Schlimmer als die Hitze: Baselbiet trocknet seine Bäche aus

Kleine Baselbieter Gewässer leiden im Sommer immer häufiger unter Wassermangel. Der Kanton verschärft das Problem mit seinem Abwasserkonzept.

Mit dem neuen ARA-Konzept gräbt der Kanton seinen kleinen Bächen das Wasser ab. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Wenig Regen, viel Hitze – für die kleinen Baselbieter Bäche ist das ein grosses Problem. Ebenso für die Fauna: Die Behörden müssen immer wieder ganze Gewässer ausfischen, weil ihnen das Wasser ausgeht.

Dass trockene Sommer immer häufiger auftreten, ist die eine Sache, wie der Baselbieter Jagd- und Fischereiverwalter Holger Stockhaus gegenüber dem «Regionaljournal Basel» sagt. Die andere, dass der Kanton mit seinem geplanten Abwasserkonzept alles noch schlimmer mache.

Aus Kostengründen will Baselland kleinere Abwasserreinigungsanlagen (ARA) zu grösseren zusammenschliessen. So fliesst das gereinigte Abwasser nicht mehr in jene Bäche, aus deren Quellen es als Trinkwasser zuvor entzogen wurde, sondern weiter unten direkt in einen Fluss.

«Regionaljournal Basel»:Oberbaselbieter Bäche drohen auszutrocknen

Konversation

  1. Ob „gereinigtes Abwasser“ nun gerade Badequalität hat, bin ich mir nicht so sicher. Die kleineren Kläranlagen können auch schneller umkippen und dann produzieren sie selber eine üble Brühe. In der Natur sind grössere Strukturen stabiler, auch was hier die biologische Nachklärung des Wassers betrifft.
    Vielleicht wären Stauseen, aus denen man dann langsam vertrocknende Bäche speisen würde, sinnvoller.

    Danke Empfehlen (0 )

Nächster Artikel