger kann sich die SVP fühlen, die 11 Sitze gewann. Ein Erfolg war der Tag ausserdem für die FDP, die 3 Sitze zulegt. Das Kräfteverhältnis in der Grossen Kammer verschiebt sich somit deutlich nach rechts.

Das SRF hat eine schöne Grafik mit allen Nationalrätinnen und Nationalräten (ein Klick auf die Grafik führt Sie direkt dahin):

 

Wie die Wahlen in den einzelnen Kantonen ausgingen, zeigt unsere Aufstellung. Ein Klick auf das Kantonskürzel führt Sie zu den Endergebnissen bei Stände- und Nationalratswahlen der jeweiligen Kantone im Detail. » Direkt zu den Schlussresultaten der einzelnen Kantone: BS / BL / GL / AR / AI / SH / UR / GR / LU / NW / OW / SO / SG / AG / SZ / TG / VS / ZG / ZH / FR / JU / TIVD / NE / BE / GE

Wer den Wahlsonntag aus Basler und Baselbieter Sicht nochmals Revue passieren lassen möchte, dem sei unser Live-Blog ans Herz gelegt.

Basel-Stadt

Das Ständeratsrennen war in Basel-Stadt bereits am Mittag gelaufen: Anita Fetz hatte das absolute Mehr (25’441 Stimmen) bereits nach der Auszählung der brieflichen Stimmen abgeholt. Die SP-Ständerätin behielt ihren Vorsprung bis zum Schluss und entschied die Wahl mit 35’842 Stimmen für sich. GLP-Kantonalpräsident David Wüest-Rudin, der für beide Kammern kandidierte, erhielt 5970 Stimmen. Besser schnitt Julian Eicke (JFDP) ab mit 7320 Stimmen.

In den Nationalrat nicht mehr einziehen werden Markus Lehmann (CVP) und Daniel Stolz (FDP), sie verlieren ihre Sitze an Sibel Arslan (Grünes Bündnis / Basta!) beziehungsweise Christoph Eymann (LDP). Bestätigt wurden die Bisherigen: Beat Jans (SP), Silvia Schenker (SP), Sebastian Frehner (SVP).

Basel-Landschaft

Im Rennen um den Baselbieter Ständeratssitz blieb Claude Janiak (SP) vorne. FDP-Mann Christoph Buser war chancenlos:




 

 

Bei den Nationalratswahlen gibt es keine Sitzverschiebung, es bleibt bei folgender Aufstellung: 2 Sitze SVP2 Sitze SP1 Sitz Grüne1 Sitz CVP1 Sitz FDP. Neu im Nationalrat ist allerdings Sandra Sollberger für die SVP. Sie erbte den Sitz von Christian Miesch (SVP). FDP-Spitzenkandidat Christoph Buser schaffte es nicht an seiner Parteikollegin Daniela Schneeberger vorbei:





 

Glarus

Die Glarner Ständeratssitze gehen an die Bisherigen: Gewählt sind Thomas Hefti (FDP/bisher) mit 8619 Stimmen und Werner Hösli (SVP/bisher) mit 5469 Stimmen. Nicht geschafft hat es Hans-Peter Legler (parteilos) mit 3335 Stimmen.

Im Rennen um den Glarner Nationalratssitz kann die BDP aufatmen: Präsident Martin Landolt verteidigt seinen Sitz. Er holte 5’423 Stimmen, Zweitplatzierter mit 4’742 Stimmen ist Jacques Marti (SP). (Details zu den Ergebnissen)

Appenzell Ausserrhoden

Ausserrhoden hat einen 35-jährigen Ständerat: Andrea Caroni (FDP) schaffte das absolute Mehr im ersten Wahlgang, stand allerdings als einziger Kandidat zur Wahl. Er wechselt vom Nationalrat in den Ständerat.

Die FDP verliert allerdings den Nationalratsitz. Neu den Kanton vertreten wird in der grossen Kammer der SVP-Mann David Zuberbühler. (Quelle) Seine Freudentränen im Video:

 

Appenzell Innerrhoden

Der Ständerat der Innerrhoder ist längst im Amt: Ivo Bischofberger (CVP) wurde am 26. April 2015 an der Landsgemeinde bestätigt.

Bestätigt wurde in seinem Amt auch Daniel Fässler. Der CVPler bleibt Nationalrat.

Schaffhausen

Thomas Minder (parteilos) und Hannes Germann (SVP) sind wieder Schaffhauser Ständeräte: Minder erhielt 13’733 Stimmen. Hannes Germann (SVP) erhielt 20’747 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,0 (2011: 64,5) Prozent, das absolute Mehr bei 13’195 Stimmen. Entgegen den Erwartungen ist damit kein zweiter Wahlgang nötig. Der FDP gelang es nicht, mit Baudirektor Reto Dubach den vor vier Jahren an Minder, den «Vater der Abzockerinitiative», verlorenen Sitz zurückzuerobern. Der parteilose Unternehmer Minder gehört in der kleinen Kammer der SVP-Fraktion an. Dubach erreichte mit 7731 Stimmen ein deutlich schlechteres Ergebnis als erwartet. Er lag noch hinter SP-Kandidat Walter Vogelsanger, der 7952 Stimmen erhielt, auf Vereinzelte entfielen 2616 Stimmen (Quelle: sda).

Auch im Nationalrat bleibt alles beim Alten: Thomas Hurter (SVP) und Martina Munz (SP) sind wiedergewählt.

Uri

Uri hat einen neuen Ständerat: Neben dem bisherigen Isidor Baumann (CVP) ist Josef Dittli (FDP) gewählt worden. Der bisherige grünliberale Ständerat Markus Stadler ist nicht mehr angetreten.

Der neu gewählte FDP-Ständerat Josef Dittli wird in den kommenden Monaten eine Doppelfunktion einnehmen und die Legislatur, die bis Ende Mai 2016 dauert, als Regierungsrat zu Ende führen. Er wurde 2004 in die Urner Exekutive gewählt.

Im Nationalrat wird Uri neu nicht mehr von der FDP, sondern von der SVP vertreten. Das Stimmvolk hat Regierungsrat Beat Arnold (SVP) mit 6409 Stimmen zum Nachfolger der zurücktretenden Gabi Huber (FDP) gewählt. Die FDP gab den Urner Nationalratssitz nach über 100 Jahren kampflos auf. Es ist das erste Mal, dass ein Urner SVP-Vertreter den Sprung nach Bern schafft. (Quelle: sda)

Nidwalden

Die CVP verliert ihren Ständeratssitz in Nidwalden: FDP-Mann Hans Wicki lässt CVP-Kandidatin Therese Rotzer hinter sich. Er holte 9249 Stimmen, sie 7238 Stimmen.

Im Kampf um den Nationalratssitz setzt sich die «Weltwoche» gegen die WoZ durch: SVP-Kandidat Peter Keller (schreibt für die «Weltwoche») wurde mit 13’380 Stimmen wiedergewählt. Der parteilose linke Gegenkandidat Andreas Fagetti (schreibt für die «Wochenzeitung») blieb mit 2776 Stimmen chancenlos, wie das SRF meldet.

Die Schlappe ist historisch – warum, erklärt die Nachrichtenagentur sda.

Obwalden

Die Obwaldner dürfen nochmals zur Urne gehen: Die drei Kandidaten für den Ständerats-Sitz scheitern am absoluten Mehr (7542 Stimmen). Wie das SRF meldet, haben weder André Windlin (FDP) noch Erich Ettlin (CVP) und Adrian Halter (SVP) die nötige Stimmenzahl erreicht. Der zweite Urnengang findet am 15. November statt.

Den Nationalratsitz verteidigt Karl Vogler (CSP). Er wehrt einen Angriff der SVP ab.

Graubünden



Magdalena Martullo-Blocher von der SVP Graubünden ist als Zürcherin für das Bündnerland in den Nationalrat gewählt worden.

Magdalena Martullo-Blocher von der SVP Graubünden ist als Zürcherin für das Bündnerland in den Nationalrat gewählt worden. (Bild: GIAN EHRENZELLER)

Den Kanton Graubünden vertreten im Ständerat die Bisherigen: Sowohl Stefan Engler (CVP, 39’244 Stimmen) wie auch Martin Schmid (FDP, 35’566 Stimmen) sind gewählt. (Quelle: sda)

Im Nationalrat gewinnt die SVP einen Sitz auf Kosten der GLP, die ihren einzigen Sitz verliert. Die Sitzverteilung in der Übersicht: 


Zwei Punkte sind dabei hervorzustreichen. Einerseits hat es die SVP-Spitzenkandidatin Magdalena Martullo-Blocher geschafft: Die Bündner wählten die Zürcherin in den Nationalrat. Sie verhalf der SVP zu einem zweiten Sitz. Andererseits bleibt die FDP im Bündnerland weiterhin mandatslos. Die Tochter von Christoph Blocher eroberte den Sitz von GLP-Mann Josias Gasser, der eine Wiederwahl verpasst.

Luzern

Nochmals an die Urne müssen die Luzerner: Im Rennen um die beiden Ständeratssitze erzielte kein Kandidat das absolute Mehr (66’278 Stimmen). Angetreten waren: Konrad Graber (CVP, bisher) / Damian Müller (FDP, neu) / Prisca Birrer-Heimo (SP, neu) / Yvette Estermann (SVP, neu). Der zweite Wahlgang findet am 15. November statt. Mehr dazu.

Die GLP verliert ihren Nationalratssitz an die SVP, die neu drei Sitze inne hat. Abewählt wurde der bisherige GLP-Nationalrat Roland Fischer. Die restlichen Sitze bleiben wie bisher verteilt. Die gewählten Nationalräte in der Übersicht von SRF:

 

Solothurn

Neuer und alter Ständerat des Kantons Solothurn ist Pirmin Bischof (CVP). Er erreichte als einziger Kandidat das absolute Mehr. Sein bisheriger Kollege Roberto Zanetti (SP) muss im zweiten Wahlgang nochmals antreten.

Weniger erfolgreich war die CVP bei den Nationalratswahlen: Sie verliert einen ihren beiden Sitze – aus demografischen Gründen. Die Übersicht der aktuellen Wahlen:

SVP: Walter Wobmann, bisher / Christian Imark, neu.
SP: Philipp Hadorn, bisher / Bea Heim, bisher.
FDP: Kurt Fluri, bisher.
CVP: Stefan Müller-Altermatt, bisher.

St. Gallen

Ein zweiter Wahlgang wird in St. Gallen nötig: Die bisherige Ständerätin Karin Keller-Sutter (FDP) hat als einzige das absolute Mehr erreicht. Der bisherige SP-Ständerat Paul Rechsteiner muss gemeinsam mit den Herausforderern in einen zweiten Wahlgang (15. November). Die Herausforderer sind: Thomas Müller (SVP) / Yvonne Gilli (Grüne).

 

Die Grünen und die Grünliberalen verlieren ihren Sitz im Nationalrat (mehr dazu). Die Plätze übernehmen die SVP und die FDP. Die Übersicht der neuen Sitzverteilung:




(Quelle: Kanton St. Gallen)

Aargau

Nur einen Ständeratssitz haben auch die Aargauer verteilt: Pascale Bruderer (SP) erreichte als einzige das absolute Mehr. FDP-Präsident Philip Müller, Hansjörg Knecht (SVP) sowie Ruth Humbel (CVP) – unter anderen – müssen sich am 15. November nochmals zur Wahl stellen.

Im Nationalrat gewinnen SVP und FDP je einen Sitz auf Kosten der SP (noch zwei Sitze) und der Grünen (noch ein Sitz). Wer gewählt ist:

(Quelle: Kanton Aargau)

Schwyz

Keine Änderung gibts bei der Vertretung von Schwyz im Ständerat: Die beiden Bisherigen sind gewählt. SVPler Alex Kuprecht und Peter Föhn liessen die acht Herausforder deutlich hinter sich. Zum Detail-Ergebnis.



Der abgewaehlte Schwyzer SP-Nationalrat Andy Tschuemperlin anlaesslich der Eidgenoessischen Nationalrats- und Staenderatswahlen am Sonntag 18. Oktober 2015 in Schwyz. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der abgewählte Schwyzer SP-Nationalrat Andy Tschümperlin am Sonntag 18. Oktober 2015 in Schwyz. (KEYSTONE/Urs Flueeler) (Bild: URS FLUEELER)

Eine Überraschung gab es bei den Nationalratswahlen: Andy Tschümperlin – SP-Fraktionschef – ist nicht wiedergewählt worden. Er wird sich aus der Politik zurückziehen, wie er dem «Blick» bereits mitteilte. Die SP verliert ihren Sitz an die SVP, für die neu Marcel Dettlig einzieht. Die Räte in der Übersicht (Quelle):

  • Pirmin Schwander, SVP (bisher)
  • Marcel Dettling, SVP (neu)
  • Petra Gössi, FDP (bisher)
  • Alois Gmür, CVP (bisher)

Thurgau

Die Thurgauerinnen wollten keine Veränderung im Ständerat, die Bisherigen sind bestätigt worden: Brigitte Häberli (CVP) erhielt 53’135 Stimmen, Roland Eberle (SVP) 49’518.

Im Nationalrat bleibt das Kräfteverhältnis fast gleich. Die GLP verliert ihren Sitz an die FDP, die restliche Sitzverteilung bleibt wie bisher. Die sechs Nationalrätinnen und -räte des Kantons Thurgau für die nächsten vier Jahre heissen: Hansjörg Walter, SVP (36’721), Verena Herzog, SVP (31’455), Markus Hausammann, SVP (31’282), Christian Lohr, CVP (22’356), Edith Graf-Litscher, SP (16’922), Hermann Hess, FDP (11’889) – er ist der einzige neue im Rat.

Wallis

Bei den Ständeratswahlen haben die CVP-Kandidaten Jean-René Fournier (bisher) und Beat Rieder (neu) am meisten Stimmen geholt, das absolute Mehr aber verpasst. Eine gute Ausgangslage für den zweiten Wahlgang hat als Drittplatzierter auch Franz Ruppen (SVP). Es kommt wie bereits vor vier Jahren zum Stechen, mehr dazu.

Die SP verliert einen Nationalratssitz, die SVPO und die CSPO gewinnen einen. Die gewählten Kandidaten in der Übersicht von SRF:

Zug

Klar sind die Ständeräte von Zug: Der bisherige Joachim Eder (FDP) ist gewählt sowie Peter Hegglin (CVP). Die Sitzverteilung – je einer für FDP und CVP – bleibt damit gleich. Hegglin – Finanzdirektor des Kantons – ersetzt Peter Bieri, der nach 21 Jahren im Ständerat nicht mehr antrat. Der frühere Bio-Bauer Hegglin war Favorit im Rennen um den frei werdenden Sitz. Die anderen vier Kandidierenden, die von SVP, SP, Alternativen – die Grünen und von den Piraten ins Rennen geschickt wurden, hatten kaum Chancen.

Bei der Verteilung der drei Zuger Nationalratssitze bleibt alles beim Alten: Die Bisherigen sind wiedergewählt worden. Thomas Aeschi (SVP), Gerhard Pfister (CVP) und Bruno Pezzatti (FDP) werden auch die kommenden vier Jahre für Zug in der grossen Kammer sitzen. Mehr dazu.

Zürich

Die Zürcher haben einen Ständeratssitz vergeben: Daniel Jositsch ist gewählt. Der SP-Mann hat als einziger mit 181’519 Stimmen das absolute Mehr von 176’342 Stimmen erreicht. Nach 32 Jahren erobert die SP im Kanton Zürich damit wieder einen Sitz im Ständerat. An wen der zweite Zürcher Sitz geht, wird am 22. November entschieden. Am meisten Stimmen nach Jositsch machten Ruedi Noser (FDP) und Hans-Ueli Vogt (SVP). Mit grossem Abstand folgen Martin Bäumle (GLP), Barbara Schmid-Federer (CVP) und Maja Ingold (EVP) sowie Bastien Girod (Grüne). Im Kanton Zürich müssen beide Ständeratssitze neu besetzt werden.

In Zürich verschieben sich einige Nationalratsitze:

SVP: 12 Sitze (+1)
SP: 9 Sitze (+2)
FDP: 5 Sitze (+1)
GLP: 3 Sitze (-1)
Grüne: 2 Sitze (-1)
CVP: 2 Sitze (-)
BDP: 1 Sitz (-1)
EVP: 1 Sitz (-)

Die Nationalratssitze werden wie folgt besetzt (zum Durchklicken gibt es die Daten beim Kanton):













Freiburg

Die Freiburger müssen nochmals an die Urne: Bei den Ständeratswahlen verpassten alle Kandidaten das absolute Mehr von 44’842 Stimmen. Der Präsident der SP Schweiz, Christian Levrat, kam mit 39’014 Stimmen noch am nächsten ans Mehr. Von den Herausforderern erzielten FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP) und der SVP-Grossrat Emanuel Waeber (SVP) die besten Resultate. Auf dem dritten Platz landete Bourgeois mit 22’272 Stimmen, vor Waeber mit 20’343 Stimmen. Chancenlos blieben der grünliberale Kandidat Ralph Schmid (13’998 Stimmen) und der Präsident der Jungen BDP, Patrick Castioni (1717). Die Wahlbeteiligung betrug 46,99 Prozent. Zum zweiten Wahlgang kommt es am 8. November.

Im Kanton Freiburg gewinnt die SVP einen zweiten Sitz im Nationalrat auf Kosten der SP. Neu zieht für die SVP Pierre-André Page in die Grosse Kammer ein. Sein Parteikollege Jean-François Rime wurde bestätigt. Page sitzt bereits im Freiburger Grossen Rat. Der 55-jährige Landwirt kam auf 20’879 Stimmen, Rime auf 29’203. Die bisherige Ursula Schneider Schüttel von der SP hatte das Nachsehen. Sie schaffte mit 19’782 Stimmen die Wiederwahl nicht. Schneider Schüttel war 2012 für Christian Levrat in den Nationalrat nachgerutscht, als dieser Ständerat wurde. Die anderen bisherigen Valérie Piller Carrard (20’102 Stimmen) und Jean-François Steiert von der SP schafften die Wiederwahl, Steiert verbuchte mit 30’717 Stimmen gar das beste Resultat. Schadlos hielt sich die CVP, die im Vorfeld auch um einen Sitz gezittert hatte. Ihre Vertreter Dominique de Buman (25’905 Stimmen) und Christine Bulliard-Marbach (23’308 Stimmen) wurden wiedergewählt. Auch der FDP-Mann Jacques Bourgeois konnte seinen Sitz mit 22’347 Stimmen verteidigen. (Quelle: sda)

Die neue Sitzverteilung: SVP 2 / SP 2 / CVP 2 / FDP 1.

Jura

Im Ständerat bleibt aus Jurassier Sicht alles gleich: Die beiden Bisherigen sind wiedergewählt worden. Claude Hêche (SP) erreichte 15’532 Stimmen, Anne Seydoux (CVP) 14’275.

Keine Überraschung gab es im Jura bei den Nationalratswahlen: Die beiden Bisherigen wurden im Amt bestätigt, Jean-Paul Gschwind (CVP) und Pierre-Alain Fridez (SP) schafften die Wiederwahl problemlos.

Tessin

Im Tessin ist um die beiden Sitze im Ständerat eine Stichwahl nötig: Kein Kandidat erreicht das absolute Mehr. Die beiden Bisherigen, Filippo Lombardi (CVP) und Fabio Abate (FDP), erreichten die besten Ergebnisse. Das absolute Mehr verpassen jedoch beide. Lombardi konnte die meisten Wähler für sich gewinnen: Er erreichte 43’897 Stimmen. Dahinter folgt Abate mit 40’504 Stimmen. Der Lega-Kandidat Battista Ghiggia liegt nur knapp 4000 Stimmen hinter dem bisherigen FDP-Ständerat. Ghiggia erzielte mit 36’307 am drittmeisten Stimmen. SP-Kandidat Roberto Malacrida ist weit abgeschlagen und kommt auf 23’030 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,69 Prozent. Die Stichwahl ist im Tessin auf den 15. November 2015 angesetzt.

Definitiv ist hingegen im Nationalrat, dass SVPler Pierre Rusconi seinen Stuhl räumen muss. Er ist das einzige Mitglied der Tessiner Vertretung in Bern, das nicht erneut in die grosse Kammer einziehen kann. Er verliert seinen Sitz an den bisherigen SVP-Grossrat Marco Chiesa. Die beiden Kandidaten lieferten sich bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Chiesa konnte sich letztendlich mit einem Abstand von 762 Stimmen gegen Rusconi durchsetzen. Der bisherige SVP-Grossrat Chiesa kam auf 17’263 Stimmen. (Quelle: sda)

Die Sitzverteilung in der Übersicht des SRF:

Bern

Die Berner Ständeratskandidaten müssen zum zweiten Wahlgang antreten. Keiner der Kandidierenden übertraf am Sonntag das absolute Mehr. Am besten schnitten die beiden bisherigen Ständeräte ab. Werner Luginbühl von der BDP kam auf 151’069 Stimmen und Hans Stöckli von der SP auf 144’805 Stimmen. Ihr härtester Konkurrent, Albert Rösti von der SVP, lag mit 136’055 Stimmen nur knapp dahinter. Dass es im Kanton Bern zu einem zweiten Wahlgang kommen würde, hatte man erwartet. Nicht weniger als elf Kandidierende waren zu den Ständeratswahlen angetreten. (Quelle: sda)

Die SVP ist im Kanton Bern Wahlgewinnerin – BDP und Grüne verlieren: Zu vergeben waren im Kanton Bern insgesamt 25 Sitze, einer weniger als noch vor vier Jahren. Dass die SVP zulegen dürfte, hatte man schon vor den Wahlen allgemein erwartet. Dass es der Volkspartei aber zu einem zusätzlichen Sitz reicht, hatten wohl die wenigsten auf der Rechnung. Die SVP stellt künftig neun Nationalrätinnen und Nationalräte. Dass BDP und Grüne um ihre Sitze zittern müssen, hatte man hingegen erwartet. Nun müssen beiden Parteien je einen Sitz abtreten. Über die Klinge springen müssen die Grünen-Nationalrätin Aline Trede und BDP-Kantonalpräsident und Nationalrat Heinz Siegenthaler. Entgegen dem nationalen Trend mussten die Grünliberalen im Kanton Bern keinen Sitzverlust gewärtigen und konnten ihre beiden Sitze halten. Die SP kann ihre sechs Sitze behalten. Wiedergewählt wurde auch Margret Kiener Nellen, die wegen Steuerfragen in die Schlagzeilen geraten war. Auch die Freisinnigen bleiben bei ihren zwei Sitzen. Christa Markwalder, die wegen der sogenannten «Kasachstan-Affäre» negative Presse erhalten hatte, schaffte die Wiederwahl ebenfalls. Die EVP bleibt bei ihrem einen Sitz.

Die Berner Delegation in der Grossen Kammer:

Waadt

In der Waadt erreicht bei den Ständerratswahlen niemand das absolute Mehr von 88’189 Stimmen: Die Waadtländer erhalten damit eine zweite Chance für die Wahl am 8. November. Die Resultate (Quelle: srf/Blogeintrag von 21.40 Uhr):

Géraldine Savary (SP/bisher), 72’985 Stimmen
Luc Recordon (Grüne/bisher), 68’339 Stimmen
Olivier Français (SP/neu), 54’439 Stimmen
Michaël Buffat (SVP/neu), 32’271 Stimmen
Fabianne Despot (SVP/neu), 29’737 Stimmen
Isabelle Chevalley (GLP/neu), 12’625 Stimmen
Claude Béglé (FDP/neu), 9’819 Stimmen
Jacques Neirynck (FDP/neu), 7’590 Stimmen
Laurent Miéville (GLP/neu), 6884 Stimmen

Im Nationalrat verliert die SP einen Sitz, Gewinner ist die FDP. Nach dem Verlust eines Sitzes kommen sowohl die FDP wie auch die SP neu auf je fünf Sitze. Die SVP blieb bei vier Sitzen, die Grünen bei zwei und die Grünliberalen und die CVP bei je einem Mandat (mehr dazu). Die neue Waadtländer-Vertretung setzt sich wie folgt zusammen (Übersicht SRF):




Neuenburg

Die Neuenburger Ständeräte bleiben unverändert: Wiedergewählt wurden Didier Berberat (SP) und Raphaël Comte (FDP).

In Neuenburg geht der Nationalratssitz der Grünen an die PdA. Die Bisherigen, Jacques-André Maire von der SP und Raymond Clottu von der SVP, wurden wiedergewählt. Neu dabei sind: Der Stadtpräsident von Le Locle, der 55-jährige Denis de la Reussille von der Partei der Arbeit (PdA), sowie Philippe Bauer (FDP) (Stimmenverteilung im Detail).

Genf

Ständerat: Das links-grüne Genfer Ständeratsduo Liliane Maury Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne) muss am 8. November in einen zweiten Wahlgang. Im ersten Wahlgang verpassten alle zehn Kandidaten das absolute Mehr. Im ersten Wahlgang machte Liliane Maury Pasquier mit 37’354 Stimmen das beste Resultat, gefolgt von Robert Cramer mit 34’621 Stimmen. Weil beide Bisherigen unter dem absoluten Mehr von 52’745 Stimmen blieben, müssen sie in den zweiten Wahlgang (zur Quelle).

Nationalrat: Im Kanton Genf haben die Grünen eines ihrer zwei bisherigen Mandate an die FDP verloren. Die Rechte konnte ihre Mehrheit somit auf sieben der insgesamt elf Sitze ausbauen. Die FDP schickt neu drei Parteimitglieder in den Nationalrat. Sie wird mit 19,99 Prozent Wähleranteil die stärkste Kraft des Kantons Genf in Bern. Praktisch gleich stark ist die SP, die ihre drei Sitze halten konnte und auf einen Wähleranteil von 19,06 Prozent kommt. Die SVP bleibt gemäss Schlussresultat bei zwei Sitzen, CVP und MCG halten weiterhin je ein Mandat. Die Detailergebnisse bei der Nachrichtenagentur sda.


 


Konversation

  1. Nach der Wahl ist der passende Zeitpunkt um auf die demokratischen Mängel des aktuellen Sytimmsstems hinzuweisen. Beispielsweise darauf, dass die Stimmen von in verschiedenen Kantonen wohnhaften nicht gleich viel wert sind. Kleinkantone wie Uri oder Glarus bekommen nicht nur durch den Ständerat ein viel höheres Gewicht.

    Ein paar Beispiele: 35’000 Urner wählen zwei Ständeräte, während über 275’000 Basel-Länder nur einen erhalten.

    Das setzt sich im Nationalrat munter fort, wo die Zürcher als einwohnerstärkster Kanton eigentlich das ca. 140fache vom bevölkerungsärmsten Kanton Appenzell Innerrhoden erhalten müssten. Tatsächlich ist das Verhältnis bei 32:1. womit die Stimmen der einwohnersschwachen Kantone erneut aufgewertet werden.

    Diese Missrepräsentation setzt sich bei den Abstimmungen fort, wo dank dem Ständemehr der kleinere Teil der Bevölkerung den Entscheid zu ihren Gunsten beeinflussen können. D.h. 40 % der Stimmenden – oder noch weniger – können gegen 60% gewinnen.

    Eine ganze Reihe von demokratischen Mängel im schweizer System, die es endlich zu beheben gilt! Beispielsweise mit dem Einhaitswahlkreis à la Niederlande.

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  2. Zusammengefasst: Der „Stadt-Land-Graben“ in der Schweiz reisst noch viel mehr auf als bisher schon, die Polarisierung und Verhärtung wird noch Greifbarer und Konkreter ! Angesichts all dessen und als bekennender bekennender Linksdemokrat und Regio-Grenzzaunbrünzler alias Dreilandmensch kann ich nur sagen: Chapeau mein liebes Basel- Guuuuut gemacht !
    Für alles in der Schweiz ausserhalb von Basel Zürich und Genf mitsamt deren Stadtrandsäumen sehe ich dagegen Schwärzer als Schwarz- macht nur weiter so, Ihr Ewig Vorvorgestrigen !!

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