Die grosse Bestürzung nach dem folgenschweren Tritt gegen Embolo

Kaum hat Breel Embolo in der Bundesliga Fahrt aufgenommen, wird er brutal gebremst. Auch der Trainer des Spielers, dessen rüdes Foul den Schweizer Nationalspieler schwer verletzt, spricht von einem «dämlichen» Foul.

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(Bild: Imago)

Kaum hat Breel Embolo in der Bundesliga Fahrt aufgenommen, wird er brutal gebremst und fällt für Monate aus. Auch der Trainer des Spielers, dessen rüdes Foul den Schweizer Nationalspieler schwer verletzt, spricht von einem «dämlichen» Foul.

Die erste Diagnose war schon niederschmetternd genug für Breel Embolo: Bruch des linken Sprunggelenks, Operation und kein Fussball mehr in diesem Jahr und darüber hinaus. Dabei hatte der 19-Jährige, für eine Ablöse von rund 25 Millionen Euro im Sommer vom FC Basel in die Bundesliga gewechselt, gerade damit begonnen, die riesigen Hoffnungen, die bei Schalke in ihn gesetzt werden, einzulösen.

Kaum waren am Samstag am siebten Spieltag 20 Minuten gespielt, wurde Embolo brutal gebremst. Konstantinos Stafylidis setzte an der Seitenlinie zu einer Grätsche gegen den im hohen Tempo enteilenden Embolo an. Der Augsburger Verteidiger traf alles, nur den Ball nicht. Bei dem rüden Tritt zog sich Embolo einen Knochenbruch zu und wurde auf einer Trage aus dem Stadion gebracht.

Am Sonntagnachmittag kommunizierte der FC Schalke 04 ein Bulletin, das noch gravierender klingt als zunächst angenommen: Neben einem gebrochenen Wadenbein wurde auch ein Riss des Syndesmoses- und des Innenbandes operiert. Mit mindestens vier bis sechs Monaten wird die Zwangspause von den Ärzten veranschlagt.

Das rüde Foul von Konstantinos Stafylidis gegen Breel Embolo:

Die Aufregung ist nun gross. Schalkes Trainer Markus Weinzierl, der vergangene Saison mit Stafylidis in Augsburg zusammengearbeitet hat, ging hart ins Gericht mit dem griechischen Nationalspieler: «Ich weiss, dass er seine Gedanken nicht koordiniert. Er sieht einfach den Ball und hat Aggressivität. Absicht unterstelle ich ihm nicht, aber Dummheit.»

Das wollte selbst Augsburgs Trainer Dirk Schuster nicht anders sehen: «Das war ziemlich dämlich von ihm», urteilte er über das rüde Foul an der Seitenlinie.

» Hey, mein Kleiner! – watson.ch hat Reaktionen zu Embolos Verletzung gesammelt

Das letzte Länderspiel der Schweizer Nationalmannschaft, die WM-Qualifikation am 13. November in Luzern gegen die Färöer Inseln, wird Embolo sowieso verpassen und die folgenden Spiele im ersten Halbjahr 2017 gegen die schwächer eingestuften Gruppengegner.

Nationaltrainer Vladimir Petkovic den Ausfall wahrscheinlich besser verschmerzen können als die Schalker, die mit nur vier Punkten aus den ersten sieben Spielen den eigenen Erwartungen weit hinterher hinken.



Schalke's Breel Embolo leaves the field on a stretcher during the German Bundesliga soccer match between FC Augsburg and FC Schalke 04 in Augsburg, Germany, Saturday, Oct. 15, 2016. (AP Photo/Matthias Schrader)

Auf dem Weg ins Krankenhaus: Breel Embolo wird in Augsburg vom Feld getragen. (Bild: Keystone/MATTHIAS SCHRADER)

Gross ist das Bedauern bei Schalkes Manager Christian Heidel über Embolos Ausfall. «Jeder hat in den letzten zwei Spielen gesehen, dass der Junge in der Bundesliga angekommen ist», sagte Heidel, «das ist an Tragik kaum zu überbieten und ein ganz grosser Schlag, den wir verdauen müssen.»

Eine neue Diskussion über Fouls und Härte in der Bundesliga, die sich jüngst die Trainer Thomas Tuchel (Dortmund) und Roger Schmidt (Leverkusen) geliefert hatten, wollte Heidel aber nicht anzetteln: «Fussball ist ein Kampfspiel.»

Eine Entschuldigung «in aller Form»

Das dürfte Konstantinos Stafylidis ähnlich sehen, doch der Grieche reagierte immerhin bestürzt über die Folgen seines Fouls. Er entschuldigte sich erst direkt bei Embolo und später via Online-Netzwerke noch einmal «in aller Form» beim Schweizer und wünschte in persönlicher Ansprache schnelle Genesung, «weil der Fussball solche Spieler deiner Qualität braucht.»

Konversation

  1. Ein Antifussballer macht einen Spieler grundlos für Monate zum Verletzten

    Keine Chance etwas vernünftiges mit dem Ball noch anzufangen, ruiniert ein Nichtskönner aus einem Aufsteigerdorfverein, die grosse Hoffnung von Schalke.
    Solche Leute gehören garnicht auf den Platz! Stafylidis geh zum Sackhüfen, da kannst du mit Deinen Füssen nichts anrichten!

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