SP Baselland tritt jetzt mit Hänggi statt Münger an

Prominenter Wechsel auf der Nationalratsliste der Baselbieter SP: Daniel Münger tritt trotz Nomination nicht zu den Wahlen an. Münger begründet den Rückzieher mit einem Jobwechsel.

SP-Mann Daniel Münger (links) will aus beruflichen Gründen doch nicht mehr für den Nationalrat kandidieren. An seiner Stelle übernimmt Christoph Hänggi (rechts). Das Bild entstand anlässlich der Baselbieter Regierungsratswahlen 2015, als es Münger und Regula Nebiker (Mitte) nicht schafften, den SP-Sitz in der Regierung zu halten. (Bild: Patrik Straub)

Prominenter Wechsel auf der Nationalratsliste der Baselbieter SP: Daniel Münger tritt trotz Nomination nicht zu den Wahlen an. Münger begründet den Rückzieher mit einem Jobwechsel.

Prominenter Wechsel auf der SP-Nationalratsliste im Baselbiet: Kandidat Daniel Münger zieht sich zurück. Stattdessen übernimmt nun Christoph Hänggi. Hänggi ist Co-Vizepräsident der Partei, Landrat und Direktor des Musikautomatenmuseums in Seewen. An der Nominationsveranstaltung der Partei wurde Hänggi als Überzähliger nominiert; jetzt darf er auf die Liste nachrücken.

Münger begründet seinen Rückzieher mit einem Jobwechsel. Der gescheiterte SP-Regierungsratskandidat ist derzeit Zentralsekretär der Gewerkschaft Syndicom, die sich um die Berufsfelder Medien und Kommunikation kümmert. Münger soll neu die Leitung des Sektors Logistik bei der Gewerkschaft übernehmen.

Ein wesentlicher Jobwechsel: Damit hat Münger neu die Verantwortung für «den wichtigsten Sektor» der Gewerkschaft inne. Dazu gehören die Post, die postnahen Betriebe wie Kurierdienste und ein Teil des Strassentransports. Damit ist Münger als Chef für die politische Ausrichtung und die Gesamtarbeitsverträge eines Sektors mit rund 30’000 Mitgliedern verantwortlich.

Auch ohne Nationalratsmandat Einfluss in Bern 

Zum neuen Job Müngers gehören auch Mandate im Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) sowie in weiteren eidgenössischen Kommissionen. Trotz seines Rücktritts von der Nationalratsliste der Baselbieter SP wird Münger also auf jeden Fall eine Rolle in Bern spielen.

Persönlich begründet er den Rücktritt damit, dass er wegen des Jobwechsels keinen Wahlkampf mehr führen könne, wie er es sich wünsche. Die Verantwortung des Sektorleiters Logistik bei der Syndicom würde ihn zu stark auslasten: «Obwohl mir die Partei mit den Erwartungen an den Wahlkampf sehr entgegenkam, muss ich sagen, dass ich weder meinen Ansprüchen noch denen der SP gerecht werden könnte.»

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Eine Übersicht über die Baselbieter Nationalratskandidaten folgt im Juni, wenn mit der CVP die letzte grosse Partei ihre Kandidierenden nominiert hat. Hier gehts zur Übersicht über die Basler Kandidaten. In Baselland sind sieben Nationalratsmandate zu vergeben, in Basel-Stadt fünf.

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