Zum Gedenken an Nadine Gordimer: «Wer allem zustimmt, hat nichts zu sagen»

Nadine Gordimer ist tot. Zum Gedenken an die grosse südafrikanische Schriftstellerin publizieren wir hier erneut das Interview, das die Literaturnobelpreisträgerin der TagesWoche im November letzten Jahres gegeben hat.

«Ich bin Atheistin. Aber ich hatte trotzdem ein sehr erfülltes Leben»: Literaturnobelpreisträgerin Nadine Gordimer, 90. (Bild: Berthold Stadler)

Die Autorin Nadine Gordimer über ihr Leben als Weisse in Südafrika, den lebenslangen Kampf gegen die Apartheid und die Fehler der neuen Machthaber.

«Hohes Alter allein ist keine Leistung. Was zählt, ist, was man aus den Jahren gemacht hat.» Mit diesen Worten gratulierte Nadine Gordimer ihrem Freund Nelson Mandela vor Jahren zu seinem 90. Geburtstag. Am 20. November wurde die Grande Dame der südafrikanischen Literatur selber 90 – und keine Frage: Auch sie hat sehr viel in ihrem Leben gemacht.

Als sie 1991 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, hiess es in der Würdigung, ihre «epische Dichtung» habe der «Menschheit einen grossen Nutzen erwiesen», die tiefen Einblicke in das historische Geschehen hätten dazu beigetragen, dieses Geschehen zu formen. Angesichts ihres hohen Alters wirkt Nadine Gordimer mittlerweile zwar zart und zerbrechlich, von ihrer Wortgewalt hat sie jedoch nichts verloren. Ebenso engagiert, wie sie früher als Aktivistin dem Apartheid-Regime die Stirn bot, erhebt sie heute ihre Stimme gegen die ANC-Regierung, wenn es um Fragen der Meinungsfreiheit oder sozialen Gerechtigkeit geht. Beim Besuch in ihrem Haus in Johannesburg wird sofort klar: Nadine Gordimer hat nichts von ihrem Kampfgeist verloren.

Nadine Gordimer ist am Sonntag in Johannisburg gestorben. Letzten November sprach Sie im Interview mit der TagesWoche über ihren jahrzehntelangen Kampf gegen die Apartheid und fand auch als 90-Jährige noch: «Als Weisse in diesem Land konnte ich nicht stumm bleiben.»

Frau Gordimer, Sie sitzen auch mit 90 noch jeden Vormittag am Schreibtisch und arbeiten. Ist das Schreiben wie ein Lebenselixier für Sie?

Das Schreiben war sicherlich schon immer die Antriebsquelle in meinem Leben. Schreiben kann man nicht lernen, auch wenn das einige Leute schockieren mag. Ebenso wenig wie man jemandem beibringen kann, ein Weltklasse-Opernsänger zu werden. Wer in der Mailänder Scala auftritt, wird mit einzigartigen Stimmbändern geboren. Womit Schriftsteller geboren werden, weiss ich nicht. Diese Gabe ist einfach vorhanden, und man verspürt den Drang, sie auch zu nutzen.

Sie spürten diesen Drang schon sehr früh. Als Sie gerade einmal 15 Jahre alt waren, wurde Ihre erste Kurzgeschichte veröffentlicht. Was bedeutete es damals für Sie, diese Gabe bei sich zu entdecken?

Es bedeutete einfach, dass ich zu schreiben begann – ohne Berührungsängste oder zu denken, dass ich dafür vielleicht studieren müsste. Ich hatte grosses Glück, dass meine Mutter mir immer als Kind vorgelesen hatte. Der Instinkt des Schreibens wird durch Lesen geweckt und genährt. Man entdeckt die Macht des Wortes in sich selbst, findet heraus, wie man eigene Gefühle und die anderer mit Worten ausdrücken kann. Das ist der erste Schritt zur Entwicklung von Charakteren. Seit ich sechs Jahre alt war, war ich eine begeisterte, ja unersättliche Leserin. In der kleinen Bergbaustadt, in der ich aufwuchs (Springs, bei Johannesburg – Anm. der Red.), gab es eine Bibliothek für Kinder. Sie bedeutete mir alles. Wäre ich ein schwarzes Kind gewesen, hätte ich dort nicht hinein gedurft und wäre vielleicht auch nie Schriftstellerin geworden.

Das war die Zeit der Apartheid, deren Auswirkungen auf das Zusammenleben und das Leben des Einzelnen stehen im Mittelpunkt Ihrer Romane, Erzählungen und Essays. Über die Rolle von Schriftstellern haben Sie einmal sinngemäss gesagt, dass man seiner Gesellschaft, seinem Land am Besten dient, wenn man so gut schreibt, wie man kann.

Das gilt für andere Berufsgruppen ebenso. Ein Arzt hilft den Menschen, indem er sie von Krankheiten heilt. Für uns Schriftsteller geht es darum, das Leben zu erforschen, herauszufinden, worum es im Kern geht. In diesen Erkenntnissen besteht der Nutzen unserer Arbeit für die Menschen.

«Ich wuchs in einem Land auf, in dem all dies sehr intensiv und konfliktgeladen war.»

Sie sehen sich in gewisser Weise als Forscherin?

Ja, in gewisser Weise. Es ist eine Erforschung des Selbst, der menschlichen Seele und dessen, was sie ausmacht. Dazu gehört zunächst der Einfluss der Familie, des Umfeldes und schliesslich der Gesellschaft, in der man lebt. Unser gesamtes Leben wird von den Gesetzen, den gesellschaftlichen Normen und der politischen Struktur des Landes geprägt, in dem wir leben. Ich wuchs in einem Land auf, in dem all dies sehr intensiv und konfliktgeladen war.

Und noch immer ist…

Leider, ja.

In Ihrem ersten Roman «Entzauberung» (1953) entdeckt eine junge weisse Südafrikanerin, in welchen Zuständen ihre schwarzen Landsleute während der Apartheid leben. Inwiefern spielte dieser Kontrast in Ihrer Familie eine Rolle?

Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Meine Mutter gehörte dem Roten Kreuz an und half einigen Kliniken in den riesigen schwarzen Townships. Aber dabei blieb es. Es hatte keine spürbare Auswirkung auf unseren Alltag. Ich bin zwar froh, dass sie wenigstens etwas tat, denn viele ihrer Zeitgenossinnen unternahmen überhaupt nichts. Aber mir genügte es nicht, nur hin und wieder irgendwo etwas Wohltätiges zu tun. Für mich gehört es untrennbar zusammen, was man denkt und wie man sein Leben führt, sowohl privat als auch öffentlich.

«Wie kann man angesichts solcher Verhältnisse stumm bleiben?»

Mehrere Ihrer Bücher wurden wegen Ihrer kritischen Haltung vom Apartheid-Regime zensiert. Sie engagierten sich damals auch aktiv für den Afrikanischen Nationalkongress (ANC) und werden deshalb häufig als «politische» Autorin bezeichnet. Ein Begriff, den Sie ablehnen. Warum?

Für mich ist ein «politischer Autor» jemand, der aus sozialtheoretischer Sicht über Politik schreibt. Das habe ich nie getan. Ich habe hin und wieder Artikel oder Kommentare geschrieben und natürlich auch politische Positionen vertreten. Als Weisse in einem Land, in dem eine schreckliche Unterdrückung herrschte, ging das nicht anders. Wie kann man angesichts solcher Verhältnisse stumm bleiben?

Stumm sind Sie heute ebenfalls nicht. Jetzt kritisieren Sie die ANC-Regierung.

Aber ich bin längst nicht mehr so kritische wie zu Zeiten der Apartheid. Wie könnte ich das sein.

Trotzdem schonen Sie die ehemaligen Freiheitskämpfer, die heute an der Macht sind, nicht. In Ihrem neuesten Roman «Keine Zeit wie diese» (2012) geht es unter anderem um den Verrat an Idealen, um Korruption und Machtmissbrauch unter Südafrikas amtierenden Präsidenten Jacob Zuma.

Natürlich übe ich in dem Buch Kritik; aber weiterhin, indem ich das Leben der Menschen erforsche. Ich bin keine Ja-Sagerin. Wer allem zustimmt, lernt nichts und hat nichts zu sagen. Keine Gesellschaft ist perfekt. Ich war und bin sehr glücklich darüber, dass wir die Apartheid besiegt haben und ich meinen kleinen, im Vergleich zu anderen sehr kleinen, Teil dazu beitragen konnte. Aber im Rückblick war es naiv von uns anzunehmen, dass sich nach der Apartheid alle sofort wunderbar verstehen würden, dass es keine rassistischen Vorurteile und keine Unterdrückung mehr gäbe. Wir hätten es aufgrund unserer Geschichte besser wissen müssen. Die Unterdrückung der Schwarzen hat 1652 begonnen, als die Niederländische Ostindien-Kompanie zum ersten Mal am Kap der guten Hoffnung anlegte. Danach kamen die Missionare aus allen Teilen der Welt. Im Austausch für den christlichen Glauben nahmen sie das ganze Land an sich.

«Wir hatten nicht erwartet, dass all jene, die in den Slums hausten, so lange auf bessere Häuser warten müssten.»

Ist die Tatsache, während des Freiheitskampfes nur die Abschaffung des Regimes im Blick zu haben und nicht über die weitere Zukunft nachzudenken, nicht ein Schicksal, das die meisten Befreiungsbewegungen teilen?

Das ist tröstlich, dass Sie das sagen. Ich dachte, wir wären vielleicht besonders nachlässig gewesen. Es ist doch offensichtlich, dass man nicht alle Entwicklungen seit dem 17. Jahrhundert rückgängig machen kann, indem man schlicht sagt: «Jetzt haben wir das Wahlrecht.» Aber es war trotzdem wunderbar, es für uns alle zu erkämpfen.

Wie erinnern Sie sich an diesen historischen Tag der ersten demokratischen Wahlen in Südafrika 1994?

Oh, ich erinnere mich noch sehr gut daran! Das Wahlbüro war nur zwei Blocks von hier in einer kleinen Kirche eingerichtet worden. Als wir die Strasse hinunterliefen, konnten wir kaum glauben, dass wir tatsächlich wählen gingen, mit Menschen aller Hautfarben. Wissen Sie, die Männer, die damals hier die Wohnungen und Häuser putzten, mussten alle – ebenso wie die Häftlinge in den Gefängnissen – Hosen tragen. In dieser Uniform standen sie nun direkt neben uns in der Schlange, um das gleiche Recht auszuüben wie wir. Ihr Name wurde in die Liste eingetragen, und sie gaben ihre Stimme ab. Nelson Mandela, ein aussergewöhnlicher Mensch, wurde zum Präsidenten gewählt. Es war wundervoll. Dieses Gefühl hielt eine Weile an; wenn man zum Beispiel auch vor dem Postschalter gemeinsam mit schwarzen Südafrikanern in einer Schlange stand, nicht mehr nach Hautfarben getrennt, oder im Zug nebeneinander sass. Ich denke, das ist unsere einzige Entschuldigung dafür, dass wir damals nicht an die enormen sozialen und wirtschaftlichen Probleme dachten, an denen sich ja nichts geändert hatte. Wir hatten nicht erwartet, dass all jene Menschen, die unter furchtbaren Bedingungen in den Slums hausten, so lange auf bessere Häuser warten müssten.

«Bedroht ist nicht nur die Pressefreiheit, was an sich schon schrecklich genug wäre, sondern jegliche Formen der Kommunikation.»

Kam es Ihnen damals auch nicht in den Sinn, dass es vielleicht Generationen brauchen würde, bis die rassistischen Vorurteile und Vorbehalte in den Köpfen verschwunden sind?

Das war das Irrwitzige. Wir, diejenigen, die diese Vorurteile gar nicht hatten, haben nicht daran gedacht, dass die Rassentrennung ja nicht nur in den Köpfen, sondern auch räumlich bestand. Die Kinder waren beispielsweise nie gemeinsam auf eine Schule gegangen. Durch die Tatsache, dass wir so lange in getrennten Wohnvierteln leben mussten, änderte sich daran auch erstmal nichts. Weisse Kinder gingen hier auf die Schule, schwarze dort. Unsere Idee, dass sich das alles einfach auflösen würde, war also ein Märchen. Damit müssen wir uns heute auseinandersetzen. Wir müssen dafür sorgen, dass es doch noch wahr wird.

Momentan sieht es allerdings so aus, als könnte das sehr lang dauern. Unter anderem ist die hart erkämpfte Meinungsfreiheit in Gefahr. Mit dem vom ANC lancierten «Gesetz zum Schutz staatlicher Information» könnten wichtige Informationen zensiert und korrupte Machenschaften vertuscht werden. Whistleblowern drohen harte Strafen. Erinnert Sie das an die Zensur während der Apartheid?

Es ist eine unglaubliche Rückkehr in die Vergangenheit. Für mich ist es unfassbar. Unsere Freiheit hängt davon ab, dass wir uns frei äussern können und dass wir wissen, was in unserem Land geschieht. Was die Regierung in unserem Namen tut, welche Bedürfnisse des Landes und der Bevölkerung von ihr ignoriert werden. Bedroht ist nicht nur die Pressefreiheit, was an sich schon schrecklich genug wäre, sondern jegliche Formen der Kommunikation, die ebenso zur Meinungsfreiheit gehören. Deshalb ist dieses Gesetz so gefährlich. Ich habe noch vor ein paar Tagen mit meinen Genossen darüber gesprochen. Die Bezeichnung Genosse benutze ich übrigens in ihrer ursprünglichen Bedeutung; das hat nichts damit zu tun, ob jemand Kommunist ist. Ich habe ihnen gesagt, dass wir nicht aufgeben dürfen, selbst wenn unsere Kritik und unser Protest bislang scheinbar nicht viel ausrichten konnten.

Wie erklären Sie sich, dass der ANC als ehemalige Befreiungsbewegung, die selbst unter der Zensur gelitten hat, nun ein solches Gesetz vorantreibt?

Es geht um Macht; die fatale Anziehungskraft der Macht. Es ist wirklich tragisch, dass eben diese Regierung jetzt die Meinungsfreiheit unterdrücken will; jeden Gedanken, mit dem sie nicht einverstanden ist. Es ist, als würde man den Menschen einen Maulkorb verpassen und ihren gleichzeitig Augen und Ohren verschliessen, so dass sie nur noch ein Stück Fleisch sind. Sie bekommen nur jene Informationen, die der Staat freigegeben hat. Sie müssen alles akzeptieren, was die Regierung ihnen sagt, da ihnen jegliche Möglichkeit fehlt, sich selbst eine Meinung zu bilden. Der Hintergrund dieses Vorstosses ist aber noch desillusionierender: Das Ausmass der Korruption auf höchster Ebene. Denn man muss sich fragen, warum die Regierung die Informationen kontrollieren will. Wir würden dann beispielsweise nicht wissen, wie viel Geld für Nkandla, den Wohnsitz des Staatspräsidenten ausgegeben wurde. Die Leute, die momentan an der Macht sind, wollen tun und lassen, was sie wollen, ohne dafür kritisiert zu werden. Sie wollen sich nicht dafür rechtfertigen müssen, dass viele Tausend Menschen obdachlos sind oder unter verheerenden Bedingungen leben. Sie wollen lieber noch ein Kino in der Residenz des Präsidenten einrichten. Stellen Sie sich vor, wie viele normale Wohnhäuser mit diesem Geld stattdessen errichtet werden, wie viele Menschen endlich einen Stromanschluss und eine ordentliche Toilette bekommen könnten.

Die Wut, die Unzufriedenheit und die Enttäuschung über diese Zustände nehmen in Südafrika zu. In Ihrem Roman «Keine Zeit wie diese» beschreiben Sie die Desillusionierung eines schwarz-weissen Paares, das für ein besseres Leben nach der Apartheid gekämpft hat und nun mit ansehen muss, wie die Ideale von früher verraten werden. Ergeht es Ihnen ähnlich?

Ich mache nicht den gesamten ANC für diese Entwicklung verantwortlich. Der ANC ist die Bewegung, mit der ich mein gesamtes politisch bewusstes Leben verbunden bin. Doch leider steht die Führungsriege, die dafür verantwortlich ist, stellvertretend für die gesamte Partei. Als Mitglied ist es tatsächlich sehr desillusionierend zu sehen, wie der ANC vollkommen falsche Entscheidungen und Massnahmen trifft; insbesondere wenn Aspekte der Apartheid wiederholt werden.

Viele Ihrer Landsleute wandern deshalb aus. Das Thema Emigration hat Sie in Ihren Büchern schon mehrfach beschäftigt. Allerdings sind Sie trotz Apartheid, der momentanen politischen Desillusionierung und eines Überfalls in Ihrem Haus immer in Südafrika geblieben. Warum?

Ich gehöre hierher. Obwohl einige meiner schwarzen Bekannten mich auslachen, wenn ich, als Weisse, das behaupte. Meine Genossen, die mich besser kennen, tun das allerdings nicht.

Ihr Leben ist eng, fast untrennbar, mit der Geschichte Ihrer Heimat Südafrika verbunden. Wie wollen Sie hier dereinst in Erinnerung bleiben?

Das Beste in mir, alles Erwähnenswerte steckt in meinen Büchern. Meine Erkenntnisse und mein Bestreben, das Leben zu verstehen. Was meine eigene Person betrifft, so ist es wie mit einer Blume: Man pflückt sie, die Knospe öffnet sich, sie blüht und vergeht dann langsam. Andere werden nachwachsen. Ich bin Atheistin. Aber ich hatte trotzdem ein sehr erfülltes Leben.

Nadine Gordimer
Nadine Gordimer wurde 1923 in Südafrika geboren und gilt als eine der einflussreichsten Stimmen Südafrikas. Die Schriftstellerin ist bekannt für ihr couragiertes, streitbares Auftreten, ihre Klugheit und intellektuelle Schärfe.
Zu den Eckpfeilern ihres Wertesystems gehören Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Diesen Idealen ist Nadine Gordimer immer treu geblieben. Während der Zeit der Apartheid setzte sie sich in Romanen, Reden und Artikeln immer für das Ende der Rassentrennung ein. Mehrere ihrer Bücher wurden in Südafrika zensiert. International wurde ihr literarisches Werk in über 20 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet.
1991 erhielt Nadine Gordimer den Literaturnobelpreis. Zu ihren bekanntesten Romanen zählen «Fremdling unter Fremden» (1958), «Der Besitzer» (1974) und «Burgers Tochter» (1979). Ihren Worten liess die Autorin auch Taten folgen. In den 1960er-Jahren schloss sie sich dem damals verbotenen Afrikanischen Nationalkongress (ANC) an und engagierte sich aktiv in der Anti-Apartheid-Bewegung, unter anderem, indem sie in einem Prozess für mehrere schwarze Freiheitskämpfer aussagte.
Auch nach der demokratischen Wende bleibt Nadine Gordimer eine kritische Beobachterin ihres Landes und der gesellschaftspolitischen Entwicklung. 2012 erschien ihr neuester Roman «Keine Zeit wie diese».
Nach dem Tod ihres zweiten Mannes, des Kunsthändlers Reinhold Cassirer, lebt sie weiterhin in ihrem Haus in Johannesburg. Ihre beiden Kinder wohnen im Ausland.

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