Es läuft auf Polen und Posen hinaus

Der FC Basel kennt seine möglichen Gegner in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation. Es ist entweder der FK Sarajevo aus Bosnien oder der polnische Meister Lech Posen.

05.10.2014 POZNAN INEA STADION, FOOTBALL, T-MOBILE EKSTRAKLASA 2014/2015, KKS LECH POZNAN - GKS BELCHATOW: DARKO JEVTIC, GOL, BRAMKA, RADOSC PUBLICATIONxNOTxINxPOL 20141005_PF_WW_023 05 10 2014 Poznan Stadium Football T Mobile Ekstraklasa 2014 2015 PPS Lech Poznan GKS Belchatow Darko Jevtic Gol Bramka Radosc PUBLICATIONxNOTxINxPOL

(Bild: Imago)

Der FC Basel kennt seine möglichen Gegner in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation. Es ist entweder der FK Sarajevo aus Bosnien oder der polnische Meister Lech Posen, der das Hinspiel der zweiten Ausscheidungsrunde 2:0 in Bosnien gewonnen hat. Der FCB tritt am 28./29. Juli erst auswärts an, zum Rückspiel im St.-Jakob-Park kommt es am 4. oder 5. August.

Es läuft auf Polen und Posen hinaus. Zumindest legt das Zwischenergebnis in der Qualifikation zur Champions League nahe, dass es der FC Basel in der nächsten Runde mit dem polnischen Meister mit dem offiziellen Namen Lech Poznań zu tun bekommt. Mit einem 2:0-Vorsprung aus Sarajevo gehen die Polen nächsten Mittwoch ins Rückspiel.

YB gegen Monaco und ein mögliches Super-League-Duell

Die Young Boys bekommen es in der Qualifikation zur Champions League mit dem letztjährigen Viertelfinalisten AS Monaco zu tun und müssen zunächst daheim antreten. In der Europa League könnte es zum Duell FC Thun gegen FC Vaduz kommen. Der FC Zürich trifft auf Varna (Bulgarien) oder Dinamo Minsk. Der FC Sion als Cupsieger ist direkt für die Gruppenphase qualifiziert.

Grossartig etwas sagen zum potenziellen Gegner konnte Urs Fischer eine Stunde nach der Auslosung in Nyon noch nicht. Der neue FCB-Trainer ist fixiert auf den Saisonstart am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den FC Vaduz (13.45 Uhr, St.-Jakob-Park; Vorverkauf: 25’300). «Ich weiss, dass Lech Meister geworden ist und ein stimmungsvolles Umfeld hat.»

Das ist freundlich umschrieben, denn die Hooliganszene um Lech Poznań ist in der Lage, Angst und Schrecken zu verbreiten. Erst vor dem Spiel diese Woche in Sarajevo kam es wieder zu Ausschreitungen; 2013 verhängte die Uefa Teilsperren für das Stadion in Posen nach Rassismus-Vorfällen.

«Hätte einfachere Gegner gegeben»

«Es hätte auf dem Papier einfachere Gegner gegeben», sagt Fischer, «jetzt haben wir einen bekommen, der uns fordern wird.» Zdravko Kuzmanovic, am Freitag neben Fischer Teilnehmer an der Medienkonferenz vor Saisonstart, befindet nüchtern: «Als FC Basel sind wir Favorit. Und wenn man in die Champions League will, muss man auch mal stärkere Gegner schlagen.»

Das Tableau der dritten Qualifikationsrunde:

Der Draw der 3. Runde in der Champions League.

(Bild: Screenshot uefa.com)

Dass Kuzmanovic in die Champions League will («Das ist das Geilste»), steht ausser Frage, und Urs Fischer, der als Trainer mit dem FCZ in der Saison 2011/12 an Bayern München in der Playoffs scheiterte (0:2, 0:1), assistiert dem Spieler mit seinem eigenen, trockenen Humor: «Dann sind wir ja schon zwei.»

Wiedersehen mit Darko Jevtic

Sollte es tatsächlich Lech Poznań werden, käme es zum Wiedersehen mit Darko Jevtic. Der inzwischen 22-Jährige wuchs in Basel auf und galt als sehr vielversprechendes Mittelfeldtalent, als er bei Thorsten Fink zur ersten Mannschaft stiess. Eine Serie von Schulterverletzungen und Operationen warf den serbisch-stämmigen Jevtic allerdings weit zurück. Es reichte nur zu vier (Teil-)Einsätzen. Erst wurde Jevtic nach Innsbruck, dann nach Posen ausgeliehen, ehe ihn die Polen fix übernahmen.

So sahen die Optionen vor der Auslosung am Freitag aus:

Zur Meisterschaft von Lech trug Jevtic sieben Tore und zwei Assists bei, und er war in 29 von 37 Spielen im Einsatz. Am Ende setzte sich das vom 43-jährigen Polen Maciej Skorża trainierte Lech mit einem Punkt Vorsprung vor Legia Warschau durch, entthronte den zweifachen Meister aus der Hauptstadt und feierte selbst nach 2010 erstmals wieder den Titel – den siebten in der Clubgeschichte.

Stadion für die Euro 2012

Ob man all diese Informationen über Posen benötigt, wird sich kommenden Mittwoch nach dem Rückspiel herausstellen. Schafft es Lech Poznań, gastiert der FCB in der darauffolgenden Woche am 28. oder 29. Juli in der nach einem Telekom-Unternehmen benannten Inea-Stadion.

Die Arena wurde 2012 für die Euro in Polen und der Ukraine für 150 Millionen Euro komplett umgebaut und bietet 43’000 Zuschauern Platz. Mit einem Durchschnittsbesuch von knapp 27’000 hat Posen, die fünftgrösste Stadt Polens, die mit Abstand treueste Fangemeinde in der Ekstraklasa.

In der ersten polnischen Liga geht es für Lech ebenfalls an diesem Wochenende wieder los. Vor Jahresfrist war Posen in der Qualifikation zur Europa League an den Isländern von UMF Stjarnan gescheitert.



Das würde den FC Basel in Posen erwarten: Die Inea-Arena mit ihren 43'000 Plätzen. Für die Euro 2012 wurde das Stadion komplett modernisiert.

Das würde den FC Basel in Posen erwarten: Die Inea-Arena mit ihren 43’000 Plätzen. Für die Euro 2012 wurde das Stadion komplett modernisiert. (Bild: http://sfj.amu.edu.pl/)

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Konversation

  1. Der von Euch genannte Zuschauerschnitt (27 000) kam genau in den 4 Playoff-Spielen zum Ende der Saison zustande. In der regulären Saison hatten sie einen Schnitt von gut 16 000….
    Es ist aber tatsächlich der Spitzenwert in Polen

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