Was macht eigentlich die Christoph Merian Stiftung mit ihrem Geld? Die Antwort

Ein Leser oder eine Leserin wollte wissen: Was macht eigentlich die Christoph Merian Stiftung mit ihrem Geld – und wer beaufsichtigt sie? Wir sind der Frage nachgegangen.

(Bild: Nils Fisch)

Ein Leser oder eine Leserin wollte wissen: Was macht eigentlich die Christoph Merian Stiftung mit ihrem Geld – und wer beaufsichtigt sie? Wir sind der Frage nachgegangen.

Im Rahmen unserer Rubrik Stadtgespräch hat uns folgende Frage erreicht:

Was macht eigentlich die Christoph Merian Stiftung mit ihrem Geld – und wer beaufsichtigt sie?

Unsere Antwort:

Die Christoph Merian Stiftung (CMS) wurde im Jahr 1857 vom Basler Kaufmann und Landwirt Christoph Merian (1800–1858) und seiner Ehefrau Margaretha Merian-Burckhardt (1806–1886) testamentarisch gegründet. Hauptzweck der CMS ist gemäss Testament die «Linderung der Noth und des Unglückes» und die «Förderung des Wohles der Menschen» in der Stadt Basel.

Die CMS weist gemäss Jahresbericht 2016 eine Bilanzsumme von rund 368 Millionen Franken aus. Rund drei Viertel des Vermögens, zu dem auch zweckgebundene Fonds und unselbstständige Stiftungen gehören, sind in Liegenschaften gebunden. Der Rest ist in Wertschriften angelegt. Vergangenes Jahr erzielte die CMS einen Gewinn von rund 11,5 Millionen Franken.

Bürgergemeinde hat Aufsicht

Rund 4,6 Millionen Franken gab die CMS letztes Jahr für Projekte im sozialen Bereich aus (beispielsweise Fördergelder für die Budgetberatung Plusminus oder die Anlaufstelle für Sans-Papiers). 1,7 Millionen Franken zahlte die Stiftung im Bereich der Natur (Merian Gärten) und 2,6 Millionen Franken für die Kultur (LiteraturBasel oder Theaterfestival). Die vollständige Liste mit den finanziellen Engagements der CMS ist im Geschäftsbericht 2016 der Stiftung nachlesbar.

Beaufsichtigt wird die CMS von der Bürgergemeinde der Stadt Basel. Strategisch geleitet wird die Christoph Merian Stiftung von einer siebenköpfigen Stiftungskommission, die vom Bürgerrat gewählt wird.

Berichte der TagesWoche über die Christoph Merian Stiftung:

Stadtgespräch
ist ein aktuelles Projekt, in dem die Leserinnen und Leser uns Anregungen geben, worüber wir schreiben sollen. Im Sinne von: Leser fragen, wir recherchieren. Wir haben in einem Testlauf 30 konkrete Fragen erhalten und 6 davon ausgewählt. Moment: Was ist mit den anderen 24 Fragen, werden die einfach gekübelt? Ja, das lässt sich leider nicht vermeiden. Wir sagen Ihnen gerne, weshalb. Lesen Sie hier, wie das alles vonstatten geht.

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