Polizei beobachtete Party am Wiesenufer bis zum Morgengrauen

250 Menschen feierten in der Nacht von Samstag auf Sonntag am Ufer der Wiese eine unbewilligte Party. Zuvor hatte die Polizei die Feierwilligen aus der Innenstadt vertrieben.

Konsequentes Auftreten vs. friedliches Feiern.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

250 Menschen feierten in der Nacht von Samstag auf Sonntag am Ufer der Wiese eine unbewilligte Party. Zuvor hatte die Polizei die Feierwilligen aus der Innenstadt vertrieben.

Bis am frühen Morgen pumpten am Wiesenufer die Bässe, tanzten und tranken die Menschen. Es war eine beachtliche Feiergemeinde, die sich dort am Rand der Stadt versammelt hat. Rund 250 Menschen haben sich eingefunden, obwohl die Party von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet wurde.

Während Veranstalter und Teilnehmer davon sprechen, dass «endlich wieder einmal eine gute Party» stattfinden sollte, bezeichnet die Kantonspolizei den Anlass in einer Medienmitteilung vom Sonntag als «unbewilligte Kundgebung mit erheblichem Gewaltpotenzial».

Entsprechend mächtig fiel die Polizeipräsenz aus. In der Mitteilung ist die Rede von «konsequentem Auftreten», dank welchem die Kundgebung verhindert werden konnte.

Vermehrte Personenkontrollen

Teilnehmer äussern sich gegenüber der TagesWoche zur Feier am Wiesenufer: «Es war klar eine Party», sagt einer der Beteiligten. 

Die locker vernetzten Organisatoren hatten am frühen Abend zwei verschiedene SMS mit der Uhrzeit und den Treffpunkten Rosentalanlage und Horburgpark in Umlauf gebracht. An beiden Standorten waren Organisatoren anwesend, welche die Teilnehmer zum Pumpwerk führen sollten.

Dort war die Feier geplant. Zur Ortsverschiebung kam es aber nicht, da die Polizei sowohl an den beiden Treffpunkten als auch beim Pumpwerk Personenkontrollen vornahm. Alle Personen wurde laut Polizeiangaben vor Ort entlassen.

Nur bei der Rosentalanlage wurde eine Person festgenommen. Dies habe aber keinen Zusammenhang mit den Vorkommnissen vom Samstag, so Polizeisprecher Andreas Knuchel. «Die Person war zur Festnahme ausgeschrieben.»

Nach dem Aufruhr an den verschiedenen Standorten herrschte Unklarheit: «Viele kleinere Gruppen irrten umher und wussten nicht genau, wo sie nun hin sollten», erzählt ein Teilnehmer, der mit einem lose organisierten Kochkollektiv Verpflegung für die Veranstaltung organisiert hatte. 

An der Erlenstrasse habe er beobachtet, wie vor einem besetzten Haus in Anwesenheit von acht Kastenwagen eine Person festgenommen und deren Soundanlage sichergestellt wurde. Die Polizei bestätigt, dass die Soundanlage vorübergehend in eine Polizeiwache gebracht wurde. Die angehaltene Person sei vor Ort wieder entlassen worden.

Friedliche Feier

Die Feiergesellschaft hat sich später ans Wiesenufer verschoben. Obwohl der Polizei verschiedene Meldungen vorlagen, die auf eine erhöhte Gewaltbereitschaft hindeuteten, verlief die Feier friedlich. Nur ein Lagerfeuer musste am Samstagmorgen von der Berufsfeuerwehr aus Sicherheitsgründen gelöscht werden. Zudem wurden ein Pfefferspray, Spraydosen und kleine Mengen Marihuana sichergestellt. 

Konversation

  1. @Standbye

    Die Redaktion kennt meinen Namen und meine Angaben, so rechtsfrei ist es hier drin auch mit einem Pseudonym nicht.

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  2. Wenn her Nägelin bei einem ähnlichen Verein wie Frau Mück wäre und Boykott von israelischen Produkten und Künstlern (!!!!!) unterstützt oder dulded ubd Vorstösse im Grossen Rat macht, man möge die Zusammenarbeit mit Firmen beenden, welche in Jerusalem eine Strasenbahn bauen, wie würden sie diese Einstellung dann nennen?

    Oder ist es etwas anderes, wenn dies eine Linke macht?

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    1. ich mag’s im kontext! möglichst ohne polemik.
      (Sie wissen das eigentlich: was jemand in der legislative einbringt – oder in der exekutive ausübt, sind zwei paar stiefel)

      extrakt aus dem selbstbeschrieb des jüdischen museums … dem ersten im deutschsprachigen raum:
      «…Dokumente zu den Basler Zionistenkongressen und Originalbriefe von Theodor Herzl, Erfinder des „Judenstaats“, zeigen Basel als Stadt, die Weltpolitik gemacht hat»

      insofern ist basel immer auch herzl-city – daran wird niemand was ändern wollen – bestimmt keine engagierte regierungsrätin.

      persönlich: ich hab mich gegen die rückschiebung/ausweisung von basler musikerInnen israelischer provenienz eingesetzt.
      ferner unterstütze ich ideell/mit federkiel sämtliche israelisch-palästinensischen gemeinschaftsprojekte (sind für mich die eigentlichen local heroes!), gönne mir palästinensisches olivenöl und verzehre gelegentlich eine jaffaorange.

      bauern ohne not willentlich das grundwasser abzusenken, sie damit ihrer ökonomischen existenz zu berauben, gar ihr land zu enteignen: ist&bleibt ein absolutes no-go.
      (und ist in keinster weise eine frage der religionszugehörigkeit, sondern des politischen systems)

      heidi mück setzt sich für eines ein: die anliegen auch des/r «minderen» erdbewohners/in («mit ohne lobby»). und sowas wiederum braucht basel.

      … und sie hat keinen strippenzieher

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    1. @chröttli

      Weder extrem Linke noch extrem Rechte gehören in einen Regierungsrat.

      Das Pamphlet (wie Sie es nennen), das Frau Mück mitträgt, hätte übrigens auch der Herr mit Schnauz vor 80 Jahren ohne Zögern unterschrieben.

      Und dass wir solche Leute in einer Basler Regierung nicht wollen, das würden wahrscheinlich auch Sie bejahen.

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    2. David Klein wurde rechtskräftig wegen Verstosses gegen die Antirassismus-Strafnorm verurteilt. Eventuell sollte er sich mit Polemiken zu diesem Thema zurückhalten.

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    3. @heimgartner

      doch nicht verschwunden, ha!

      nun, Ihre referenzperson verfügt da zwar über breite erfahrung, wie man seine kommentare subito ins versteckte abfasst, was aber nicht etwa mit dem nonexistenten antisemitismus der tawo zu tun hat, sondern mit dem benimmkodex der community an sich. irgendwelche haltlosen anti-unterstellungen in sämtliche himmelsrichtungen oder hasstiraden gens vogelauge bringens einfach nicht sonderlich (auch wenn er vielleicht ein verschmähtes triangel-genie sein sollte – oder eher maultrommel, was weiss ich)

      ich mag diese pamphlete nicht – und ich mag vorab die permanente verunglimpfung nicht.

      heidi mück engagiert sich auch für «kleinere» (ha!), «schwächere» menschen – jene ohne eigene lobby – und so jemanden kann basel gut brauchen.

      (zudem ist sie – im gegensatz zu so manchem – professionell genug, ihr persönliches engagement der öffentlichen verantwortung einer regierungsrätin jederzeit hintan zu stellen … was ich viel weniger mag: die unbenannten strippenzieher bei so mancher austauschbaren marionette)

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  3. @simcha
    genau das ist das problem: mein erkenntnis-gewinn in dieser geschichte tendiert zackig gegen null.
    was war denn da?
    darum die vorgestellte verstörungstheorie.
    was wozu & hä?!
    (warum grad jetzt im vorwahlgetümmel?)

    (ehrlich gesagt weiss ich nicht mal, auf welcher seite denn da die gewaltbereitschaft siedelt – kultiviere aber so meine vermutungen. unser kontaktfreudige imsi kätscher war glaub auch an der fete)

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  4. „Chröttli“: Die „nackte Kanone“ des kryptischen Kommentars.

    Erheiterungsgrad: „Hoch“ (wie bei Kinder-Geburtstagen). Wahrheitsgehalt: „Tief“ (wie bei Tupperware-Parties).

    Summasummarum: Bald ist „Santiglaus“. Ihr Einsatz steht bald bevor (sie sollte sich besser darauf vorbereiten).

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  5. @d.h.r. pinsel b.

    die nackte wahrheit
    (nur für Sie – nur hier & exklusiv)
    nun, die knapp 250 «freunde der polizei» im grösseren einzugsgebiet haben ihren spontanen aufruf gestartet, nachdem ihnen zu ohren kam, der eine oder andere habe mächtig kalte füsse bekommen angesichts des baldigen abschieds von ihrem häuptling. so organisiert man spontan auch mitten im november ein herzerwärmend solidarisches tiefenfeuer für den begleitservice an der mob-front.

    auf nebelpetarden und gummischrot wurde am gemeinsamen abschiedsfeschtli aus wahltaktischen gründen für einmal verzichtet – gerne möchte auch ich hier in stillem gedenken ausrufen:

    o’zapft is

    (das wird schon noch mit Ihrer hüpfburg – auch für menschen wie Sie wird doch wohl was zu finden sein)

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