Neuer Riesenpark auf der Erlenmatt

Mit dem Projekt «Stadtterminal» will der Kanton auf der Erlenmatt einen grossen Park bauen, der vor allem Jugendlichen offen stehen soll. Die Überbauung der 9100 Quadratmeter grossen Fläche kostet rund 20,5 Millionen Franken.

Blick aus einer anderen Perspektive auf die Wellenbauten des geplanten Parks «Stadtterminal». (Bild: Kanton Basel-Stadt)

Mit dem Projekt «Stadtterminal» will der Kanton auf der Erlenmatt einen grossen Park bauen, der vor allem Jugendlichen offen stehen soll. Die Überbauung der 9100 Quadratmeter grossen Fläche kostet rund 20,5 Millionen Franken.

Mehr attraktiver Freiraum: Unter diesem Schlagwort beschloss die Basler Regierung am Dienstag die Vorlage für das Projekt «Stadtterminal» auf der Erlenmatt. Auf der heute praktisch brach liegenden Fläche sollen vor allem Jugendliche zum Zug kommen.

In zwei Gebäuden kommen eine Trendsporthalle, ein Jugendcafé und Gruppenräume für Jugendliche zu stehen. Der Kostenpunkt für die Überbauung: rund 20,5 Millionen Franken. Zubetoniert soll das Areal aber nicht werden. Auf dem rund 9100 Quadratmeter umfassenden Gelände würde rund ein Viertel mit einem Baumhain versehen, wie Projektleiter Alexander Reder vom Planungsamt sagt.

Fertigstellung 2018 möglich

Das Konzept mit dem Fokus auf Jugend-Nutzung sei in enger Zusammenarbeit mit dem Erziehungsdepartement entstanden, so Reder. Mitunter soll die Trendsporthalle ein Ersatz für den wegfallenden Standort beim Eglisee sein.

Reder geht davon aus, dass die Vorlage im Frühjahr 2015 in der zuständigen Kommission des Grossen Rates behandelt werden kann. Laufe alles gut, soll bis im Sommer ein entsprechender Grossratsbeschluss für den Bau vorliegen: «Optimistisch eingeschätzt kann das Areal bis Mitte 2018 fertiggestellt sein», so Reder. 

Auch ein Platz für Konzerte

Der Platz mit den zwei Gebäuden in Wellenform bietet auch eine grosse asphaltierte Fläche, wo unter anderem Konzerte und weitere Freiluft-Veranstaltungen stattfinden können, so Reder. Die Regierung schreibt in ihrer Mitteilung, dass der Stadtterminal «vor allem Jugendlichen über die Quartiergrenzen hinaus einen attraktiven Freiraum bieten wird».

Der «Stadtterminal» von Koeber Landschaftsarchitekten wurde 2012 als Sieger im Projektwettbewerb des Kantons gekürt. Die Absicht des Kantons, einen Ersatz für Zirkusstandplätze auf dem Gelände zu bieten, wurde im Lauf des Wettbewerbs aufgegeben. Seither lag der Fokus beim Projekt «Stadtterminal» vor allem darauf, dass Jugendliche den zusätzlichen Freiraum nutzen können.



Das Areal des «Stadtterminals» heute: Eine grosse Brache.

Das Areal des «Stadtterminals» heute: Eine grosse Brache. (Bild: Google Streetview)

Konversation

  1. Goldener Käfig wäre wohl die treffendere Bezeichnung als Freiraum. Ein weiterer Schritt der Stadt Basel zur sozialdemokratisch-kapitalistisch-totalitären Utopie. Welcome to the BSDR:

    Danke Empfehlen (0 )
  2. Ich wurde zu Beginn in die Begleitgruppe eingeladen und habe diese Kopfschüttelnd verlassen… Damals sollte noch der ganze Platz aus Wellen (Warum wtf Wellen?!?) bestehen und meine Frage, ob die direkt angrenzenden Wohnungen und Parterre-Nutzungen im Planungsprozess berücksichtigt werden, wurde verneint. Lärmprobleme sind bereits jetzt vorprogrammiert! Der Platz wird nie lebendig bespielt werden können. Es gelten wohl auch hier die gängigen Spielregeln. Schade, dass die Behörden immer noch glauben, dass „Freiraum“ (oh wie ich dieses Wort hasse!) gebaut werden kann. Dabei wären doch die Schlagworte: Aneignung mit einem hohen Mass an Eigeninitiative und auf Seiten der Behörden Prozessbegleitung u. -support.

    Dem Pumpwerk gönne ich die neue Location. Die Ansprüche an den Platz zeugen hingegen von Naivität. Die Versprechen und damit verbundenen Hoffnungen werden wohl nie erfüllt werden. Sie sind schlicht eine sehr teure Mogelpackung, die für viel Frust sorgen wird!

    Der Platz ist ein Schmuckstück, bei dem das ’sich damit schmücken‘ wichtiger sein wird, als das Benutzen.

    Danke Empfehlen (0 )

Nächster Artikel