Petition fordert Basler Zahlungen für Opfer von Syngenta-Pestiziden

Rund hundert Aktivistinnen und Aktivisten verlangen von der Basler Politik einen grundlegenden Kurswechsel im Umgang mit ansässigen Konzernen wie dem Agrarunternehmen Syngenta.

Die Aktivisten stellten sich im Hof des Basler Rathauses während der Übergabe der Petition tot.

200’000 Menschen – einmal die Bevölkerung des Kantons Basel-Stadt. So viele Personen sterben laut Medienmitteilung der NGO MultiWatch Basel pro Jahr an den Folgen einer Pestizidvergiftung. Und mit rund 20 Prozent Marktanteil ist das Basler Agrarunternehmen Syngenta der grösste Pestizidkonzern weltweit.

Mit der Petition «Nicht in unserem Namen, Basel!» verlangen deshalb rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten von der Basler Regierung und dem Grossen Rat

«den Stopp einer Standortpolitik im Interesse der Konzerne mit gleichzeitigem Ausblenden der politischen Konsequenzen in den Ländern des Südens».

Konkret gefordert werden etwa die Behandlung von Syngenta-Pestizid-Opfern mittels eines Basler Reparationsfonds, die Einrichtung eines agrarökologischen Instituts an der Universität Basel oder «die Kündigung des Steuerdeals mit Syngenta».

Syngenta hält in einem Statement fest, dass es «keinen Zusammenhang zwischen Pflanzenschutzmittel-Vergiftungen und unserem Marktanteil» gebe. Ausserdem nehme man die «Produktverantwortung» sehr ernst. (nü)

Konversation

  1. Dieses Anliegen müssten die Aktivisten wohl in China anbringen bei ChemChina, die werden sich sicherlich darum kümmern.
    Vielleicht müssen die 200‘000 vermeintlichen Opfer auch gegen die Überlebenden aufgerechnet werden, sprich all Jenen denen dank verbessertem Ernteertrag oder nicht ausgefallenen Ernten es besser geht. Die Agragkonzerne sind keine sozialen Institutionen, aber auch keine Unternehmen des Teufels. Die Menge an Menschen steigt und steigt. Überbevölkerung ist unser Problem und nicht der Einsatz von Pestiziden.

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