Ab in die Berge: Die Tour erreicht die Pyrenäen

Zum Nationalfeiertag wird die Tour de France lanciert: Die erste Bergankunft ist zu meistern von Chris Froome, dem Mann im Gelben Trikot, und seinen Widersachern. In diesem Stil geht es dann die nächsten zwei Tage weiter – ein Blick auf das Streckenprofil.

Zum Nationalfeiertag wird die Tour de France lanciert: Die erste Bergankunft ist zu meistern von Chris Froome, dem Mann im Gelben Trikot, und seinen Widersachern. In diesem Stil geht es dann die nächsten zwei Tage weiter – ein Blick auf das Streckenprofil.

Nach einem Ruhetag am Montag, an dem sich der gewaltige Tross 700 Kilometer nach Süden verschoben hat, geht es für das Peloton an der 102. Tour de France in die Berge. Auf den 167 Kilometern von Tarbes nach La Pierre-Saint-Martin bauen sich die Pyrenäen vor den Fahrern auf, erst gemächlich mit ein paar Hügeln, dann mit dem giftigen Schlussanstieg hinauf auf den Col de Soudet – durchschnittlich 7,4 Prozent verteilt auf 15 Kilometer. Oben ist La Pierre-Saint-Martin erstmals in der Geschichte der Tour Etappenort.

Die letzten Kilometer hinauf auf den Col de Soudet und zum Ziel der 10. Etappe am französischen Nationalfeiertag.

Der Brite Chris Froome glaubt sich als Gesamterster gewappnet und sieht seine Rivalen nach der ersten Tour-Woche bereits angeschlagen. «Wenn du als Sieganwärter fast täglich Zeit verlierst, ist das eine negative Sache. Die Moral kann nicht gut sein», sagte der 30-jährige Captain des britischen Team Sky am Ruhetag in Pau. Seine Form sei «stärker als 2013», die Ausgangsposition «ein Traumszenario», betonte er.

Froome liegt nach der ersten Tour-Woche 1:03 Minuten vor dem spanischen Giro-Sieger Alberto Contador. Der kolumbianische Kletterspezialist Nairo Quintana (1:59) und der Vorjahressieger Vincenzo Nibali (2:22) aus Italien haben auf den kniffligen Etappen der letzten Tage sogar noch mehr Zeit verloren. So erwartet Froome die grösste Gefahr von Contador: «Er ist ein Kerl, der die Schwächen der anderen ausnutzt. Man muss ihm grössten Respekt zollen.»

Der Brite sieht sich aber bestens gerüstet. «Ich fühle mich frischer und mental stärker», sagte Froome im Vergleich zu seinem Toursieg 2013. Auch Teamchef Dave Brailsford meint, dass die Ausgangsposition nicht hätte besser sein können. Im vergangenen Jahr musste Froome die «Grande Boucle» als Titelverteidiger nach einer Sturzserie bereits in der 5. Etappe aufgeben.

Am Mittwoch über den Tourmalet

Nach der ersten Pyrenäen-Etappe bleibt das Programm nahrhaft. Am Mittwoch geht es von Pau nach Cauterets mit dem Col d’Aspin und über den 2115 Meter hohen Tourmalet mit seinen 17 Kilometern und 7,3 Prozent Steigung. Am Donnerstag muss zum Schluss auf das Plateau de Beille vorne dabei sein, wer sich Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen will.




Die 11. Etappe am Mittwoch, 15. Juli: Mit Col d’Aspin und Tourmalet.




Die 12. Etappe am Donnerstag, 16. Juli mit der Ankunft auf dem Plateau de Beilles.

Danach wirds wieder flacher, ehe ab dem 22. Juli die Alpen langsam auftauchen. Dazu dann später.

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