Keine kürzeren Wochen für Basler Staatsangestellte

Die Basler Regierung erachtet die Forderung der Staatsangestellten nach einer 40-Stunden-Woche für unangemessen. Sie werden auch in Zukunft zwei Stunden mehr arbeiten müssen, als gewünscht.  

Die Arbeitsbedingungen beim Kanton sind nach Ansicht der Basler Regierung bereits attraktiv genug – auch ohne 40-Stunden-Woche. 

Lange Gesichter bei den Basler Staatsangestellten: Die Regierung erteilt der Petitionsforderung nach einer 40-Stunden-Woche eine Absage. «Die geltende Regelung entspricht der Norm der anderen Kantone und auch aus dem Vergleich mit der Privatwirtschaft ergibt sich kein Handlungsbedarf», lautet die Begründung in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Basler Regierung ist der Ansicht, dass der Arbeitgeber Basel-Stadt «über nach wie vor sehr attraktive Rahmenbedingungen verfügt». Dazu würden auch die flexible Arbeitszeitenregelungen zählen, welche ideale Voraussetzungen für eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie schaffen.

Vergangenes Jahr sammelten acht Staatspersonalverbände Unterschriften für eine 40-Stunden-Woche. Ihr Argument: Das Staatspersonal habe mit der Erhöhung des Rentenalters, der Kürzung des Dienstaltersgeschenks und der höheren Beteiligung an der Nichtberufsunfallversicherung zum finanziellen Erfolg des Kantons beigetragen und verdiene dafür Wertschätzung. Die Regierung sieht das offensichtlich nicht so.

Konversation

  1. Immerhin ist die Forderung nach der 40 Stundenwoche beim „Staat“, schon sehr alt (Anzug Max Allemann in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts). Und alt ist leider auch, dass über die beim „Staat“ real herrschenden Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten offenbar alle bestens Bescheid und es besser wissen (das ist wie beim Fussball). Allerdings haben die Staatspersonalverbände die Forderung auch nicht besonders offensiv begründet, wenn sie argumentieren, dass das Staatspersonal mit der Erhöhung des Rentenalters, der Kürzung des Dienstaltersgeschenks und der höheren Beteiligung an der Nichtbe-rufsunfallversicherung zum finanziellen Erfolg des Kantons beigetragen habe und dafür Wertschätzung in Form einer Reduktion der täglichen Arbeitszeit um 24 Minuten verdiene. Dass sich die (immer noch) rotgrüne Regierung auf diesen Ablasshandel nicht eingelassen hat, ist betrüblich. Und betrifft letztlich nicht nur das Staatspersonal.

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  2. Ihre weitreichenden Hintergrundinformationen mit beachtlichem Tiefgang zu fast allen Themen, Herr Meier, beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Ich denke, dass es daher das Mindeste ist, dass sich mal ein Leser der Tageswoche bei Ihnen für Ihr wertvolles Halbwissen bedankt, an dem Sie uns täglich teilhaben lassen! Haben Sie schon mit dem Gedanken gespielt, sich als letzter noch lebender Universalgelehrter von der Unesco schützen zu lassen?

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  3. BRAVO, gerade die Kantons-Angestellten die sicher keinen schlechten Lohn kassieren wollen noch weniger arbeiten, jeder andere Büetzer muss sich auch nach der Decke strecken und zum teil mehr als 42 Stunden schaffen und hat einiges weniger in der Lohntüte als die Mitarbeiter vom Kanton, wenn ich nur an der Polizist denke der vor Gericht zog wegen 4.10 Zuschläge die er mit seinem Dicken Lohn laut Reglement auch nicht zu gute hat!

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    1. Ja, Herr Grouven, da haben Sie aber zu einem messerscharfen Argument gegriffen. Wenn es den „Büezer“ schlecht geht, dann soll es auch den anderen schlecht gehen. Welch eine Logik.

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  4. Vermutlich ist es vielen Staatsangestellten einfach zu langweilig, ich habe da noch kaum jemanden gesehen der wirklich hart arbeitet. Ausser vielleicht die Herren an der Front bei der Kehrichtabfuhr oder den Strassenreinigern. Aber alles was reine Verwaltung und Büros angeht, da regiert die Ineffizienz und Langeweile. Zudem eine gesicherte Rente und PK, vom Steuerzahler saniert. Es wird ja auch laufend ausgebaut und immer noch mehr Verwaltungsangestellte, die den anderen die wenige Arbeit streitig machen.

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    1. Lieber peter meier, als ehemaliger VPOD-Sekretär hatte ich mit verschiedenen Urteilen und Vorurteilen über Staatsangestellte zu tun, aber dabei ist mir nie eine solche Bündelung von Ignoranz und Dummheit begegnet wie in ihrem Beitrag. Vielleicht sind Sie sehr alt und verbittert, vielleicht auch sehr jung und unwissend, vielleicht ist Ihnen mal jemand von der Verwaltung auf den Schlips getreten oder vielleicht sind Sie ein sogenannter Troll, der einfach nur pöbeln und provozieren will. Wie dem auch sei, ich hoffe, Sie sehen, dass ich mich ernsthaft bemühe, hinter Ihr Problem zu kommen…..

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