Kanton soll Betreuungs-Chaos beenden

Eltern, die ihre Kinder über Mittag betreuen lassen wollen, erleben oft das grosse Chaos. Das soll sich nun ändern, findet der Grosse Rat.

Einen Kindergarten zu finden, der den eigenen Bedürfnissen entspricht, ist in Basel-Stadt gar nicht so einfach.

Das Durcheinander bei der Betreuung von Kindergartenkindern könnte sich bald lichten. Der Grosse Rat stimmte einem Vorstoss von SP-Grossrat Kaspar Sutter zu, der ein flächendeckendes Angebot an Tagesstrukturen fordert.

Der Parlamentarier findet, dass Eltern ungleich behandelt werden. Je nachdem, wo sie ihre Kinder in den Kindergarten schicken, können sie Glück oder Pech haben. Denn rund 40 Prozent der Kindergärten in Basel-Stadt bieten keine Tagesstrukturen an, das heisst, sie sind zum Beispiel an keinen Mittagstisch angeschlossen.

Welche Schulen und Kindergärten ein Tagesstruktur-Angebot haben und welche nicht, sehen Sie auf unserer interaktiven Karte:

Das Kantonsparlament überwies Sutters Anzug am Mittwochabend sehr deutlich mit 71 zu 15 Stimmen. Die Regierung muss nun innerhalb von zwei Jahren prüfen, wie sie das Problem lösen will, und dem Grossen Rat Vorschläge unterbreiten.

Konkret fordert Sutter, dass beim Schulhaus Sevogel bis 2020 eine Tagesstruktur anzubieten sei und dass bis 2023 alle Kindergarten-Standorte an eine Tagesstruktur oder einen Mittagstisch angeschlossen werden sollen. (jes)

Konversation

  1. Interessant, dass gerade im Kleinbasel so viele KiGa KEINE Tagesstruktur haben. Andere Frage: Kann eine Familie mit ca. 4500.- Einkommen es sich leisten, das Kind beim Mittagstisch anzumelden?

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