Diese Grossratskandidaten tanzen mit ihren Positionen aus der Reihe

Welcher Grossratskandidat steht ganz links, welcher ganz rechts? Welche FDPler und CVPler könnten genauso gut für die SVP politisieren? Eine Auswertung zeigt, welche Kandidaten aus dem Schema fallen.

Tonja Zürcher ist gemäss Smartvote die linkeste Kandidatin, David Pavlu von der FDP der Liberalste. Ganz weit rechts steht Grossrat Patrick Hafner – auch Andrea Knellwolf von der CVP könnte ebenso für die SVP politisieren.

(Bild: Nils Fisch)

Welcher Grossratskandidat steht ganz links, welcher ganz rechts? Welche FDPler und CVPler könnten genauso gut für die SVP politisieren? Eine Auswertung zeigt, welche Kandidaten aus dem Schema fallen.

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Insgesamt 763 Personen bewerben sich am 23. Oktober um einen Sitz im 100-köpfigen Grossen Rat. 515 von ihnen haben bis jetzt den Smartvote-Fragebogen ausgefüllt. Eine Auswertung zeigt, welche Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren Positionen aus dem Rahmen fallen.

So ist David Pavlu, Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt, der liberalste Grossratskandidat. Vor vier Jahren war Luca Urgese, der heutige FDP-Präsident und damaliger Chef der Jungfreisinnigen, noch der Liberalste.

Daniel Brunner-Ryhiner hingegen ist der konservativste FDP-Kandidat. Der Versicherungsangestellte ist sehr restriktiv bei der Migrationspolitik, stark für Law and Order, zurückhaltend bei der liberalen Gesellschaft und Aussenpolitik. Allerdings ist Brunner-Ryhiner – ganz untypisch für die FDP – ziemlich stark für einen ausgebauten Sozialstaat.

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Der linkeste FDP-Kandidat ist der Lehrling Yusuf Akpinar – der rechteste Patrick Erny, Politikverantwortlicher beim Gewerbeverband Basel-Stadt. Erny ist sogar rechter als viele SVP-Kandidaten, aber nicht so rechts wie SVP-Grossrat Patrick Hafner, der ganz weit aussen steht. Anders sieht es beim Zahnarzt Garry Bonsall aus, welcher der linkeste SVPler ist.

Tonja Zürcher ist die Linkeste

Gut in die SVP passen würde auch CVP-Fraktionschefin Andrea Knellwolf. Sie ist die rechteste Kandidatin bei den Christdemokraten, sogar rechter als ein grosser Teil der SVP-Kandidaten. Anders positioniert sich bei der CVP der Lehrer Claude Wyler, der linker als der rechsteste SP-Kandidat Daniel Ordàs ist. Auf der anderen Seite befindet sich Kaspar Luethi (Lehrer), welcher der linkeste SP-Grossratskandidat ist. Reto Maurer hingegen ist der konservativster SP-Kandidat. Er befürwortet mehr Polizeipräsenz, härtere Strafen bei Vandalismus und auch mehr Überwachung bei Sportveranstaltungen.

Bei den Grünen ist Marc Zimmermann der rechteste Kandidat (der Ökonom ist relativ schwach für einen ausgebauten Sozialstaat, jedoch stark für den Umweltschutz), Grossrätin Anita Lachenmeier steht wiederum ganz links bei den Grünen. Die linkeste Grossratskandidatin überhaupt ist Tonja Zürcher (bereits im Grossen Rat und Co-Präsidentin der BastA!).

Die LDP ist inhaltlich breit gestreut. Bei den Liberalen findet man rechts-konservative Kandidaten wie Suzanne Hollenstein, eher mitte-links Kandidaten wie den Künstler Felix Stern sowie rechts-liberale Kandidaten wie Conradin Cramer.

Bei der GLP ist die Spannweite zwischen dem links-liberalsten Kandidaten Rene Benjamin Schweizer, der Konservativsten Theres Zigerlig und einer Gruppe von relativ weit rechts stehenden Kandidaten (zum Beispiel Grossrat Dieter Werthemann) ebenfalls recht gross.

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Finden Sie heraus, welche Basler Politiker, welche Basler Parteien wie ticken – und damit vielleicht auch, wem Sie am 23. Oktober am liebsten Ihre Stimme geben wollen –, indem Sie bei uns gleich selbst den Smartvote-Fragebogen ausfüllen.

Konversation

  1. Entgegen einer möglichen Fehlinterpretation meiner Smartvote Resultate, möchte ich betonen, dass ich absolut für einen gut ausgebauten Sozialstaat bin. Ich bin auch für einen sinnvollen Ausbau von Sozialleistungen. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als Führungsverantwortlicher und Berater bei staatlichen Organisationen bin ich jedoch kritisch gegenüber pauschalen staatlichen Ausbaumassnahmen. Im Sozialbereich einfach nur mehr Geld ausgeben, wie dies die Fragestellungen von Smartvote vorschlagen, ist nicht die Lösung.

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