Wie Europa verteidigen, wenn Trump mit Putin kuschelt?

Es ist nicht alles schlecht: Die Wahl von Donald Trump zwingt Europa, sich stärker mit seiner militärischen Verteidigung zu befassen. Der Blick gen Osten zeigt, dass das auch dringend nötig ist.

epa05455316 A view of a graffiti mural by Lithuanian artist Mindaugas Bonanu depicting US Republican presidential candidate Donald Trump (R) kissing Russian President Vladimir Putin on the wall of a barbacue restaurant Keule Ruke in Vilnius, Lithuania, 04 August 2016. EPA/VALDA KALNINA

(Bild: Keystone)

Es ist nicht alles schlecht: Die Wahl von Donald Trump zwingt Europa, sich stärker mit seiner militärischen Verteidigung zu befassen. Der Blick gen Osten zeigt, dass das auch dringend nötig ist.

Es kann wie Trost für die eigentlich Untröstlichen erscheinen: Donald Trumps Wahl zum nächsten amerikanischen Präsidenten hat der europäischen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik einen Schubs für ein näheres Zusammenrücken verabreicht. Da kann einem Goethes Wort vom Bösen in den Sinn kommen, das stets Böses wolle, aber – gemäss idealistischer Zuversicht – stets oder oft oder manchmal indirekt auch das Gute schaffe.

Am vergangenen Montag versammelten sich die EU-Aussen- und Verteidigungsminister und brachten einen weiteren Schritt – von ein paar Zentimetern – in Richtung Vergemeinschaftung der nationalen Militärsektoren zustande, und zwar ohne Vertragsänderungen und darum ohne Volksabstimmungen.

Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini beruhigte noch vor dem Treffen, man habe nicht die Absicht, eine gemeinsame Armee, wie in den Jahren 1950–1954 vergeblich versucht, zu schaffen, aber: Es werde eine «Superpower» geschaffen, die an Multilateralismus und Kooperation glaube.

Auf dem Massnahmenpaket klebt immerhin die Etikette «Verteidigungsunion»; Harmonisierung der Kommandostruktur, gemeinsame Transport- und Sanitätskapazität und Kooperation in Rüstungsfragen sind beabsichtigt. Es wird sich zeigen, ob dies eine der üblichen Ankündigungen ist, deren Verwirklichung lange auf sich warten lassen. Daran ist aber nicht die EU schuld, das hat die nationale Selbstbezogenheit der EU-Mitglieder zu verantworten.

Wie der desaströse Ausgang der amerikanischen Wahlen hat auch der Brexit in Sachen Verteidigungsgemeinschaft seine gute Seite.

Da könnte das kritische Wort des Historikers Herbert Lüthy in den Sinn kommen: Er hat angesichts des langsam voranschreitenden europäischen Einigungsprozesses schon in den 1950er-Jahren von einem Tausendfüssler gesprochen, der mit seinen zahllosen Gliedern an Ort tritt.

Wie der desaströse Ausgang der amerikanischen Wahlen hat auch der Brexit in Sachen Verteidigungsgemeinschaft seine gute Seite: Ohne United Kingdom, das die Kooperationsanstrengungen in der Sicherheitspolitik stets erschwert bis blockiert hat, hofft man nun, leichter Fortschritte erzielen zu können. Die Briten waren am Treffen der 28 zwar noch dabei, sie machten aber in Anbetracht ihres bevorstehenden Abgangs keine Schwierigkeiten. Im Gegensatz zu den Binnenmarktfragen, wo Mehrheitsentscheide genügen, müssen Beschlüsse der Gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik (Gasp) einstimmig gefasst werden

Europa lässt sich schützen

Militärische Verteidigung kann man nicht denken, ohne an die Kosten zu denken. Dafür gibt es im Falle der europäischen Sicherheitspolitik spezielle Gründe. Europa lässt sich seit über einem halben Jahrhundert vor allem von der amerikanischen Supermacht schützen. Der eigene Verteidigungsbeitrag liegt weit unter den eigenen Zielvorgaben.

Die Beiträge sind in Anbetracht der Grössenverhältnisse und Wirtschaftsstärken höchst unterschiedlich: In absoluten Zahlen geben die USA rund 620 Milliarden Dollar für die Nato aus, die drei baltischen Staaten, die den Nato-Schutz besonders nötig haben, zusammen etwa 1,3 Milliarden.

Auch in Relation zum Bruttoinlandprodukt gibt es erhebliche Unterschiede in den Anteilen der Militärausgaben: In den USA betragen sie 3,61, in Lettland 1,45 Prozent. Deutschland wendet gar nur 1,19 Prozent auf, bezahlt damit aber immerhin nach den USA den zweithöchsten Beitrag. Die eigenen Vorgaben der europäischen Nato-Mitglieder von zwei Prozent sind mehrheitlich nicht erreicht. Auch die stolze Militärmacht Frankreich liegt darunter.

Das bisherige Engagement der USA in Europa folgte einem nicht-isolationistischen Verständnis von «America first».

Mogherini betonte, dass man bereits vor Trumps Wahlsieg und unabhängig davon die Erhöhung der Verteidigungsleistungen selbstständig beschlossen habe. Diese Leistungen sind schwach nicht nur wegen der zu niedrigen Verteidigungsbudgets, sie sind es auch darum, weil die Verteidigung nicht vergemeinschaftet ist. Beim jüngsten Treffen war darum davon die Rede, den Rüstungseinkauf verstärkt zu koordinieren, der von der Elektronik bis zu den Uniformstoffen eine ökonomische Sache ist.

Das bisherige Engagement der USA in Europa erklärt sich nicht mit uneigennütziger Hilfsbereitschaft, sondern folgte einem nicht-isolationistischen Verständnis von «America first»; es war also eine grosse Portion Eigeninteresse der Führungsmacht der freien Welt im Spiel. Zudem konnte der regierungsnahe militärisch-industrielle Komplex damit gut verdienen.

In Europa gab es im Übrigen immer wieder Versuche, eine von der Nato unabhängige eigene Verteidigungsstruktur (etwa mit der 1954 geschaffenen Westeuropäischen Union) aufzubauen. Diese Parallelität war aber gerade von den USA nicht gerne gesehen.

Finnland wird zurzeit mit gezielten Aktionen daran erinnert, dass es einmal zu Russland «gehört» habe.

Wenn es Trump bloss um «gerechtere» Verteilung der Verteidigungskosten ginge, könnte man seine signalisierten Vorbehalte sogar begrüssen. Andere Äusserungen zeigen aber, dass Trump bereit ist, Putin gegenüber eine entgegenkommende Haltung einzunehmen. Wie uns der Kreml unüberhörbar hat wissen lassen: Putin hat mit Trump bereits telefoniert und einen «partnerschaftlichen Dialog» angeboten. Er hat aber auch gegenseitigen Respekt und Nicht-Einmischung in die jeweiligen internen Angelegenheiten gefordert.

Das ist ein Hohn, wenn man bedenkt, wie sehr sich russische Kräfte in der Ostukraine oder in Georgien eingemischt haben. Es kommt eben darauf an, was als «innere» Angelegenheiten verstanden wird. Eine Faustpfandaktion in Estland könnte mit dieser Begründung durchaus im Rahmen des Möglichen liegen. Auch Finnland wird zurzeit mit gezielten Aktionen daran erinnert, dass es einmal zu Russland «gehört» habe.

Polen, das auch einmal zu Russland «gehörte», fühlt sich von Russland ebenfalls bedroht. Das hat wie Trumps Geraune auch eine gute Seite. Seiner Schutzbedürftigkeit stärker bewusst, wird dieses widerborstige EU-Mitglied in anderen Belangen (in der Flüchtlingspolitik oder im Umgang mit seinem Verfassungsgericht) vielleicht etwas entgegenkommender werden.

Unter der rechtsnationalen Regierung versucht Polen allerdings, mit Militarisierung der Gesellschaft zusätzliche Muskeln zu bilden. Es will eine paramilitärische Truppe mit über 50’000 Freiwilligen schaffen. Ob das, wie behauptet, die «beste Antwort» auf die von Russland ausgehende Gefahr ist, muss bezweifelt werden.

Vielleicht ist der europäische Westen bald wieder so weit, wie er in den 1930er-Jahren schon einmal war.

Bei westlichen Europapolitikern stehen Armeefragen nicht weit oben auf der Prioritätenliste, und sie entsprechen auch nicht dem, was man gemeinhin unter spezifisch europäischen Werten versteht. Da geht es primär um Ziviles, um das Wirtschaften, um kulturelles Schaffen, um Rechtsentwicklung u.a.m. Aber Krieg führen oder sich mindestens auf Krieg vorbereiten? Vielleicht ist der europäische Westen bald wieder so weit, wie er in den 1930er-Jahren schon einmal war.

Angesichts von nicht bloss fantasierten, sondern leider real bestehenden Bedrohungen insbesondere im Norden, im Raum der Ostsee, muss Europa, wenn auch contre cœur und im innereuropäischen Friedenszustand erfreulich unwichtig geworden, das Denken in militärischen Kategorien und die Verteidigungsdossiers in der Prioritätenliste weiter nach oben rücken.

Was hat Trump zur Nato von seinem Hotelzimmer in Cleveland aus eigentlich gesagt? Von Journalisten servierte Fragen gaben ihm Gelegenheit, Zweifel daran aufkommen zu lassen, ob er die unter Nato-Mitgliedern bestehende Beistandspflicht ernst nehme: Die Verteidigung der baltischen Staaten im Fall einer russischen Aggression machte er leichtfertig davon abhängig, «ob diese Nationen ihre Verpflichtungen uns gegenüber erfüllt haben».

Eine Aussage, die er danach gleich wieder dementieren liess. Jetzt, nachdem sie den Zweck (den Wahlsieg) erfüllt haben, wird solche populistische Vollmundigkeit wieder relativiert: doch kein Bau einer Mexiko-Mauer, doch «nur» noch zwei statt zehn Millionen Ausweisungen von illegalen Einwanderern, doch keine Abschaffung von Obama-Care, doch keinen Knast für Hillary, doch die Respektierung des Klimavertrags?

Wünschenswerte Inkonsequenz

Im Falle des Nato-Beistands wie im Falle der illegalen Einwanderer bleibt aber die Unsicherheit und es bleibt das intuitiv erzeugte Gefühl der Abhängigkeit von einem Autokraten. Nur Hillary Clinton muss wohl wirklich nicht befürchten, in Handschellen abgeführt zu werden.   

Diese Inkonsequenz müssen wir uns wünschen, obwohl es für einen Teil der Wählerschaft vielleicht heilsam wäre, wenn sie einmal das umgesetzt erhielte, womit der Kandidat die Unzufriedenen auf seinen Leim gelockt hat.

Noch-Präsident Obama hat die europäischen Partner bereits beruhigt, dass die USA auch weiterhin ihre Führungsrolle im Militärbündnis der Nato spielen werden. Bei dem eineinhalb Stunden dauernden Treffen mit Trump im Weissen Haus habe dieser sein grosses Interesse bekundet, an den «strategischen Beziehungen» der USA festzuhalten.

Die gegenwärtige Situation legt den einfachen Schluss nahe: Es genügt nicht, Europa politisch (vor allem mit der Abwehr gegen den Rechtsnationalismus) verteidigen zu wollen, es braucht leider auch militärische Verteidigung. Es muss aber auch die umgekehrte Einsicht geben, dass es nicht genügt, Europa nur militärisch verteidigen zu wollen. Und zuletzt eine weitere schlichte Einsicht: Die Geschichte ist nicht an ihrem Ende angekommen, und die Zukunft ist offen.

Konversation

  1. Auf den „Verschreiber“ in Sachen Georgien hat Sullivan Fisch verdankenswerterweise schon hingewiesen.
    (Unwissen oder bewusstes Russland-Bashing? Der Link auf Spiegel online lassen mich leider zweiteres befürchten.)

    Was mich noch interessieren würde: Was sind „europäische Werte“?
    Die Erklärung
    „Da geht es primär um Ziviles, um das Wirtschaften, um kulturelles Schaffen, um Rechtsentwicklung u.a.m.“
    ist mir viel zu vage.
    Und falls damit Handelsabkommen wie TTIP oder CETA gemeint sind: Sollten die Europapolitiker weiterhin darauf drängen, dann spielen sie damit direkt den Populisten und Rechtsnationalisten in die Hände, es sei denn die traditionell linken Parteien besinnen sich auf ihre Ursprünge, aber danach sieht es derzeit nicht aus. (Mögliche Ausnahme: Jeremy Corbyn; aber noch ist eine Mehrheit der Labour Parlamentarier mehr neokonservativ als an den Interessen der „Arbeiter“ interessiert).

    Was die (militärische) Sicherheit Europas anbelangt, schlage ich folgende Schritte vor:
    – Abbau der NATO-Panzer, -Flugzeuge und -Raketen-Batterien direkt an der Russischen Grenze und eine Wiederaufnahme eines echten Dialogs mit Russland inklusive Verzicht der Sanktionen. (Letzteres hätte auch einen positiven Effekt auf die Ökonomie.)
    – Stopp von Waffen-Exporten in Krieg führende Länder (speziell erwähnt seien hier die Länder des Nahen Ostens) und Stop von direktem oder indirektem Support wahhabitischer Terroristen in Syrien. (Es sei denn, man will den Flüchtlingsstrom konstant hoch halten und das Einsickern von Terroristen nach Europa weiterhin in Kauf nehmen.)

    Die Idee einer Streitmacht eines vereinigten Europas halte ich derzeit für einen feuchten Traum – völlig unrealistisch.

    Abschliessend noch ein paar Bemerkungen zur Illustration,welche dem Artikel vorangestellt wurde.

    Putin und Trump haben bisher gerade einmal telefoniert (vor wenigen Tagen). Vorher hatten sie keinerlei Kontakt.
    Dieses „Putin und Trump küssen sich wie ein schwules Paar“ Bild geistert aber bereits seit Monaten in den Medien. Es mag die von Hillary Clinton verbreitete Lüge des „Manchurian Candidate“ prima untermalt haben. Es bleibt aber eine Lüge, und Frau Clinton ist jetzt weg vom Fenster, also könnte man auch mit dieser blödsinnigen Illustration abfahren.

    Es ist nicht schön, dass Trump gewonnen hat. (Auch ein Sieg Clintons wäre sehr unschön gewesen.)
    Trump hat mehrfach verlauten lassen, dass er sich gute Beziehungen mit Russland wünscht. Ob er das Ernst meint, das muss sich erst noch zeigen. Aber es scheint, dass nur schon die Möglichkeit, dass es in diese Möglichkeit geht, diverse Leute inklusive dem Herrn Kreis ernsthaft beunruhigt. Warum eigentlich?

    Diese zutiefst menschenverachtende amerikanische Doktrin, dass es für die Vormachtstellung der USA wichtig ist, dass sich West-Europa (insbesondere Deutschland) und Russland zanken, mag Sinn machen für amerikanische Geostrategen, im Interesse Europas ist sie ganz sicher nicht!
    Warum die Politiker Europas und offenbar auch ein Grossteil der Journalisten dieser Länder daran fest halten, obwohl die „Kriegerin“ Clinton das Rennen nicht gemacht hat, das verstehe wer will, ich tue es nicht.
    Die Europäer sollten aufhören sich selber ins Knie zu schiessen!

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  2. Das Eigeninteresse der USA nimmt ab. Das lässt uns in Europa ungeschützt da stehen. Zumindest psychologisch! Europa liegt nun auf der Couch und kommt hoffentlich zu einer guten Therapie, die am Ende mit den getroffenen Massnahmen eine Genesung herbei führen wird!

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    1. Therapie und das andere haben eigentlich die gleichen Ziele: Erwachsen und selbständig werden.
      Früher wwar Lädelisterben, jetzt kommt Ländelisterben. In der USA hat das schon länger stattgefunden, Europa dürfte die nächste Gross-Struktur werden.
      Die Grossstrukturen haben weniger das Risiko, von kleinkarrierten Nationalisten und Hyperpatrioten okkupiert zu werden.
      Auch für Russland dürfte ein Krieg eigentlich zu teuer sein. Das Russland noch vor dem zweiten Weltkrieg und dasvon heute sind doch verschiedene Staaten. Es gibt wesentlich mehr wohlhabende Leue, die auch es schätzen. im Ausland Ferien zu machen. Und irgendwo dürfte halt der Wohlstand von Europa als Idee auch schon bis Russland angekommen sein, und seien es auch nur die „made in Germany-Autos“.

      Die Angst in der Unterhose ist da ein gutes Schweizer Merkmal, aber eigentlich ein schlechter Ratgeber.
      Im Wallis gab es die Familie Stockalper, die alten Basler Handelshäuser können da durchaus Vorbild sein.

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  3. Eine erste Phase lief ja auch bereits unter Obama, die USA haben angefangen die europäischen Bankenplätze zu zerstören. Auch der Schweizer Bankenplatz ist arg unter die Räder gekommen, weil sich jeder dem Diktat der Amerikaner fügt. Nun sind die grössten Schwarzgeldoasen unter US Hoheit und gut ist. Bereits seit Jahrzehnten reguliert die FDA das Medizinalgeschäft auch in Europa und sagt uns was Sache ist, was wir dürfen/müssen etc. Und ganz aktuell natürlich die Flüchtlingskrise, die USA blockt alles ab und beobachtet die die Flüchtlinge nach Europa strömen. Europa war schon immer der Spielball oder eben das Spielfeld der Grossmächte. Auch der nächste grosse Krieg wird wieder in Europa stattfinden, es liegt so schön zentral und ist doch weit genug weg von USA.

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    1. @peter meier
      Sie schreiben: „Europa war schon immer der Spielball oder eben das Spielfeld der Grossmächte.“
      Hat sich das nicht in letzter Zeit geändert? Ich meine dass sich die Spielfläche Richtung Naher Osten verschoben hat. Ich betrachte das für mich schon längere Zeit als dritten Weltkrieg. Ein Land nach dem anderen, das den Westmächten nicht passt oder wo viel im Boden verborgen liegt, kommt dran.
      Was meinen Sie?

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  4. Die Therapie wird damit enden. dass Europa sprich die einzelnen Staaten mehr Militärausgaben verzeichnen werden, die aber aufgrund einer balfigen Annäherung an Russland und der damit erstarkten Wirtschaft leicht getätigit werden können. Das neue europäische Gleichgewicht wird zu einer langen und nachhaltig friedlichen Zukunft auf unserem alten Kontinent führen.

    Die USA wird letztendlich die Militärausgaben zurück fahren, und eine dank dadurch ermöglichte Infrastruktur Erneuerung wird Amerika neue Arbeitsplätze und eine neue Jochklnjûktur beschähren!

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  5. Trump und „Trumpel“ (bitte englisch aussprechen!) sind etwa das Gleiche.
    Damit wird der Mann in der Szene mehr Geschirr zerschlagen als Serien von vernünftigen Präsidenten aufgebaut haben. Gegenüber Mexiko hat er leichtes Spiel, aber bei Israel und dem Nahen Osten könnte er eine Tasse zuviel zerschlagen, was für ihn den politischen oder auch realen Tod bedeuten könnte.
    Als Erstes dürfte er die Armee für teures Geld aufrüsten und dabei irgendwann feststellen, dass für soziale Dinge dann noch weniger Geld übrig bleiben wird.
    Als auch militaristischer Protzer hat er und seine Kumpanen das Risiko, sich wieder in so ein Vietnam oder Irak o.ä. verwickeln zu lassen, also in einen Krieg, der nicht gewinnbar ist mit militärischen Mitteln, sonder nur mit Vernunft und Diplomatie. Es könnte schwierig sein, diesem Krieg einen Schlusspunkt zu setzen, damit nicht auch der letzte Batzen in der US-Kasse noch sich verflüchtigt.
    Für Europa habe ich nicht so Bedenken, da es eigentlich ein „Kuba-Analogon“ der Gegenseite ist. Das weiss auch die USA. Sollte es mit Russland Zoff geben, ist es viel einfacher und billiger, von Europa aus zu agieren, als von der amerikanischen Ostküste aus.Dort bräuchte es „Weitwaffen“, hier genügen „Kurzwaffen“. Das war ja auch eigentlich der Kern des Problems von Kuba damals: Es hätte einen Übergriff auf die USA viel billiger gemacht. Schon für die Überfahrt hätte ein leicht modifiziertes Zürichsee-Schiff genügt, statt ein Hochsee-Riese.
    Russland hat bei aller Menge von alten Panzern das Problem, die eigenen Leute einigermassen vernünftig zu versorgen und benötigt dafür Devisen und Know-How.
    Das kann in dieser Art China noch nicht liefern, dafür braucht es einen westlichen vernünftigen Handelspartner.
    Auch hat Russland überhaupt Mühe, seine Bevölkerung zu ernähren. da sind die nordamerikanischen Getreidefelder halt doch noch relevant. ..und eventuell auch die europäischen. Dann wollen die besseren Russen auch wieder edel Skifahren und Shoppen, womit Europa bei geschickten Handeln wieder im Geschäft ist.
    Da hat ein „Trumpel“ aufgrund seiner doch inhärenten Blödheit bald verspielt, wenn er mehr seinem Trieb, statt der Vernunft folgt.

    In der Schweiz hat man so einen an sich überforderten Triebtäter vor einiger Zeit aus dem Betrieb entfernen müssen, wohl auch, damit er nicht noch mehr Schaden anrichtet.

    Damit stellt sich die Frage, wer will Präsident der USA werden nach dem „Trumpel“?

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  6. Wer Trump kennt (und das sind ja inzwischen die meisten von uns) weiss was er meint: Dass die amerikanisch initiierten Destabilisierungsversuche in den osteuropäischen Grenzstaaten von diesen Ländern selbst bezahlt werden müssen.

    Keine Leistung ohne Gegenleistung („Drain that Swamp“-Doktrin).

    Aber wie nimmt man seine Hände vorschriftsmässig aus den Hosentaschen, um seinen vielen Worten Taten folgen zu lassen?

    „Brüssel“ berät die Vorschrift zur Zeit.

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  7. Zitat „Das ist ein Hohn, wenn man bedenkt, wie sehr sich russische Kräfte in der Ostukraine oder in Georgien eingemischt haben.“ – Ja, wenn man genau bedenkt, dann müsste man feststellen, dass

    – z.B. Georgien: der damalige Staatschef – heute mehrfach verurteilt und aus seinem Heimatland aus diesem Grund geflüchtet – hat, in der Hoffnung auf Beistand von NATO und Konsorten, Südossetien angegriffen. Bisschen Hintergrund auch via Cableleaks: https://www.wsws.org/en/articles/2010/12/geor-d06.html

    – z.B. Ostukraine/Ukraine: der amtierende Präsident wurde unter obskuren Umständen und Toten von seinem Posten entfernt (Andere nennen das „Putsch“) und ziemlich bald danach wurde Russisch, das im Osten mehrheitlich gesprochen wird, verboten!

    Lieber Herr Kreis. Bei aller Hochachtung für ihre sonstigen Analysen, zu behaupten, dass „Europa [..] sich seit über einem halben Jahrhundert vor allem von der amerikanischen Supermacht schützen lässt [..]“ grenzt fast an Realitätsverschiebung.

    Die USA haben hier vor allem Militärbasen platziert, Ramstein, Aviano, Sigonella u.v.a.m.- haben hin und wieder für ihre Operationen für zivile Todesfälle gesorgt (z.B. Seilbahnunfall in Italien, Cavalese (1998)), oder verdeckte Operationen ausgeführt – und hier ist die Liste ellenlang!

    Und das nicht erst seit kurzem.

    Es sei daran erinnert, dass Frankreich 1966 aus der NATO *austrat* – nach verschiedenen, sagen wir so: Meinungsverschiedenheiten mit dem Überonkel Sam

    Und immer mehr kommt ans Licht, wo die Intelligenz-Dienste von drüben überall ihre Finger im Spiel hatten bei Destabilisierungsversuchen hier im „beschützten“ Europa: Frankreich (Algerienputschversuch 1961), Deutschland und Italien (RAF und Brigate Rosse) und so weiter und so fort.

    Wenn jetzt dieser Freund vermehrt mit sich selber beschäftigt sein wird, dann umso besser für uns alle!

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  8. @Dänny: Könnten Sie Ihren Gedanken etwas ausformulieren, so dass andere, meine Wenigkeit inklusive, ggf. auch verstehen, was Sie meinen? Oder geht es bei Ihrem Statement lediglich um das sinnentleerte Schüren einer diffusen Russlandphobie?

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