Im Baselbiet soll das U-Abo zum U25-Abo werden

Die Baselbieter Regierung schlägt vor, U-Abo-Subventionen nur noch für Junioren-Abonnemente zu zahlen. Die Initiative «Ja zum U-Abo» lehnt sie ab.

Die ganz Jungen zahlen nichts im ÖV, die Jugendlichen sollen weiterhin von günstigeren U-Abos profitieren.

(Bild: Nils Fisch)

Die Baselbieter Regierung schlägt vor, U-Abo-Subventionen nur noch für Junioren-Abonnemente zu zahlen. Die Initiative «Ja zum U-Abo» lehnt sie ab.

Die Regierung gab am Mittwochmorgen einen Gegenvorschlag zur Gesetzesinitiative «Ja zum U-Abo» bekannt. Die Initiative will die Subventionen für das U-Abo beibehalten und verhindern, dass die Regierung dort spart.

Sabine Pegoraro und Co. schlagen nun vor, nur Junioren-Abonnemente weiter zu subventionieren. Damit würde der Kanton 11,6 statt wie geplant 15,4 Millionen Franken einsparen.

Von Junioren-Abos profitieren alle Unter-25-Jährigen. Momentan sind es 128’500 Junge, die ein Monats- oder Jahres-U-Abo besitzen. Das sind rund 28 Prozent aller verkauften U-Abos.

Verschiedene Gruppen gegeneinander ausspielen

Für den SP-Präsidenten Adil Koller ist es falsch, nur eine Gruppe weiter zu unterstützen und bei allen anderen den Tarif zu erhöhen: «Die Regierung spielt die verschiedenen Gruppen – hier Jugendliche versus ältere Menschen sowie tiefe und mittlere Einkommen – gegeneinander aus. Diese Politik des Teilen-und-Herrschens gefährdet den Zusammenhalt und den Tarifverbund.»

Koller ist überzeugt, die Regierung fürchte eine hohe Niederlage bei der U-Abo-Abstimmung, also wolle sie mit ihrem Gegenvorschlag zumindest einen Teil der Wähler auf ihre Seiten ziehen.

TNW muss noch zustimmen

Die Sparmassnahmen, die die Regierung 2015 vorschlug, würden dazu führen, dass alle ÖV-Nutzer mehr für ihr U-Abo zahlen. Das Jahresabo für Erwachsene würde 1060 statt der heutigen 760 Franken kosten.

Mit der Gesetzesinitiative «Ja zum U-Abo», die Grüne und SP einreichten, wären die Kantonsbeiträge an das U-Abo gesichert. Der Gesetzestext macht aus der heutigen Kann-Bestimmung eine Muss-Bestimmung.

Die Regierung sucht indessen eine «sozialverträgliche Lösung beim Abbau der U-Abo-Subventionen». Wenn die Stimmbevölkerung den Gegenvorschlag annimmt, müssten der Regierung immer noch die Vertragspartner des Tarifverbunds Nordwestschweiz zustimmen.

Konversation

  1. wir werden ja immer älter – extrem stimmig.

    okay, die ü25 sollen künftig eben joggen
    (dann werden sie noch älter)

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  2. Lobenswerte Milchbüechlirechneung.
    5 Milliarden Jahresausgaben für unsere ruhmreiche Armee.
    Die Alten sollen endlich schweigen. Also besser keine Rentenanpassung.
    Kleine Freuden für Alle, die nur ein oder zwei Mal pro Jahr zum Arzt springen. Sie bezahlen Prämien und den Doktorbesuch aus dem eigenen Geldbeutel.
    Endlich spart unsere lobenswerte Obrigkeit sozialverträglich an den U-Abo-U-Abo-Subventionen.
    So schwimmen wir getrost in unserem Meer voller Liebe und Geborgenheit neuen, alten Ufern zu.

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  3. U-Abo verteuern ist eigentlich genau der falsche Weg. Zum Wohle der Stadt und der Region sollte man versuchen möglichst viele Pendler auf den ÖV zu kriegen. Und dies geht wohl nur mit günstigen Preisen. Auch für Tagesbesucher/Gäste sollte das Ticket preiswerter sein oder zumindest sollten alternativ günstige Tageskarten zu den teuren Einzelfahrttickets erhältlich sein. Aber eigentlich ist ja auch klar erst verteuert rot-grün die Preise für PP in der Stadt, erstellt ein unsägliches Verkehrsregime und dann kommt der ÖV dran. Der Traum von einer Auto- und verkehrsfreien Stadt für alle BS Velofahren. Nur dumm dass dann keiner mehr da ist, der und er Stadt konsumiert und einkauft, die gehen je länger je mehr über die Grenze.

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  4. Man könnte doch auch ehrlich sein:
    Wer bankrott ist, lässt sich günstig nach nebenan verhökern. Das läuft in der Wirtschaft auch so.
    So 24,95 SFr. müssten doch auch für einen netten Käufer akzeptabel sein, werden doch im nördlichen grossen Kanton noch grössere Dinge für gerade einmal einen Euro verhökert.

    Dann kann man aufhören,
    – Spitäler zu verklappen,
    – Strassen verrotten zu lassen,
    – den öffentlichen Pendlerverkehr abzuwürgen
    – ständig für teures Geld mit dem Nachbarn im Clinch zu liegen.

    Die BLT wird dann zur BVB+,
    Liestal zum Ortsteil von Basel
    und Schloss Ebenrain zur Sommerresidenz der lokalen Regierung.
    und die Wasserfalle endlich zum zweiten Hausberg von Basel.

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  5. Gut.

    Hiermit hat sich auch der TNW überlebt, weil ein paar Holzböcke kein Hirn haben, in die Zukunft zu denken. Bei 1000.- ist es für ein GA nicht mehr weit. Aber auch die Überlegung, gleich auf das Biljee ganz zu verzichten und die Bussen halt in Kauf zu nehmen. Wäre ich jedes einzelne Mal gebüsst worden, beliefe sich die Rechnung auf ca. 1000.- pro Jahr…

    Mal ernsthaft, wieso ist BL noch ein Kanton? Ist da noch politischer Intellekt übrig? Die meisten Reisenden aus der Stadt, die Geld nach BL bringen sind AHV-Bezüger und Freizeittouristen, die mal hier, mal dort Geld liegen lassen. Die 300.- gehen dann nicht durch ein Restaurant, Museen oder Läden, sondern gar nirgendwohin.

    Mir sind solche Spiele langsam egal. Ich habe bald ein GA und werde totalüberwacht zufrieden durch ZVV, Libero und TNW reisen können. Vorher ging ein voller Preis zum TNW, nun halt nur noch ein paar Batzen, weil ich – eben wegen solcher Spässe – ein GA haben werde. Viel Spass mit den läppischen 450.- von meinem GA.

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  6. Ich zahle gerne 100 CHF aber dann inkl. SO, AG und JU bitte. Das dürfte die Wirtschaft ankurbeln. Zweifle aber dass die Politiker so weit denken wollen.

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