Haben Sie ein schlechtes Gewissen, Ihr Kind fremdbetreuen zu lassen?

Die Familieninitiative der SVP spaltet die Schweiz. Doch wie sieht die Realität der Familien aus? Nehmen Sie an der Umfrage teil.

(Bild: Nils Fisch)

Die Familieninitiative der SVP spaltet die Schweiz. Doch geht es wirklich nur um den Steuerabzug? Und wie sieht die Realität der Familien in der Schweiz aus? Helfen Sie uns, es herauzufinden – nehmen Sie sich vier Minuten Zeit für unsere Umfrage.

Am 24. November stimmt die Schweiz über die Familieninitiative der SVP ab. Die Frage ist: Sollen Familien, die ihre Kinder selber betreuen, einen Steuerabzug erhalten – genauso wie das bereits Familien tun können, die ihre Kinder extern betreuen lassen? Sind Steuern wirklich das grösste Problem der Familien?

Helfen Sie uns mit, eine Antwort zu finden und machen Sie bei unserer Umfrage mit (sie dauert knapp vier Minuten). Weiterleiten und verbreiten der Umfrage ist erwünscht, je mehr Eltern daran teilnehmen, umso besser.

Ausserdem suchen wir nach Familien, die uns einen Einblick in ihren Alltag gewähren. Falls Sie interessiert sind – wir freuen wir uns auf Ihre E-Mail: community@tageswoche.ch

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Konversation

  1. Zuerst zum Mitschreiben:
    Lesen Sie doch die Evolutionslehre bitte richtig: Es existiert eben gerade nicht das Recht des Stärkeren! Sondern der Vorteil des optimal Angepassten (survival of the fittest).

    Macht legitimiert eben gerade kein Recht, ausser in der Arroganz von Grossbanken und anderen Grossmächten.
    Meinen Kindern helfe ich, realistisch mit dem Problem der Leistungsgesellschaft fertig zu werden. Also nicht gegen Windmühlen kämpfen zu wollen, sondern das Beste daraus zu machen. Man nennt das auch Sozialverhalten (zu deutsch: „Adäquates Verhalten in der menschlichen Gesellschaft“, was mit den böhzen Sozis (unbekanntlich) gar nix zu tun hat).
    So lernt das Kind nicht zuletzt in der Krippe und mit dem zugehörenden Dialog zu Hause, wie die meist kleinen Konflikte in Ruhe verarbeitet werden können – besser als beim über-beschützten und verhätschelten Mutterkind, das dann schon die erste Klasse als Schock erlebt, weil es nicht weiss, dass es eben Konflikte geben kann.

    Ein starkes Bild, das Sie uns vormalen, lieber Herr Schaub:
    Das entsetzlich traurige Kind, das zusammen mit Haifischen in die Grippe(!) gebracht wird. Von der Mutter getrennt, schreit und weint es, und die Tränen stürzen wie Bäche hinunter.
    Wahrhaft zum Herzerweichen. Hoffentlich ertrinken die Haifische nicht auch noch in den Tränenströmen, sonst rücken auch noch die militanten Tierschützer aus.
    Ein klarer Fall für den Staatsanwalt, würde ich sagen. Welch ein verlotterter Staat, der solche Verbrechen nicht nur zulässt, sondern sogar fördern will!

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  2. Ja klar gibt es Personen, die den Pendlerabzug vornehmen und die Kosten z.B. des ÖV steuerlich geltend machen aber z.B. mit dem Fahrrad den Weg zur Arbeit beschreiten.

    Sie unterstellen ja mit ihrer Aussage fast schon, dass Eltern die ihre Kinder nicht Drittbetreuen lassen nicht zu ihren Kindern schauen würden.

    Letztlich ich der Entscheid, wie Sie ihre Kinder (selbst oder nicht und unentgeltlich oder nicht) erziehen und betreuen wollen jeder Person offen und wird nicht von aussen beeinflusst.

    Was soll der Staat überhaupt „freiwillige“ Entscheide von Erziehungsberechtigten und Verpflichteten dann noch mit Steuergeldern unterstützen ? ? ?

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  3. bei allem Respekt vor Erich Fromms Denke: In Sachen Liebe brauchen wir keine Vordenker. Da hat jeder seine eigene Wertskala.
    Daher vermag ich beim besten Willen keine Zusammenhang zwischen Fremdbetreuung und der Qualität der Elternliebe erkennen.
    Ich habe schon Familien und Familienverhältnisse gesehen, bei denen mit einer Teilzeit-Fremdbetreuung allen, und besonders den Kindern, geholfen wäre!

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  4. Also Sie haben die Kinder befragt.
    Von den Kindern bei denen die Mama auch arbeiten geht (vielleicht gehen muss) haben Sie die Antwort bekommen ihre Eltern seien Rabeneltern, oder ? hab ich das richtig verstanden ?
    Ihr Weltbild ist jenes das vor 50 Jahren noch in etwa die Norm war.
    Es scheint Sie sind dort stehen geblieben. Das gibt Ihnen aber nicht das Recht andere für andere Lebensformen zu verurteilen. Einmal mehr scheint mir nehmen Sie sich das Recht heraus die Wahrheit zu kennen.
    Sie sind ein Glückspilz und ich kann Ihnen dazu nur gratulieren.

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  5. Es gibt verschiedene Gründe warum man Kinder frembetreuen lassen will.
    – Das kann ein spannender Beruf sein, auf den man wegen der Kinder nicht verzichten will.
    – Es kann der Grund sein, dass einem die Decke auf den Kopf fällt, den ganzen Tag mit den Kindern und Haushalt beschäftigt zu sein.
    – Es kann der Grund sein, dass man den Anschluss aufs Erwerbsleben nicht verpassen will.
    – Es kann der Grund sein, dass man materiell besser dastehen will.
    – Es kann ein ökonomischer Grund, sogar Zwang sein.
    – usw.
    Ausser dem letzten Grund ist der Entscheid zur Fremdbetreuung immer freiwillig. Und so sollte es für alle möglich sein frei zu entscheiden bis zum Kindergarten- oder Schuleintritt der Kinder, aber allermindestens bis zum Alter von drei Jahren.
    Das hier sind die Gesichtspunkte aus Elternsicht betrachtet.

    Nun kann man auch versuchen, das aus Sicht des Kindes zu betrachten. Und das ist natürlich verschieden, je nach Alter der Kinder.
    In der ersten Zeit nach der Geburt braucht ein Kind Geborgenheit, Ruhe, Zuwendung. Soll das Kind gestillt werden, bleibt der Mutter nichts anderes übrig, als vorerst mal zuhause zu bleiben. Dank sehr guter Ersatznahrung kann man heute problemlos darauf verzichten. Erst das gibt der Mutter die Möglichkeit schon bald nach der Geburt wieder die Arbeit aufnehmen. Allerdings beeinflusst der stete Wechsel und der straffe Zeitplan die kleinen sicher nicht unerheblich. Erst gegen drei Jahre beginnen die Kinder wirklich interaktiv miteinander zu spielen. Somit ist bis dahin die Fremdbetreuung in einer Tagesstätte kein Gewinn.
    Das wechselt aber bis zum Schulbeginn kontinuierlich und wird gerade speziell für Einzelkinder eine Bereicherung, wenn sie einen Teil der Zeit mit anderen Kindern verbringen können und so die soziale Auseinandersetzung auch als Bereicherung dienen kann.
    Das hier war ein Versuch, es aus der Sicht des Kindes zu betrachten. Daneben gibt es natürlich noch viel mehr Aspekte.

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  6. Ist Ihre Einstufung der fremdbetreuenden Eltern als
    Rabeneltern.
    Obendrauf „Sozialistische Rundum-Betreuung“ zu unterstellen: Da wird’s noch dümmer. Denn eine Rundumbetreuung wäre den allermeisten Paaren sowieso viel zu teuer; die allermeisten Paare suchen einen intelligenten(!) Mix, so dass die eigene Familienkultur (soweit denn eine solche vorliegt) durchaus weitergetragen wird. Bei der externen Betreuung wird dann, zum Wohle der Gesellschaft noch der Horizont der Kinder erweitert.

    Aber Sie finden es offenbar besser, dass nur jene Leute Kinder produzieren, die sich auch die Frau am Herd leisten können.
    Und sonst sollen wir halt die Kinder von den Einwanderern produzieren lassen. Dann kann man obendrein noch über die Ausländer schimpfen. Das macht gewiss mehr Spass, als sich mit der heutigen Realität auseinander zu setzen…

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  7. Als Betroffener nehme ich an Umfragen anders teil, wacher und gespannter auf die Resultate. Was für eine Enttäuschung, als ich heute morgen die s/w Kuchen der Umfrage anschaute und zwischen all den Grautönen nicht mehr unterscheiden konnte. Ist euch der graue Herbst ins Herz gekrochen?

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  8. Familien sind in Basel Stadt steuerlich bereits besser gestellt, schauen Sie mal was Sie mit Ihrem Einkommen an Steuern zahlen müssten wenn Sie ledig wären und keine Kinder haben.

    Sehr viel logischer wäre, wenn das Kindergeld nicht versteuert werden müsste, hat darüber schon mal jemand nachgedacht??

    Uns Familien wäre weitaus mehr geholfen wenn es genügen Krippen und Hortplätze gäbe und dabei auch an behinderte Kinder gedacht würde, denn diese Gruppe fällt komplett durch die Maschen.

    Ein Abzug für Betreuung nur weil man Kinder hat, verlockend, aber falsch und nicht gerecht. Oder kann jemand von Ihnen einen Pendlerabzug tätigen obwohl er nicht pendelt?

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  9. Es geht um den zusätzlichen BetreuungsMEHRaufwand in Franken und Rappen, wenn man Kinder extern betreuen lässt. Und diesen MEHRaufwand kann man von den Steuern absetzen. Wer zuhause betreut, hat KEINEN Mehraufwand. Dito gilt für den Pendlerabzug, Abzug fürs Auto zum Arbeitsort. Mehraufwand ist nur dann abzugsfähig, wenn er auch tatsächlich stattfindet. Wäre zum Beispiel Haare schneiden beim Coiffeur steuerlich abzugsfähig, könnten Sie diesen Abzug nicht tätigen, wenn Sie sich die Haare selber schneiden oder gar keine mehr haben. Alles klar, Besserwisser?

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  10. …über Ihre letzten beiden Sätze, die auch von der TaWo Redaktion „Auf den Punkt“ gebracht worden sind. Auf die Gefahr hin, mich der Lächerlichkeit Preis zu geben: ich verstehe Ihren Vergleich nicht!

    Im einen Satz schreiben Sie von Kindern, Kinderbetreuung und Betreuungsabzug und im andern Satz schreiben Sie von Nichtpendler und Pendlerabzug.

    Vielleicht mögen Sie Ihren Vergleich für Unverständige wie mich etwas ausformulieren?

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