So reagiert die Siegerin des Tages: Sibel Arslan (BastA!) im Video-Interview

Sibel Arslan betont nach ihrer Wahl in den Nationalrat, wie schwierig es ist, als Migrantin und junge Frau politisch Karriere zu machen.

Sibel Arslan zum Einzug in den Nationalrat: «Ich habe gesagt, wir sind antigrau und jetzt gehe ich dorthin, wo alles graue Herren sein werden.»

Sibel Arslan betont nach ihrer Wahl in den Nationalrat, wie schwierig es ist, als Migrantin und junge Frau politisch Karriere zu machen.

Sie lagen sich in den Armen, sie schluchzten, vergossen dicke Tränen und sie stöhnten «Sibel, Sibel» – der Anhang der überraschend in den Nationalrat gewählten kurdischstämmigen Basta-Frau Sibel Arslan wurde nach der Bekanntgabe von der Wahl von Emotionen überwältigt.

Für Arslan selber blieb es ein surrealer Moment. Im Blitzlichtgewitter lächelte sie stumm, kämpferisch wurde sie erst wieder im Interview mit der TagesWoche. Sie, und damit meint sie nicht nur sich, sondern alle Basler Migranten, die sie vertreten will, sei ignoriert, ausgelacht und bekämpft worden. Doch jetzt steht sie als Siegerin dar.

Konversation

  1. Das war wohl eher der Anti-BaZ-Reflex. Mit anderen Worten: die Basler Stimmbevölkerung hat nicht zugelassen, was die SVP-nahe BaZ wollte: Sibel Arslan mundtot zu machen. Die Baslerinnen und Basler haben klar gezeigt, dass sie sehr wohl hinter einer engagierten und bestens integrierten Secondo stehen. Es macht Freude, in einer Stadt zu wohnen, wo Menschen aller Nationen willkommen sind! Wenn Arslan nur so halb viel Power an den Tag legt wie der farblos-freisinnige, nicht wieder gewählte Daniel Stolz, dann wieder sie in 4 Jahren garantiert wieder gewählt!

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  2. Wenn die mit den meisten Stimmen gewählt worden wären, würden nächstes Jahr 5 SPler aus Basel im Nationalrat sitzen. Weder Frehner noch Eymann hätten den Einzug geschafft! Soviel zur „verkorksten“ Schweizer Wahlarithmetik, die noch dazu von einem Basler erfunden wurde.

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  3. Auch als Bürgerlicher möchte ich Frau Arslan gartulieren und wünsche ihr viel Erfolg. Auch wenn ich mit Ihr das heu garantiert nicht auf derselben Bühne habe. … O.k. das mit dem Erfolg nehme ich dann doch zurück 😉
    Und auch ich bin froh, dass in BS die Schweizerische Vollpfosten Partei nicht reüssieren konnte.

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    1. Gewählt wurde: Herr Mustafa Atici (auch ein Migrant) mit 15’771 Stimmen. Das ist mehr als doppelt so viel, als Frau Arslan an Stimmen gemacht hat.

      Trotzdem darf sie sich auf über eine halbe Million Franken in den nächsten vier Jahren freuen.

      Sie haben sicher eine vernünftige Erklärung dafür. So ist das System?

      Abgesehen davon: Von dem Herrn Atici redet schon heute kein Mensch mehr. Spricht für sich.

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  4. „Bewegen wird sie nichts. Dafür ist sie zu dünn ausgerüstet“

    Gott sei Dank sind nicht alle gewählten Politiker so gestrickt wie Sie, ansonsten brauchten ja nicht viele nach Bern zu gehen.

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  5. Zitat «Liveticker»:

    «Sibel Arslan ist gewählt mit 7233 Stimmen. Die Zweitplatzierte auf der Liste Grünes Bündnis ist Mirjam Ballmer mit 6842 Stimmen. Mustafa Atici, der auf der SP-Liste kandidierte, erhielt 15’771 Stimmen».

    Soviel zu: Basel hat «gewählt».

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  6. Ich möchte mich den Worten von Herrn/Frau (?) Melony gerne anschliessen. Als Basler der im nach rechts ausrutschenden Kanton Aargau wohnt bin ich einmal mehr stolz auf meine „Vaterstadt“ Basel. Wenn ich mir jetzt überlege, dann bin ich ja auch ein sogenannter „Secondo“. Mein Vater, Jahrgang 1911, erhielt 1932 das Basler Bürgerrecht. Ich bin 1939 in Basel geboren, ein echter Secondo also. Allerdings aus dem Norden, nicht aus dem Süden oder Südosten kommend. Ich wünsche Frau Aslan viel Erfolg in Bern. Es wird nicht einfach werden für Sie. Trotzdem, wenn Sie dann einmal bei passender Gelegenheit mit der Faust auf das Rednerpult im Nationalratssaal schlagen werde ich mich freuen. Man wird es im ganzen Land hören!

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