Wir sammeln Ihre Fragen und bringen sie zu den Kandidaten: Die #TaWoVeloTour

Sie wollen einen Regierungskandidaten löchern? Wir fahren durch die Stadt und sammeln Ihre Fragen ein.

Der TaWo-Fragen-Express: Matthias Oppliger ist für Sie unterwegs. Er sammelt Fragen der Baslerinnen und Basler und löchert damit die Kandidierenden für den Regierungsrat.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Sie wollen einen Regierungskandidaten löchern? Wir fahren durch die Stadt und sammeln Ihre Fragen ein.

Der Wahlkampf läuft, es vergeht kaum ein Wochenende, ohne dass irgendwo in der Stadt eine politische Standaktion stattfindet. Zwar können dort meist auch Kandidaten angetroffen und angesprochen werden, doch für inhaltliche Fragen bleibt zwischen Händeschütteln und Wahlempfehlung entgegennehmen kaum Zeit.

Wir bringen Ihre brennendsten Fragen deshalb direkt zu den Regierungsratskandidaten.

Sie wollten der Finanzdirektorin Eva Herzog (SP) schon lange einmal eine Frage zu den Steuern stellen? Wollen von Lukas Engelberger (CVP) wissen, weshalb die Gesundheitskosten ständig steigen? Und sie fragen sich, wie Baschi Dürr (FDP) die Sicherheit im Stadion für FCB-Fans gewährleisten will?

Dann kommen Sie am Dienstag an einen der folgenden vier Orte. Dort stehen wir mit Velo und Kamera, um ihre Frage einzufangen:

  • Marktplatz – 10 bis 11 Uhr
  • Petersplatz – 12 bis 13 Uhr
  • Schützenmattpark – 15 bis 16 Uhr
  • Claraplatz – 17 bis 18 Uhr

Konversation

  1. „zu ein bisschen mehr Wahrhaftigkeit “
    es ist immer dasselbe vor ist nicht nach den Wahlen.
    Beispiel: Fessenheim, Hollande hat versprochen diese
    bedenkliche kraftwerk still zulegen.. es läuft und läuft
    über seine zeit als Präsi der Grand Nation.
    ein bisschen mehr Wahrhaftigkeit, kommt man wenn man
    diese Schwätzer lings liegen lässt.
    ich will die wahrheit- und nicht ein bisschen.
    PS: Für die Lieferfahrten verweisen wir gerne an kundigere (und trittstärkere) Kuriere.
    ohne Angabet vom Stundenlohn- sowat
    zudem liebe TAWO trampt doch selber oder habt ihr keinen
    saft dazu?

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  2. Dieser Wahlkampf ist in Basel aktuell eher ein Wahlkrampf und ziemlich öd. Jetzt sollen, quasi aus letzter Not, die geneigten Tawo-LeserInnen den KandidatInnen Pfeffer in den Arsch blasen. Ich befürchte die gutgemeinte Tawo-Aktion wird ein Flop. Da wird sich nichts bewegen. Man wird die Fragen einem PR-Büro vorlegen (oder die RR-KandidatInnen ihrer Pressestelle), welche uns dann wohlgefönte Antworten und ein bisschen Blabla liefern. Man druckst sich um konkrete Antworten herum und hält alles im Ungefähren. Oder ist man bereit uns klaren Wein zur Spitalpolitik, den Kosten und der entsprechenden Prämienentwicklung einzuschenken? Bei der Unternehmenssteuerreform können uns die BefürworterInnen der dritten Reform genau und detailliert sagen, welche Auswirkungen die Reform für die Unternehmer haben wird und welche Einsparungen die Firmen erwarten dürfen. Bei den Krankenkassenprämien weiss man nicht einmal, ob sich die neue Spitalpolitik überhaupt positiv auf die zukünftige Prämienentwicklung auswirken könnte. Irgendwie ist das den RR- und GR-Kandidaten aber auch egal. Was kümmern uns die Volkssorgen. Auch die neue Spitalpolitik und das entsprechende Verhältnis und Zusammenwirken mit dem Kanton Baselland ist scheinbar kein Thema. Haben wir Neues zur zukünftigen Wohnbaupolitik gehört. Ja, man will die Genossenschaften ein weniger stärker pushen. Aber löst dies das Wohnungsproblem der Geringverdiener? Offensichtlich ist auch die Universität kein Thema mehr. Zumindest bis zur nächsten Zahlungsperiode der Baselbieter. Wo die StudentInnen zukünftig wohnen ist dabei sowieso egal und muss privat geregelt werden. Oder die Uni oder Wove soll sich darum kümmern. Der Kulturvertrag soll bis in 3 Jahren vom Kanton Baselland aufgekündigt werden. Dann stehen ein paar wichtige Basler Institutionen im Schilf. Ist das ein Thema? Ähhm. Ach ja, aktuell dürfen wir uns jetzt wieder einmal um Tramverlängerungen kümmern. Der BaZ sei Dank. Der 3er soll nach St.Louis blochen. Man möchte die rund 30’000 PendlerInnen dort abholen. Wer daran glaubt wird selig. Als KonsumentInnen soll’s uns recht sein: Wir werden in Bälde im Elsass billiger einkaufen können. Das ist eben Wirtschaftsförderung der anderen Art. Wir reden nicht von neuen innovativen Firmen und zukunftsträchtigen Start-ups. Wir reden lediglich über’s günstige Konsumieren. Dabei ist die Tramverlängerung eine längstens beschlossene Sache. Also wo ist das Problem? Vielleicht: Warum wird der 3er nicht auch in die andere Richtung verlängert? Beispielsweise ins neue Stadtentwicklungsgebiet «Salina Raurica». Dort soll nämlich in den nächsten (gefühlten) 100 Jahren ein neues Wohn- und Gewerbegebiet – eben ein Entwicklungsgebiet (Neu-Pratteln) – entstehen. So die Verwaltung im Baselland gelegentlich aus ihrem Dämmerschlaf erwacht. Sei’s drum: Auf dieser Seite der Birs würde sich die Politik in unbekanntes Feindesland begeben. Da wird’s schwierig. Keine Einmischung in fremde Politik. Keine Aussenpolitik. Und um schwierige Sache wollen sich die PolitikerInnen während den Wahlen sowieso nicht kümmern. Also gilt: Ein Plädoyer für freie Museumseintritte und tiefere Steuern für UnternehmerInnen. Alles paletti!

    PS.: Kann ich den Tawo-Express auch für Einkäufe in der Innenstadt beanspruchen? Oder fährt er sogar bis Weil? Wäre eine tolle Zusatzdienstleistung.

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    1. Lieber Herr Meury, Sie sind gerne eingeladen, uns ihre drängenden Fragen morgen an einem der aufgelisteten Orte mitzugeben. Die Kandidaten werden diese auch nicht von einem PR-Büro beantworten lassen können, weil wir sie direkt vor der Kamera damit konfrontieren werden. Live kommt es so vielleicht zu ein bisschen mehr Wahrhaftigkeit und weniger Wahlkampfparolerei.

      PS: Für die Lieferfahrten verweisen wir gerne an kundigere (und trittstärkere) Kuriere.

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