Osttangente: Bund stellt endlich sein Lärmschutzprojekt vor

Die jahrelange Warterei der Anwohnerschaft auf Lärmschutzmassnahmen bei der Osttangente hat ein Ende. Das Bundesamt für Strassen präsentiert am Freitag ein Projekt. 

Mehr Lärmschutz für die Osttangente: Der Bund reagiert nun.

Seit Jahrzehnten ist die stark befahrene Osttangente eine Belastung für die Anwohnerschaft. Besonders Bewohner der Schwarzwaldallee, des Eisenbahnwegs im Hirzbrunnen-Quartier sowie des Breite- und Lehenmattquartiers fühlen sich von den Immissionen gestört. Die «IG Ausbau Osttangente – so nicht!» verlangt seit 2010 beim Bundesamt für Strassen (Astra) mehr Lärmschutzmassnahmen entlang der Osttangente – bis jetzt allerdings ohne Erfolg.

Das soll sich nun ändern. Gemäss Informationen der TagesWoche werden das Bundesamt für Strassen und das Bau- und Verkehrsdepartement die Anwohnerschaft morgen Freitag über geplante Lärmschutzmassnahmen informieren.

Neuer Belag geplant

Wie das Projekt konkret aussieht und wann die Arbeiten starten, will Astra-Sprecher Guido Bielmann noch nicht sagen, einzig: «Um den gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutz zu erreichen, wird auf der Osttangente im Rahmen der kommenden Sanierungsarbeiten ein lärmmindernder Strassenbelag eingebaut und Lärmschutzwände werden erneuert oder erhöht.» Im Anschluss an die Sitzung wird das Astra zusammen mit dem Bau- und Verkehrsdepartement über den aktuellen Stand des Lärmschutzprojektes informieren.

Just am Tag vor dem Treffen übt auch die Politik Druck in Sachen Lärmschutzmassnahmen für die Osttangente aus. Am Donnerstag überwies der Grosse Rat mit 80 zu acht Stimmen eine Motion von Dominique König-Lüdin (SP) an die Regierung. Sie fordert «griffigen Lärmschutz entlang der Osttangente» – so etwa die Einhausung der Osttangente West in der Breite.

Konversation

  1. Immerhin etwas. Jetzt müsste nur noch etwas gegen die Abgase gemacht werden. Da sehe ich nur als Sofortmassnahme eine Einschränkung des Transitverkehrs oder eben die Um- oder Unterfahrung Basels. Eigentlich ist es ja schon skandalös, dass der ganze Nord-Süd-Strassen-Verkehr resp. der Eisenbahn-(Gefahren-)Gütertransport durch eine Stadt oberirdisch geleitet wird. Man sollte einfach mal anfangen, grösser zu denken. Aber Verkehr ist wichtiger als die Gesundheit des Menschen.

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