Noch kein Kistenvelo getestet? Gute Nachrichten

Basel hat grosse Ambitionen, was das Velofahren angeht. Mit einer Sommeraktion sollen junge Familien vom Autokauf abgehalten werden. Das «Kistenvelo» ist so beliebt, dass die Aktion nun sogar verlängert wird.

Hallo, Velo! Die jungen Familien sind vom «Kistenvelo» schnell überzeugt.

(Bild: Senso)

Basel hat grosse Ambitionen, was das Velofahren angeht. Mit einer Sommeraktion sollen junge Familien vom Autokauf abgehalten werden. Das «Kistenvelo» ist so beliebt, dass die Aktion nun sogar verlängert wird.

Mehr Velos – das ist die Devise des Kantons. Bereits heute werden 16 Prozent aller Wege, die die Menschen in Basel zurücklegen, mit dem Velo erradelt – und das Amt für Mobilität will diesen Wert noch steigern. Es fördert die Begeisterung fürs Zweirad deshalb gleich bei den Jüngsten: Diesen Sommer werden wieder zehn Testvelos Modell «Bakfiets» kostenlos an Familien verliehen.

Die Elektrovelos mit rosa lackierter Holzkiste für den Transport von Kind und Kegel können für jeweils zwei Wochen probegefahren werden. Bakfiets-Interessierte können sich dafür bei der Aktion «Basel Unterwegs» bewerben.

«Wir wollen gerade junge Familien, die zuvor hauptsächlich mit dem Velo unterwegs waren, davon überzeugen: Es ist nicht nötig, sich ein Auto zu kaufen, sobald man Kinder hat», erklärt Kathrin Grotrian vom Amt für Mobilität das Ziel der Sommeraktion. Bis zu 100 Familien probieren in einem Sommer das Kistenvelo aus. Dieses Jahr ist das Interesse so gross, dass die Aktion verlängert wird: Sie dauert bis Ende Oktober statt bis Ende September.

Tolles Velo, aber: teuer

Obwohl die Aktion gut ankommt, zögern die Familien mit dem Kauf des Kistenvelos im Anschluss an die zwei Testwochen, erzählt Grotrian. Der Hauptgrund: Das flotte Velo kostet 4500 Franken und die haben nicht alle mal eben so.

Deshalb gibt es einen Zustupf aus den Förderbeiträgen des Amtes für Umwelt und Energie für energiesparende Projekte: Bis zu 1000 Franken kriegen Kistenvelo-Freudige an ihr neues Transportmittel bezahlt. «S het solang s het» ist über die Endlichkeit der Zustüpfe auf der Website zur Aktion zu lesen.

Konversation

  1. Bezüglich der hohen Kosten gibt es durchaus Alternativen. Ich empfehle das Cargovelo der Hamburger Firma http://www.xyzcargo.com. Wir haben uns dieses Bike kürzlich gekauft (2400 € inkl. Regendach, Upgrade Schaltung). Das Bike besteht vollständig aus zusammengeschraubten Aluprofilen und ist so leicht, dass man ohne Motor und mit zwei Kindern im Korb alle massgeblichen Steigungen in Basel meistert (ausser zum Sonnenbad :-). Geliefert wird das Bike montiert (120 € Versandkosten). Ein in jeder Hinsicht lohnender Kauf auch hinsichtlich der Tatsache, dass man beim Kauf oder allfälligen Problemen ( gab es noch keine) immer den Entwickler und Firmeneigner Till Wolfer am Telefon hat, und nicht von einem Grossisten abgespeist wird. Wir haben den Kauf noch keine Sekunde bereut.

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  2. Ich habe langsam aber sicher den Eindruck, dass, da ich ein Auto brauche, in Basel nicht mehr erwünscht bin. Und dieses Gefühl befremdet mich, und ich weiss, ich bin nicht der Einzige. Auch dies ist eine Art von Rassismus und Extremismus, von einzelnen Kreisen in Basel bewusst gesteuert. Schade und beängstigend zugleich.

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