«Es gibt keinen Plan B für die Fusion der Spitäler», sagt Engelberger

Der Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger verteidigt die Pläne zur Spitalfusion.

Spitalfusion unter Druck: Gesundheitsdirektor Engelberger sucht das Ventil. (Bild: Alexander Preobrajenski)

Basler Politiker kritisierten in den letzten Tagen die Pläne, Unispital und Kantonsspital Baselland zu vereinen und auf dem Bruderholz ein Orthopädie-Zentrum zu bauen. Im Interview mit der «bz Basel» nimmt Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger Stellung.

Die Überlegungen hinter dem Umbau des Bruderholz Spitals erklärt Engelberger so: «Wir möchten das stationäre Angebot reduzieren und mehr Fälle ambulant behandeln.» Am Petersgraben gebe es dafür keinen Platz.

Zur Kritik, Baselland habe ein weitgefasstes Vetorecht, obwohl Basel-Stadt deutlich mehr Geld einbringe, sagt er: «Man kann nicht zu einer Partnerschaft antreten, aber alleine bestimmen wollen.»

Hintertürchen in der Bruderholz-Frage

Baselland entscheide bei den «grossen Fragen» mit, zum Beispiel bei der Schliessung eines Standorts. Ob an einem Standort einzelne Abteilungen gestrichen werden, würde aber der Verwaltungsrat entscheiden, nicht die Kantone.

Bei diesen Kritikpunkten gibt es nichts mehr zu verhandeln, findet Engelberger. «Bisher konnte mich niemand von der Notwendigkeit von Korrekturen überzeugen. Es hat auch niemand eine bessere Variante formuliert.»

Auf die Frage, ob es einen Plan B gebe, sagt Engelberger: «Nein, aber es gibt Gespräche, die wir nach Abschluss der Vernehmlassung führen werden.»

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