Lukas Ott wird neuer Stadtentwickler

Der Stadtpräsident von Liestal erhält eine der renommiertesten Amtsstellen in Basel-Stadt.  

Der Stadtpräsident Lukas Ott wurde heute Vormittag vor den Medien als neuer Stadtentwickler präsentiert. (Bild: lukasott.ch)

Lukas Ott, der Stadtpräsident von Liestal (Grüne), wird neuer Kantons- und Stadtentwickler in Basel-Stadt. Das gab Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) heute Vormittag vor den Medien bekannt.

Der Politiker wird am 1. Dezember die Stelle antreten, die seit dem Rücktritt von Thomas Kessler im Januar vakant ist. Gleichzeitig will Ott als Liestaler Stadtpräsident zurücktreten.

Ott ist Soziologe und hat im Bereich Politik geforscht. Für Ackermann «ideale Voraussetzungen für die herausforderungsreiche Stelle».

Update folgt.

Konversation

    1. Was ist bazhaft daran, solche Entscheide zu hinterfragen?
      Seien Sie ehrlich zu sich selber: Hätte ein FDPler/LDPler/CVPler das Selbe getan, hätten Sie sicher auch ähnliche Gedanken.

      Ich finde es immer sehr heikel, wenn man politische Freunde in solch ein Amt befördert oder nimmt. Man muss sich da ehrlich fragen, ob da das Parteibüchlein nicht wichtiger war, als andere Dinge.

      Kritisch Dinge und Vorgänge zu hinterfragen hat nichts mit BaZ, Blocher oder Rechts zu tun, es gehört zum mündigen (Stimm-)Bürger. Finde ich.

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    2. Die Kommentare haben doch in etwa folgenden Inhalt.
      Frau Ackermann kann/soll/darf keinen ihrer Gesinnung nahestehende Person (kein Grüner, kein SPler, kein Bastaler, kein Politiker) für diesen Job auswählen. Ich folgere daraus dass sie auch für weitere anstehende Personalentscheidungen sich an diese Regeln zu halten hat, ansonsten muss man mit Vetterliwirtschaft usw. rechnen.
      Selbstverständlich darf man Tätigkeiten von öffentlichen Personen hinterfragen, darum geht es gar nicht. Es geht um die Gesinnung mit der man diesen Personen begegnet.
      Man ist gar nicht gewillt einer Person eine Chance zu geben, man unterstellt ihr schon von vorneherein luschere Methoden.
      Warum Sie mir unterstellen dass ich bei einem FDPler, einem LDPler oder einem CVPler andere Gedanken hätte weiss ich nicht und gehen in eine ähnliche Richtung. Sie unterstellen mir einfach etwas, dass Sie nicht wissen, sondern das Sie einfach mal annehmen.

      Frau Arslan behauptet einfach mal aus dem hohlen Bauch dass es den meisten so geht.
      Es würde mich interessieren woher sie diese Weisheiten nehmen und über das Denken anderer soviel Bescheid wissen.

      Ich übrigen kenne ich Herrn Ott nicht (ausser vom Hörensagen und Lesen) und kann und will über ihn auch nicht urteilen, aber Herr Meury weiss natürlich, dass es nicht klug ist einen Politiker in dieses Amt einzubinden. Warum er das weiss entzieht sich meiner Kenntnis, das sind aus meiner Sicht nur Vorurteile und sonst nichts. Es gibt vermutlich zur Zeit niemanden der sich zur Zeit eine gültige Meinung bilden KANN. (wollen schon aber nicht können)
      Wäre es nicht sinnvoller und auch ein bisschen anständiger auch Personen, die man vielleicht nicht mag etwas voreingenommener zu begegnen und nicht schon jegliches Tun von vornherein zu kritisieren?
      Es entzieht sich übrigens meiner Kenntnis wie Herr Ott ausgewählt wurde, hat es eine Stellenausschreibung gegeben etc.?
      Geben wir doch Herr Ott und Frau Ackermann eine Chance.

      Im übrigen wird man ja gefragt was man darüber denkt… und das denke ich darüber.

      Es liegt mir fern Sie zu beschuldigen oder mich mit Ihnen zu streiten.

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    3. Sie haben völlig recht, Roland Stucki. Früher musste man einen Leserbrief zur Post bringen und wenn man Glück hatte, wurde er veröffentlicht. Heute kann man in den Medien einfach abladen. Bei der TaWo ist das besonders einfach, wird der Kommentar per subito freigeschaltet. Aber auch die TaWo ist nicht ganz unschuldig daran. Hat jemand zum Inhalt eines Artikels Nichts zu sagen, schreibt aber, dass der Artikel „toll, lesenswert, interessant“ sei, dann wird man trotzdem „Empfohlen“. Das befeuert. Der Markt der Eitelkeiten ist gross…
      Für die Stelle Stadtentwickler gab es schiints 40 Bewerbungen. Nebst dem Vorwurf Vetterliwirtschaft gibt es auch noch den Begriff des Futterneids…

      Honi soit qui mal y pense…;-).

      Wünsche Ihnen einen schönen Tag!

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  1. Nepotismus unter den Grünen, nein, Gott bewahre….

    Es könnte natürlich von Elisabeth Ackermann auch ein geschickter Schachzug sein. Lukas Ott hat sich als Stadtpräsident von Liestal stark gemacht für die Auslagerung von Teilen der Universität. Er wollte damit den Standort Liestal aufwerten. Jetzt kann er sich für diese Idee nicht mehr politisch engagieren und Baselland verliert damit eine prominenten Verfechter und Fürsprecher. Ergo kann die Universität in ihrer Gesamtheit in Basel gehalten werden. Das ist der Vorteil, wenn man Teile der »Gegnerschaft« einbindet. Damit hat Ackermann für die Universität unmittelbar einen Mehrwert geschaffen. Ansonst bezweifle ich, ob es klug ist einen ehemaligen Politik in dieses Amt einzubinden. Ein Kantons- und Stadtentwickler sollte ein grosses Mass an Unabhängigkeit geniessen.

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    1. Also es hätte genau so ein „Gschmäggle“ wenn das Herr Cramer oder Dürr machen würden. Das möchte ich noch klarstellen.

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    2. Man kann das natürlich so sehen. Aber man kann es auch als Glücksfall betrachten, dass der neue Stadtentwickler schon selber einem Städtli vorgestanden ist.

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