Jedes Jahr grüsst der «Sozial-Irrsinn» – wo liegt das Problem?

Eine Familie, die 60’000 pro Monat kostet, ein Jugendstraftäter, der sich auf einem Segeltörn vergnügt: Klarer Fall von «Sozial-Irrsinn» – oder? Warum faszinieren uns angebliche Missstände im Sozialwesen, wo es doch eigentlich ganz gut läuft?

Plausch oder Therapie: Welcher Nutzen hat ein Segeltörn für einen verhaltensauffälligen Jugendlichen? (Bild: Hans-Jörg Walter)

Eine Familie, die 60’000 pro Monat kostet, ein Jugendstraftäter, der sich auf einem Segeltörn vergnügt: Klarer Fall von «Sozial-Irrsinn» – oder? Warum faszinieren uns angebliche Missstände im Sozialwesen, wo es doch eigentlich ganz gut läuft?

Seit vier Monaten ist er auf hoher See und sorgt in Schweizer Boulevardblättern für Aufsehen. Ein verhaltensauffälliger Jugendlicher (14), der an einer sozialpädagogischen Massnahme teilnimmt. Der «Blick» nennt ihn den «Carlos von Schmerikon», sein Segeltörn wird als Ferienplausch kolportiert. Dabei sprechen die Kommentatoren nur über die exorbitanten Kosten, von einem möglichen Nutzen kein Wort. 



Auf der «Salomon» soll der nautische Drill, die enge Betreuung und die sozialen Lebensverhältnisse auf engem Raum geübt werden.

Auf der «Salomon» soll der nautische Drill, die enge Betreuung und die sozialen Lebensverhältnisse auf engem Raum geübt werden. (Bild: zvg/Jugendschiff)

Der Fall fasziniert und wirft schweizweit hohe Wellen. Nun will das Jugendamt Bern, welche den Segeltörn verschrieb, die «Hochseesegelschule» abbrechen. Die Massnahme hätte «pädagogische Mängel», sagen Jugendamt-Mitarbeiter. Der Zeitpunkt ist hochbrisant. Ausgerechnet nach der Berichterstattung zum «Luxus-Segeltörn» interveniert die Behörde – Zufall oder Öffentlichkeitsdruck? Es hat nichts mit den Kosten zu tun, sagt das Jugendamt gegenüber der «NZZ».

Wo bleibt die Sachlichkeit?

«Sozial-Irrsinn» ist in aller Munde, das Wort hat längst Eingang in das Alltagsvokabular gefunden. Warum beschäftigt uns das Thema straffälliger Jugendlicher in sozialpädagogischen Massnahmen? Und warum können wir nicht einfach sachlich darüber reden?

Punkt eins ist die totale Diskurs-Verwirrung. Sozialhilfe und sozialpädagogische Massnahmen werden munter vermischt, dabei sind es komplett unterschiedliche Gebiete.

Die Sozialhilfe sichert das Existenzminimum, sie sorgt für alles, das «für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich» ist – so steht es in der Bundesverfassung. Die Höhe der Sozialhilfe ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich und orientiert sich an festgesetzten Parametern: Grundbedarf, Mietkosten, Kosten für Krankenversorgung. Der Fachverband Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) legt die Richtlinien fest, die für die meisten Gemeinden verbindlich sind. Die Mietkosten werden beispielsweise von den Gemeinden nach regional unterschiedlichen Kriterien bestimmt.

 

Von sozialpädagogischen Massnahmen spricht man dann, wenn es darum geht, jemanden zu behandeln, der beispielsweise psychische Probleme hat. Das können Massnahmen sein, die auf den ersten Blick erstaunen: Yoga, Reittherapie oder eben Segelausflüge. Häufig helfen diese Therapien, junge Erwachsene in die Gesellschaft zu integrieren.

Die sozialpädagogischen Massnahmen werden meistens von den zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) veranlasst. Ein klassisches Beispiel, wenn die Kesb eingreifen, ist häusliche Gewalt: Der neunjährige Robin wird zu Hause geschlagen. Eine Lehrerin bekommt davon Wind und informiert die Kesb. Dann entscheidet ein Gutachter, dass Robin in einem Heim platziert wird. Die Eltern sind Sozialhilfebezüger und können dieses Heim nicht bezahlen – also muss die Sozialhilfe dafür aufkommen. Am Ende fallen die Kosten bei der Sozialbehörde der Gemeinde an.

Eine Flüchtlingsfamilie sorgt für Empörung

So oder so ähnlich könnte es sich in der Zürcher Gemeinde Hagenbuch abgespielt haben, wo sich die Betreuung einer Flüchtlingsfamilie auf 60’000 Franken pro Monat belaufen haben soll (so berichtete der «Blick» vor zwei Wochen). Vier Kinder der Familien mussten in Heimen platziert werden, dazu kam die sozialpädagogische Betreuung – Zoo-Besuch inklusive. Der Fall sorgte schweizweit für Aufsehen und heizte eine Debatte über «Sozialfirmen» und die profitorientierte «Sozial-Industrie» an.

Und der Fall stiess eine Debatte darüber an, wie viel Gemeinden an Sozialausgaben zahlen sollen. Der Konflikt liegt darin, dass die Gemeinden die Sozialkosten – wie im Fall Hagenbuch – ungefragt zahlen müssen und in Einzelfällen unter der finanziellen Last ersticken. Früher, so die Kesb-Kritiker, hätten die Gemeinden selbst entschieden, welche sozialen Massnahmen notwendig seien, und deshalb seien die Kosten auch tief gehalten worden.

Das macht Sinn. Wenn die Gemeinde entscheidet, dann geht es oft in erster Linie darum, Kosten zu sparen.

«Die Devise heisst häufig: Es darf nichts passieren, aber es darf auch nichts kosten.»

SP-Nationalrätin Silvia Schenker 

Wie liefen die Entscheidungen der Vormundschaftsbehörde vor 2013? Ein Jurist, seine Sekretärin und einige Mitglieder des Gemeinderats entschieden, ob ein Kind, das häusliche Gewalt erlebte, aus der Familie genommen wurde. Man kennt sich in einer kleinen Gemeinde und weiss über schwierige Familien Bescheid. Die Personen entschieden häufig ohne fachliches Wissen, geleitet von subjektiven Eindrücken.

«Als die Vormundschaftsbehörde über die Gemeinden lief, gab es das Risiko, dass die Entscheide nicht primär nach fachlichen Kriterien getroffen wurden», sagt die SP-Nationalrätin Silvia Schenker. Sie arbeitet selbst bei der Kesb Basel-Stadt und kennt die Materie als praktizierende Sozialarbeiterin.

Die Vormundschaftsbehörde sollte professionalisiert werden, darüber «gab es im Parlament einen breiten Konsens», so Schenker. 2006 präsentierte der Bundesrat – damals unter der Ägide von Christoph Blocher – eine Revision zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht.

 

Nach Einführung der Kesb folgte rasch der erste Aufschrei: Die Behörde war völlig überlastet, zu bürokratisch und kostete zu viel. Im «Club» des Schweizer Fernsehens diskutierten betroffene Eltern über haarsträubende Fälle von Inobhutnahmen – der Fachbegriff für Kindesentzug. Die grundsätzliche Richtung zur Professionalisierung stimmte, aber auf dem Weg dorthin lief noch einiges schief.

Vor zwei Wochen flammte die Debatte mit ungekannter Empörung wieder auf. «Hilfe, die Helfer sind da» skandierte der «Blick», die Kesb treibe «Gemeinden in den Ruin», schrieb die «Basler Zeitung». Was ist daran, an dieser Kritik?

Ein Vergleich zwischen der Situation vor und nach der Kesb-Einführung ist schwierig. Die Verwaltungskosten der Sozialbehörde wurden früher anders verbucht als heute. Das heisst, man weiss nicht genau, wie teuer die Kesb ist – es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass die Kesb mehr Kosten verursacht als das frühere Vormundschaftswesen.

Das ist keine Überraschung: Es ging darum, die Behörde zu professionalisieren – und Fachkräfte haben ihren Preis. «Die Devise heisst häufig: Es darf nichts passieren, aber es darf auch nichts kosten», bringt es Silvia Schenker auf den Punkt.

Was bringt ein Segeltörn?

Die Therapien für verhaltensauffällige Jugendliche dienen auch der gesellschaftlichen Sicherheit und schaffen sozialen Frieden. Es gibt Studien, die das belegen. Eine Untersuchung aus der Schweiz zeigt beispielsweise, dass die Folgekosten von psychisch Erkrankten massiv gesenkt werden, wenn frühzeitige Massnahmen getroffen werden.

Und trotzdem regen sich die Gemüter, wenn die hohen Kosten für extravagante Therapien genannt werden. Peter Sommerfeld von der Hochschule für Soziale Arbeit kennt dieses Problem.

«Die mediale Empörung untergräbt die Wertebasis einer demokratischen Gesellschaft und spielt insofern rechten Kräften in die Hände.»

Peter Sommerfeld (Hochschule für Soziale Arbeit)

Er sieht ein Defizit darin, dass die Soziale Arbeit so wenig Anerkennung in der Gesellschaft geniesst: «Der Berufsstand der Sozialarbeiter wird zu wenig erklärt. Es bräuchte klarere Darstellung und Begründungen, weshalb eine bestimmte Massnahme getroffen wird.»

Leichter gesagt als getan. Was bewirken denn Segelausflüge für schwererziehbare Jugendliche konkret? Sommerfeld hat darüber eine Dissertation geschrieben. Es sei schwierig, den Nutzen in wenigen Sätzen zu erklären. «Kurz gesagt geht es darum, junge Erwachsene oder Jugendliche mit massiven sozialen Schädigungen in ein geschlossenes soziales System zu bringen, in dem sie aufeinander angewiesen sind.» Dadurch würden Entwicklungen angestossen, die gewisse soziale Defizite beheben, sagt Sommerfeld.

Immer und immer wieder erklären

Der Jugendstraftäter «Carlos» zog vor genau einem Jahr das mediale Interesse auf sich. Im Zentrum der Berichterstattung stand damals ein Sondersetting für 29’000 Franken pro Monat, welches ein Jugendanwalt in Auftrag gab. So viel Ausgaben für einen Messerstecher? Die Bevölkerung konnte nicht nachvollziehen, weshalb dies nötig war. Die Zürcher Justizdirektoren setzten das Sondersetting ab – unter dem Druck der Öffentlichkeit.

Dann, Anfang dieses Jahres, folgt ein neues Gutachten im «Fall Carlos»: Das Sondersetting sei berechtigt gewesen. Mit etwas tieferen Kosten wurde «Carlos» in ein Setting nach Holland verfrachtet. Und in der Presse folgte die Erkenntnis: Vielleicht waren die teuren Massnahmen für «Carlos» gar nicht so verkehrt. Seitdem flaute der mediale Sturm ab.

Offenbar braucht es Erklärungen dafür, was sozialpädagogische Massnahmen nutzen – immer und immer wieder.

Die Debatte, wie sie zurzeit ablaufe, sei «ein Spiel mit dem Feuer», sagt Peter Sommerfeld. «Die mediale Empörung untergräbt die Wertebasis einer demokratischen Gesellschaft und spielt insofern rechten Kräften in die Hände.»

SVP mit Tatendrang, SP mit Abwehrmechanismen

Die SVP zeigt Tatendrang und fordert – inmitten der Empörungswelle über den «Sozial-Irsinn» – eine Sozialhilfe-Reform. Zufall? Der Fall Hagenbuch, Ausgangspunkt der Debatte, wurde von einer verzweifelten SVP-Gemeindepräsidentin angestossen.

Gegenüber der NZZ sagte SVP-Nationalrat Thomas Müller: «Am gegenwärtigen System verdient eine ganze Sozialindustrie gut, inklusive Rechtsanwälten. Auch die Fachhochschulen sind mitschuldig, welche für die Ausbildung der Sozialarbeiter zuständig sind.»

In der Aussage werden sämtliche Themenbereich als buntes Potpourri vermischt: Sozialhilfe, soziale Massnahmen, Soziale Arbeit. Das Thema wird von rechtskonservativer Seite intensiv bewirtschaftet. Und was sagen die anderen Parteien?

Die SP hat im Nationalrat Vorstösse eingereicht, die Transparenz fordern und mehr Erkenntnisse zur Kesb. Die Sozialhilfe wird vehement verteidigt, allerdings fehlen der SP die überzeugenden Argumente gegen den «Sozial-Irrsinn».

Was fehlt, sind handfeste Gründe, weshalb ein Segelausflug für schwererziehbare Jugendliche sinnvoll wäre. Denn: Was passiert, wenn der «Carlos von Schmerikon» nicht in eine Therapie-Massnahme versetzt wird? Dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er später viel höhere Kosten verursacht: kein Job, Sozialhilfe oder gar Gefängniskosten.

Konversation

  1. Viele AkteurInnen im Sozial-Teig sind der Auffassung – vermutlich aus beruflichen Gründen – dass es unabhängig der Kosten und sonstiger Anstrengungen eines jeden Rechts ist, von der Gesellschaft aufgefangen zu werden, egal, was sein/ihre eigener Beitrag oder Leistung dazu ist. Das sehen berechtigterweise all jene nicht so, die sich selber aus schwierigen Krisen und Problemsituation selber heraus gekämpft haben oder unter höchsten Anstrengung sich ‚decent‘ Lebensqualität unter hohen Aufwändungen erarbeiten. Es kann definitiv nicht zu Lasten genau jener Leute gehen, die eben die Unterstützung der Gesellschaft mit hoher Eigenleistung und Effort nicht in Anspruch nehmen. Jeder hat, egal welche Bedingungen und Herkunft, ab einer gewissen Grenze seine eigene Verantwortung für sein Leben zu tragen. Die Frage ist also nicht, die professionelle Sichtweise was getan werden kann zu rechtfertigen, sondern zu erklären, wie weit es zu Lasten von anderen Menschen gehen kann. In diesem Kontext kann sich ein Berufstand nicht einfach nur auf seine Professionalität berufen, sondern hat einen Auftrag der Gesellschaft umzusetzen, welche ihren Lohn bezahlt. Hier scheinen sich gewisse Entfremdungstendenzen zu offenbaren. Nicht alles Machbare ist auch das, was gemacht werden soll. Es ist Zeit, dass diese Akteure wieder ihres Auftrages bewusst gemacht werden und ensprechend geführt werden. Heute ist dies definitiv nicht mehr der Fall, da zu viele daran verdienen.

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    1. «…wie weit es zu Lasten von anderen Menschen gehen kann.» Das ist m.E. die schwierige Frage. Zu Lasten der Steuerzahler? Zu Lasten des Opfers? Zu Lasten der Sicherheit aller?
      Fragen, die im gestrigen Film «Recht und Gerechtigkeit» (SF) auch angesprochen wurden. Muss das Opfer einer Tat ertragen, dass die Aufmerksamkeit in erster Linie dem Täter gilt? Durch Prävention schützt man (mögliche) zukünftige Opfer, aber trägt dem Sühne-Gedanken wenig Rechnung. Schwierig.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  2. Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten.

    Art. 27 Herabsetzung oder Ausschluss der Entschädigung und der Genugtuung.

    „Die Entschädigung und die Genugtuung des Opfers können herabgesetzt oder ausgeschlossen werden, wenn das Opfer zur Entstehung oder zur Verschlimmerung der Beeinträchtigung beigetragen hat“.

    http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20041159/index.html#a27

    Wie gesagt, es ist eben nicht so einfach, wie dies z.B. SVP-Kreise versuchen darzustellen, in dem sie Halbwahrheiten zu verbreiten. Ein Opfer kann durchaus auch Täter sein!

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    1. Übung:
      Sie sitzen am keyboard, schreiben grad Ihren kommentar … kommt einer rein samt seiner hunzmiesen kindheit und klopft Ihnen zweidrei auf die rübe.

      Schädelhirntrauma, milzriss, glasauge, gebrochener wirbel …

      Schreiben Sie einfach entspannt und sachlich weiter, 5-fingersystem.
      Alles weitere ist gesellschaftlich irrelevant, ein rein privates schicksal.
      (so kam’s rüber)

      Täter sind spannender – die bieten mehr.
      Vielleicht ist Ihnen aufgefallen: ich schreibe auf zwei niveaus, bewusst. Ich lasse teilhaben an meiner emotionalen befindlichkeit – und ich deklariere meine rationale einstellung zur thematik.
      Jede noch so elaborierte therapie ist mE gerechtfertigt – je früher je besser.
      Erlenhof zb ist ein sauguter ort mit absolut fähigem personal.
      Und ja klar, jeder täter ist auch ein opfer – viele opfer sind auch täter. Spätestens auf dem niveau der gesamtgesellschaft ist das eh so. umsomehr hätte ich erwartet, dass die filmer – und um die geht’s mir primär – das spürbare unbehagen an der thematik durch einen klaren optikwechsel ausgleichen/auffangen.
      Insofern war die umsetzung extrem unbefriedigend.
      (das war ja wohl nicht wirklich ernstzunehmen mit der narkose?)

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  3. Interessanter Gedanke, der mit dem Narkotisieren, nur muss dabei der Körper konstant versorgt und überwacht werden. Das entsprechende Equipment und Personal würde wohl mindestens soviel kosten. Am Günstigsten sind immer noch selbständig verantwortlich handelnde Personen, das muss das Ziel bleiben. Es ist ja nicht so, dass irgend jemandem tausende Franken gegeben und gesagt wird: Hier, jetzt benimm dich mal anständig. Das System kostet so oder so viel, ob Haftstrafe oder Therapie. Zurück zum Gedanken: Evtl. wäre Einfrieren günstiger als Narkotisieren….

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  4. Wer gestern Abend den Film von Hanspeter Bäni „Zwischen Recht und Gerechtigkeit“ gesehen hat, der dürfte spätestens dann realisiert haben, dann dieses komplexe Problem mit gestrauchelten Jugendlichen nicht mit ein paar Worthülsen abgetan werden kann. Es ist einfach, aus der warmen Stube und hinter dem Computer sitzend, kleingeistige Bonmots von sich zu geben. Ganz im Gegenteil: ich ziehe meinen Hut vor all denjenigen Männern und Frauen, die sich mit Taten für diese auf die schiefe Bahn gekommenen Jugendlichen einsetzen. Wer es schafft, wieder in die Gesellschaft intergriert zu werden, der gibt dieser mehr zurück, als seine Wiedereingliederung gekostet hat!

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    1. Und die ganze toa-dimension blieb dabei völlig ausgeblendet: peinlich bis kläglich.
      Ein zynisches statement dazu, dass sich das «wir» daran orientiere, was ihm die geschichte prospektiv mehr bringt … profiteure wir alle!
      Kein wort zur opfer-problematik, ausser, dass sich jemand die 20’000.- wiedergutmachung nicht leisten könne, harrharr … polemisch: wenn man ihn einen monat narkotisieren würde, liessen sich damit locker 29’000.- sparen – dann hätte er schon mal die minimalst-summe für ein lebenslänglich invalidisiertes opfer.
      Gruss an den genialen stubenhocker-schreiberling.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    2. toa?
      ein nicht nur den frohen filmern und den diversen protagonisten
      nichts als ein sperriges fremdwort …
      meint täter-opfer-ausgleich – dito eine gesellschaftliche verpflichtung!

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  5. @ J. Schulthess
    Das bestreitet ja auch niemand. Es werden einfach so viele Menschen kommen, bis wir es wirklich nicht mehr bezahlen können, auch die finanziell günstigere Varianten. Und wir sollten den Tag nicht abwarten, bis er gekommen ist, sondern vorausschauend agieren.

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
Alle Kommentare anzeigen (10)

Nächster Artikel