Bernhard Heusler: «Burgener und Streller sind ein Team, hinter dem wir stehen können»

Im Sommer wird es zum Wechsel an der Vereinspitze des FC Basel kommen. Präsident Bernhard Heusler nimmt dazu erstmals Stellung – und kommentiert bereits die Namen der potenziellen neuen Vereinsspitze.

Der Basler Praesident Bernhard Heusler vor dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lausanne-Sport, im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 19. Februar 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

(Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

Im Sommer wird es zum Wechsel an der Vereinspitze des FC Basel kommen. Präsident Bernhard Heusler nimmt dazu erstmals Stellung – und kommentiert bereits die Namen der potenziellen neuen Vereinsspitze.

Am Sonntagmorgen ist bekannt geworden, dass der Umbruch an der Spitze des FC Basel bereits im Sommer ansteht. Präsident Bernhard Heusler und Sportdirektor Georg Heitz werden die Führung des Clubs abgeben. Heusler äussert sich im St.-Jakob-Park wenige Minuten vor dem Spiel gegen den FC Lausanne-Sport zur Meldung, die über die Medien an die Öffentlichkeit gelangt ist:

Wir waren von der Meldung auch etwas überrascht. Aber es ist wie angekündigt so: Wir haben uns Gedanken gemacht und irgendwann im Winter entschieden, in Basel eine Lösung zu finden und diese auch zu provozieren. Uns war klar, dass es schwierig sein wird, das unter Verschluss der Öffentlichkeit zu halten. Und das müssen wir auch nicht unbedingt. Die Leute sollen informiert sein.

Als Heuslers Nachfolger macht der Name des Basler Medienunternehmers Bernhard Burgener die Runde. Und Marco Streller wird als möglicher Sportdirektor gehandelt. Namen, die Heusler bestätigt:

Wir haben diese Namen nicht dementiert. Und wenn der FCB etwas nicht dementiert, dann ist in der Regel etwas dran. Wir haben mit internen Personen geredet, bei denen wir gespürt haben, dass sie mehr Verantwortung übernehmen wollen, was sie uns auch so konkret gesagt haben. Mit Bernhard Burgener und Marco Streller haben wir ein Team, hinter dem wir von der aktuellen Clubleitung stehen können. Aber natürlich unter der Bedingung, dass es zu einem Konzept wird, das von den Mitgliedern akzeptiert werden kann. 

Bernhard Burgener, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film Schweiz AG, informiert ueber den Film Sennentuntschi in Basel am Mittwoch, 3. Februar 2010. Die Schweizer Tochterfirma der deutschen Produktionsfirma Constantin Films rettet den Schweizer Film Sennentuntschi indem sie 3.4 Millionen Schweizer Franken in das Projekt steckt. Der Film wird am 14. Oktober in die Kinos kommen. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bernhard Burgener, Basler Medienunternehmer, soll im Sommer neuer Präsident des FC Basel werden. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

Wie es dazu kam, dass Burgener und Streller die neuen Köpfe an der Spitzen sein könnten, kommentiert Heusler so:

Wir führten interne Gespräche. Und dann hat man sich auch zu einer unternehmerischen Lösung Gedanken gemacht. Es war immer klar, dass nicht wir alleine bestimmen wollen, sondern dass dies innerhalb eines Teams geschieht, das sich zusammenfindet. Wir von der aktuellen Leitung können nicht definieren, wer in Zukunft mit wem zusammenarbeiten soll. Es muss ein Team sein, das zusammen funktioniert.

Eine neue Führung heisst auch, dass die Strategie des Vereins sich ändern könnte. Zu einer neuen Ausrichtung will sich Heusler jedoch noch nicht äussern:

Es wäre absolut falsch, wenn ich darüber philosophieren würde. Wichtig ist, dass die anstehenden Veränderungen kommuniziert worden sind. Und wichtig ist auch zu akzeptieren, dass Herr Heusler oder Herr Heitz nicht beginnen, Theorien zur Zukunft aufzustellen. Die Idee ist, dass wir einem Team die Möglichkeit geben, ein Konzept anzuschauen, das dann an die Mitgliederversammlung geht. Und dort werden wir jede Frage beantworten.

Eine Ablösung an der Spitze des Vereins steht seit geraumer Zeit zur Diskussion. Heusler hatte sich an der Generalversammlung im Sommer 2016 dahingehend geäussert. Der Präsident erklärt, warum es bereits im Sommer 2017 zum Rückzug der aktuellen Clubspitze kommen wird:

Der Grund sind die Realitäten. Wenn man einen solchen Prozess auslöst, bekommt er eine Eigendynamik. Diese kann man teilweise nicht kontrollieren. Und da muss man zu sich selbst und zum Club auch ehrlich genug sein, dass man die eigenen Interessen zurückstellen muss. Da kann man nicht einfach sagen, dass man auf einen bestimmten Zeitpunkt den Wechsel vornehmen will und gleichzeitig die optimale Lösung präsentieren kann. Beides ist nicht möglich. Für uns war es nie ganz klar, wie lang es gehen könnte. Und es ist auch heute noch nicht hundertprozentig klar. Wir sind aber bereit, diese Verantwortung abzugeben. Sonst hätten wir den Prozess nicht auslösen dürfen, das wäre nicht ehrlich den Menschen gegenüber gewesen.

Der Zeitplan für die nächsten Schritte hängt jetzt von vielen Faktoren ab. Aber unser Ziel ist, dass wir die neue Saison zusammen vorbereiten können, respektive unter Einbezug der neuen Führung. Wir haben den Luxus, den Wechsel in einer Transitionsphase über die Bühne gehen zu lassen. Der nächste Fixtermin ist eine ausserordentliche Mitgliederversammlung, die wir hoffentlich Anfang April abhalten können.

» Bernhard Heusler und Georg Heitz bereiten ihren Rückzug vor – der anstehenden Führungswechsel beim FC Basel

Former captain Marco Streller, left, and sport director Georg Heitz, right, of Switzerland's FC Basel 1893 on their departure at the EuroAirport in Basel, Switzerland, on Tuesday, November 22, 2016. Switzerland's FC Basel 1893 is scheduled to play an UEFA Champions League Group stage Group A matchday 5 soccer match against Bulgaria's PFC Ludogorets Razgrad on Wednesday, November 23, 2016. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Marco Streller (links) und Sportdirektor Georg Heitz im November auf der Reise zum Champions-League-Spiel in Sofia. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

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