Zum Krach in der Basler SVP kommt ein Strafverfahren dazu

Der Parteisekretär Joël Thüring steht im Verdacht, wiederholt in die Mailbox des SVP-Nationalrats Sebastian Frehner eingedrungen zu sein. Jetzt läuft gegen Thüring ein Strafverfahren.

Sehen sich bald vor Gericht: SVP-Parteisekretär Joël Thüring (links) und Nationalrat Sebastian Frehner.

Gegen Joël Thüring, Parteisekräter der Basler SVP und Anwärter auf eine Kandidatur bei den nächsten Regierungsratswahlen, läuft ein Strafverfahren. Dies «wegen des Verdachts auf unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem», wie die «bz Basel» berichtet.

Konkret soll Thüring sich Zugang zu den E-Mails seines ehemaligen Geschäftspartners Sebastian Frehner verschafft haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Basler SVP-Nationalrat Frehner hat laut Bericht bereits im Herbst 2017 Verdacht geschöpft, dass jemand seine E-Mails mitliest. Zunächst ermittelte der Informatikdienst des Bundes. Dieser kam zum Schluss, «dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von der IP des SVP-Sekretariats auf die Mails von Frehner zugegriffen worden sei».

Um Gewissheit zu schaffen, mussten die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet werden, weil nur diese die entsprechenden Daten einsehen dürfen. Gemäss Artikel 143bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches («Hacker-Artikel») dürfte das Strafmass für ein solches Vorgehen wohl bei einer Geldstrafe liegen.

Der Vize-Präsident der Basler SVP, Eduard Rutschmann, bezweifelt im Artikel die Anschuldigung. Gegen Thüring laufe parteiintern derzeit eine Intrige, man wolle ihn «zerstören», vermutet Rutschmann.

«bz Basel»: E-Mail-Affäre in Basler SVP: Grossrat Thüring soll bei Nationalrat Frehner heimlich mitgelesen haben

Konversation

  1. Glaub kein Wort was die letzten viele Jahre Alles über J. T. berichtet wurde. Elendes Kesseltreiben und Manipulationen. NB: bin Alles andere als SVP!

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  2. Ah – ein gefundenes Fressen. Und wieder Mal kann man der SVP ans Bein gingken. Ich vermisse die Worte Herrliberg und Blocher-BAZ.

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    1. Das Schöne ist, dass man der SVP dieses Mal gar nicht ans Bein ginken muss, denn das tut sie schon selber. Es reicht, ganz sachlich das zu berichten, was die Akteure verlauten lassen.

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    2. Ach Peter Meier – Ihre Loyalität zu Ihrer Partei scheint grenzenlos zu sein. In Ihren Augen sind offenbar alle SVPler über jeden Zweifel erhaben, egal was für Scheisse sie bauen. Wenn das stimmt, was man Thüring vorwirft, dann müsste man ihn der Logik der SVP folgend, als „Wiederholungstäter“ verwahren.

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    3. Sicher, bei den Linken würden Sie doch gleich auf den Karren aufspringen. Versenkt die beiden Herren, die sind nun wirklich für nichts brauchbar!!!

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