Dieses Wochenende wird wild und laut am Rhein

Alle, die beim Anblick von 2-Rädern ab 125 ccm glücklich werden, sollen bei den ersten Biker Days Basel auf ihre Kosten kommen: Drei Tage lang dreht sich alles um Motorräder, Mode und Musik. Die Veranstalter hoffen auf über 10’000 Besucher.

Easy Rider am Rheinufer: Die Biker Days Basel, die zum ersten Mal vom 15. bis 17. Juli 2016 stattfinden, sollen dereinst zum grössten Motorrad-Event der Schweiz werden.

(Bild: Foto: Imago / Montage: Nils Fisch)

Alle, die beim Anblick von 2-Rädern ab 125 ccm glücklich werden, sollen bei den ersten Biker Days Basel auf ihre Kosten kommen: Drei Tage lang dreht sich alles um Motorräder, Mode und Musik. Die Veranstalter hoffen auf über 10’000 Besucher.

Leise Töne sind nicht das Ding des Promo-Teams des ersten Motorrad-Gross-Events in Basel-Stadt: «Die Biker Days Basel sollen der Event in der Schweiz werden für alle, die sich für Motorräder interessieren», sagte Sprecher Martin Ditzler am Donnerstag in einem Büroraum an der Uferstrasse 90 vor den Medien.

Unmittelbar angrenzend an das Gewerbegebäude laufen vom Freitag bis und mit Sonntag (15. Juli – 17. Juli) die Töff-Motoren heiss. Auf der Uferstrasse entlang des Ex-Esso-Areals sorgen 24 Aussteller aus dem Moto-Bereich, dazu acht Aussteller aus der Mode-, Schmuck- und Tattoo-Branche sowie diverse Verpflegungsstände für Abwechslung. Dazu gibt es Live-Konzerte und DJs – und als «Highlight» am Freitag und Samstag Auftritte der «Fuel Girls» aus England.

Kurven, Tattoos und Pyro-Show: «Das bietet nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen einiges», versprach Ditzler. Tatsächlich ist den Veranstaltern Tom Buser und Lucia Bieri daran gelegen, ein Fest für alle Motorradbegeisterten zu machen und «die ganze Breite der Kultur und des Lebensgefühls» zu zeigen – kurz, «ein Fest für Gross und Klein» zu veranstalten. Die Zweiraddichte in der Schweiz nimmt, jedenfalls im motorisierten Bereich, stetig zu – allein im Dreiländereck gebe es 40’000 Motorradfahrer mit Maschinen von mindestens 125 ccm.

Motorrad-Parade durch die Stadt

Der Event soll auch dazu dienen, «allfällige Vorurteile» gegenüber Motorradfahrerinnen und -fahrern abzubauen, sagte Ditzler. Alle seien willkommen, der Eintritt ist frei. Er freue sich auf ein friedliches Fest. Es sei, so Bieri, auch absichtlich kein Treffen, das sich auf eine Marke oder eine Gruppe von Fans beschränke: Chopper- und Sportmotorradfahrer sollen gleichermassen auf ihre Kosten kommen, dazu gibt es auch US-Cars und Rockabilly-Aspekte.

Besonders freue sich Ditzler auf die «Biker Parade» (Samstag, 16 Uhr) – 200 Motorräder brummen auf einer vorbestimmten Route um die Stadt. Was ebenfalls nicht fehlen darf: Ein «Biker Gottesdienst» am Sonntag um 11 Uhr.

Lärm? Es herrscht Gelassenheit

Es sei zwar schwierig vorauszusagen, wie viele Besucher die ersten Basler Bike Days besuchen werden, doch Ditzler gibt sich optimistisch: Mit dem Promo-Video auf Facebook habe man Zehntausende erreicht, deshalb gehe er davon aus, dass insgesamt 10- bis 15’000 Besucher kommen werden. Zumal auch das Wetter mit den nicht zu hohen Temperaturen für Motorradfahrer optimal sei.

Weil nächtliche Lärmimmissionen im Gebiet gerade die Gemüter erhitzen: Haben die Veranstalter keine Angst, dass es Lärmklagen geben könnte? Zumal Hunderte von Töffs schon eine mächtige Geräuschkulisse bieten können – und dazu noch Party und Konzerte bis 3 Uhr morgens geplant sind. «Die Bühne ist nicht gross, und wir halten die Grenzwerte ein», sagt Ditzler. Am Tag seien vor Ort «Testfahrten» mit Motorrädern möglich – aber nachts gelte für solche Aktivitäten Nulltoleranz: «In der Nacht würde so etwas unterbunden.»

Ein gigantischer Fisch treibt in der Nähe sein Unwesen.

Auch bei der Polizei nimmt man nicht an, dass der Anlass zu Problemen führen wird. Andreas Knuchel, Mediensprecher Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt, sagt, man habe Kenntnis von der Veranstaltung und sei darauf vorbereitet. Es gebe keinen Grund zur Sorge, sagt Knuchel: «Wir sehen den Biker Days gelassen entgegen.»

Wie viele Zuschauer die Biker Days auch immer anzulocken vermögen, sicher ist: Am Rhein wird es am Weekend wild. Und laut. Nicht nur wegen der lauten Motoren und Konzerte.

Auf den benachbarten Uferabschnitten wird auch einiges los sein: Ein sieben Meter hoher Tiefseefisch aus Stahl treibt nachts sein Unwesen, dazu spielen mehrere weitere Bands in unmittelbarer Nähe des Töff-Treffs auf. Und am Westquai eröffnet – ebenfalls am Freitag – das Nordstern feierlich seine neue Heimat auf dem Schiff.

Konversation

  1. Und wieder muss das Klybeck dran glauben.

    Will uns die Stadt gezielt zermürben? Geht es darum, die Gegend derart zu belasten, dass wegzieht, wer es sich irgendwie leisten kann?
    Damit wir in ein paar Jahren zu einer beliebig absurden Neubebauung ja und Amen sagen, nur damit man in der Nacht wieder schlafen kann?
    Dieser Plan wird nicht aufgehen – an uns kann und wird man sich die Zähne ausbeissen.

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  2. Totschlagargument.

    Ja klar… schlecht gemacht, immer mit Absicht. Schön und stimmig kann ja jeder gelle?
    Die Boxhandschuhpfoten beim linken Biker sind auch extra so gemacht, zeigen sie doch das mangelnde Fingerspitzengefühl der lauten Töfffahrer gegenüber den ruhesuchenden Spaziergängern.
    Ja, wenns so sein soll… dann ist es wunderbar!
    Tolle Grafik, Thema auf den Punkt umgesetzt. So kann sich der Leser erst richtig vorstellen, was da am Rhein abgeht.

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  3. „. . .kein Treffen, das sich auf eine Marke oder eine Gruppe von Fans beschränke: . .“
    dann aber: Harley Village & Ladies of Harley, gemäss Homepage.

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  4. Ach endlich mal wieder so richtig was los am Rhein und in Basel und mal wieder so richtig mit Lärm, Trarah und brumm brumm… Der Mensch braucht tatsächlich keinen ruhigen Moment mehr… Oder?

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