Der EHC schafft den Durchbruch

Einen fast schon historisch anmutenden Sieg haben die EHC Basel Sharks am Dienstagabend errungen: Das 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) in Langenthal war der erste Sieg in einer Playoff-Partie seit dem 1. März 2008 und nach 25 Niederlagen in Entscheidungsspielen.

Basels Eric Arnold, Michel Riesen, Julian Schmutz und Marco Vogt, von links, jubeln, beim 3. Playoff-Viertelfinal Eishockeyspiel der NLB zwischen dem SC Langenthal und den EHC Basel Sharks in der Schorenhalle in Langenthal. (KEYSTONE/Marcel Bieri) (Bild: Keystone/MARCEL BIERI)

Einen fast schon historisch anmutenden Sieg haben die EHC Basel Sharks am Dienstagabend errungen: Das 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) in Langenthal war der erste Sieg in einer Playoff-Partie seit dem 1. März 2008 und nach 25 Niederlagen in Entscheidungsspielen.

Fast sechs Jahre, oder lange 2187 Tage, wie es auf der Website des SC Langenthal vorgerechnet wurde, hat der EHC Basel auf einen Sieg in einem Playoff-Spiel warten müssen. Am Sonntagabend noch, als die Sharks im zweiten Ausscheidungsspiel gegen die Langenthaler mit 2:5 unterlegen waren, konnte EHC-Trainer Dino Stecher es nicht mehr hören: Man schaue nicht zurück, man schaue nach vorne. Und zwar positiv eingestellt.

Zwei Tage später ist dem EHC der Durchbruch gelungen. Er schafft mit einem 4:2-Erfolg in der Eishalle Schoren nach 25 Playoff-Niederlagen den ersten Sieg. Damit verkürzt er in der Best-of-Seven-Serie auf 1:2 gegen die Oberaargauer, die am Freitag (20 Uhr, St.-Jakob-Arena) zum vierten Spiel nach Basel kommen.

Bucks Tore, Greentrees Assists

Wie schon in den ersten beiden Spielen gegen die Langenthaler, die in der Qualifikation nach zwei Siegen zu Saisonbeginn den Baslern dreimal unterlegen waren, gingen die Sharks in Führung. Diesmal war Brandon Buck der Torschütze. Dem Kandier blieb es auch vorbehalten, 27 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Empty-Net-Goal für die Entscheidung zu sorgen. Es war sein 50. Skorerpunkt in dieser Saison.

Dazwischen hatten die Basler ihre Führung erst durch Routinier Michel Riesen ausgebaut und dann gut verwaltet. Nach dem dem 1:2-Anschlusstreffer in der 34. Minute stellten sie postwendend den alten Abstand wieder her: 144 Sekunden später traf Julian Schmutz.

Zu den herausragenden Akteuren zählte ein zweiter Kanadier in den Reihen der Sharks: Kyle Greentree. Der Topskorer der Qualifikation mit 23 Toren und 37 Assists in 42 Einsätzen blieb zwar auch im dritten Playoff-Spiel ohne Tor, steuerte aber seine Assistpunkte drei, vier und fünf bei.

Mit diesem Befreiungsschlag geht die Saison für den EHC Basel auf jeden Fall weiter bis Sonntag, wenn unabhängig vom Ausgang der Partie am Freitag Spiel Nummer 5 in Langenthal ansteht.

National League B, Playoff-Viertelfinals

SC Langenthal–EHC Basel Sharks 2:4 (0:1, 1:2, 1:1), Stand: 2:1
Eishalle Schoren. – 2110 Zuschauer. – SR Mollard.
Tore: 10. Buck (Wittwer, Greentree) 0:1, 23. Riesen (Vogt, Frunz) 0:2, 34. Campbell 1:2, 36. Schmutz (Rossi, Greentree) 1:3, 59. Carbis 2:3, 60. Buck 2:4.
EHC Basel: Urban Leimbacher – Lars-M. Lenze – Stefan Flückiger – Fabian Stephan – Kim Scheidegger – Sandro Gartmann – Marvin Frunz – Yannick Kaufmann – Louis Heinis – Dario Gartmann – Brandon Buck – Matthias Rossi – Marco Vogt – Joshua Theodoridis – Kyle Greentree – Cyrille Scherwey – Eric Arnold – Remo Hunziker – Pascal Wittwer – Julian Schmutz – Michel Riesen – Sebastian Sutter.

Die Resultate, 3. Runde: Olten (1. der Qualifikation)–La Chaux-de-Fonds (8. der Qualifikation) 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.; Stand 1:2. SCL Tigers (2.)–Thurgau (7.) 6:1 (1:0, 3:0, 2:1); Stand 3:0. Langenthal (3.)–Basel (6.) 2:4 (0:1, 1:2, 0:1); Stand 2:1. Red Ice Martigny-Verbier (4.)–Visp (5.) 3:4 (2:1, 0:2, 1:1); Stand 0:3.
4. Runde, Freitag, 28. Februar: Thurgau–SCL Tigers (19.45). Visp–Red Ice Martigny-Verbier (19.45). La Chaux-de-Fonds–Olten (20.00). Basel–Langenthal (20.00). – Weitere Daten: 2. März, falls nötig: 4. und 7. März.

Konversation

  1. danke für den Hinweis.

    Man müsste eben nicht nur Eishockey spielen können, sondern auch Rechnen oder Schreiben – oder am besten beides.

    Also: 2006 ist ein schlichter (Tipp-)Fehler. Sechs Jahre dagegen stimmen schon: Letzter Sieg des EHC am 1.3.2008 daheim gegen Lugano mit 5:3 (0:0, 2:0, 3:3). Es war das Playout-Halbfinal; am Ende stieg der EHC aus der Nationalliga A ab.

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