Die Uni muss bluten, minus 44 Millionen bis 2021

Der neue Leistungauftrag an die Universität Basel ist ein Sparauftrag. Und der neue Präsident des Unirates soll aus dem Baselbiet kommen.

Die beiden Trägerkantone Basel-Stadt und Baselland haben sich auf einen neuen Leistungsvertrag und ein neues Globalbudget für die Universität geeinigt.

Die Regierungen beider Basel haben heute Morgen über den künftigen Leistungsauftrag an die Universität Basel informiert.

Die Uni muss kräftig sparen, lautet die Quintessenz des neuen Leistungsauftrages an die Universität Basel, den die beiden Trägerkantone ausgearbeitet haben. Unter dem Titel «Ein partnerschaftliches Bekenntnis zu einer zukunftsorientierten und leistungsfähigen Uni Basel» wurde der Vorschlag präsentiert.

Die wichtigsten Punkte:

  • Insgesamt fast 44 Millionen Franken muss die Uni sparen. Nach einer zweieinhalbjährigen Übergangsfrist tritt die Massnahme ab 2020 in Kraft. Für 2020 beträgt das Sparziel 20,4 Millionen, im Jahr 2021 sind es noch einmal 23,4 Millionen.
  • Erreicht werden sollen diese Einsparungen durch «strukturelle Massnahmen» sowie die «Auflösung von Reserven».
  • Dadurch reduzieren sich die Trägerbeiträge von Basel-Stadt und Baselland um je 10 Millionen jährlich.
  • Ueli Vischer, der Präsident des Unirates, wird sein Amt per Jahresanfang 2020 an einen «Mandatsträger des Kantons Basel-Landschaft» übergeben. Dieser neue Präsident soll die Federführung für eine «Strategie 2030» übernehmen.
  • Die Uniführung hat den Auftrag, innerhalb der Periode 2018–2021 ein neues Finanzierungsmodell auszuarbeiten, das die Abhängigkeit von den Trägerkantonen zusätzlich verringert.
  • Bis voraussichtlich 2018 soll der Entscheid über eine etwaige Ansiedlung einzelner Fakultäten auf dem Gebiet des Kantons Basel-Landschaft fallen. Dazu wird zuvor der gesamte Immobilienbereich der Uni einer externen Analyse unterzogen.

Basel-Stadt kompensiert wegfallende Kulturbeiträge

Dazu kommen massive Verschiebungen im Kulturvertrag. Bislang bezahlte Basel-Landschaft über die Kulturvertragspauschale zehn Millionen Franken an Kulturbetriebe in der Stadt. Künftig bezahlt Baselland nur noch 5,1 Millionen. Den Rest übernimmt der Stadtkanton, der eh bereits  fast alles an die kulturellen Zentrumsleistungen zahlt. Dafür darf er neu alleine verfügen, wo die Mittel eingesetzt werden.

Konversation

  1. ich dachte wir haben viel zu viele Beamte in Basel?
    da könnte man doch das eher einsparen,
    oder nit? Aber me schafft sich halt nit gärn sälber ab

    Danke Empfehlen (0 )

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