FC Basel verpflichtet weiteren Innenverteidiger – Abgang von Fabian Schär verdichtet sich

Der FC Basel baut seinen Kader für die kommende Saison weiter aus: Der Verein holt von Odense BK den dänischen Innenverteidiger Daniel Hoegh.

Der FC Basel baut seinen Kader für die kommende Saison weiter aus: Der Verein holt von Odense BK den dänischen Innenverteidiger Daniel Hoegh.

Der dritte Wechsel ist perfekt beim FC Basel. Wie der Verein mitteilt, hat er den dänischen Verteidiger Daniel Hoegh für bis mindestens 2019 verpflichtet. Der 24-Jährige (geboren 6.1.1991) kommt von Odense Boldklub. 

Hoegh – der korrekt Høegh geschrieben wird – trat dem Verein 2004 als Junior bei und bestritt am 30. August 2010 beim 2:1-Heimsieg gegen den aktuellen Landesmeister FC Midtjylland aus der Stadt Herning sein erstes von 110 Profispielen mit der ersten Mannschaft. Eine Runde vor Schluss liegt Odense in der laufenden Meisterschaft der Superliga mit zwölf Teams auf dem achten Platz.

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Der 1,90 Meter grosse Innenverteidiger ist nach Eigil Nielsen (1974–1978), Brian Bertelsen (1990–1991) und Lars Olsen (1994–1996) der vierte dänische Fussballer, der die Farben des FCB tragen wird, wie der Club mitteilt.

Kein gutes Zeichen für Schär-Fans

Hoegh ist nach Manuel Akanji und Michael Lang der dritte Defensive, den der FC Basel auf die neue Saison verpflichtet. Die Verpflichtung des Dänen verdichtet die Anzeichen, dass Fabian Schär wohl nicht mehr lange den Rotblauen angehören wird – nach Akanji ist es bereits der zweite Innenverteidiger, den der FC Basel verpflichtet. Zudem dürfte Ivan Ivanov nach langer Verletzungspause zurückkehren. 

Daniel Hoegh freut sich jedenfalls auf die «neue Herausforderung» und die «grosse Gelegenheit». Er sei «sehr überrascht» gewesen von der Anfrage des FC Basel, wie er im Interview auf der Website des Vereins verrät. Hoegh erzielte in der abgelaufenen Saison drei Tore in 24 Spielen und kassierte in den 2004 gespielten Minuten vier Gelbe Karten.

» Sprechen Sie Dänisch? Daniel Hoegh, der neue Verteidiger des FC Basel, in einem Video mit Teamkollegen

Daniel Hoegh

Daniel Hoegh im Trikot des Odense Boldklub, für den der 24-Jährige seit 2004 spielt. (Bild: Odense Boldklub ob.dk)

Konversation

  1. „Schwierig, in Worte zu fassen“
    Übersetzung eines Artikels von Morten Wamsler auf http://www.ob.dk
    Es ist ein kleines Märchen, in das Daniel Høegh in diesen Tagen hineingeraten ist. Vergangenen Sonntag hatte er noch grossen Anteil am 2:2 gegen Hobro gehabt – tags darauf reiste er bereits in die Schweiz für die obligaten medizinischen Tests beim FCB. Danach unterschrieb er einen Vierjahres-Vertrag, wie heute offiziell bekannt gegeben wurde.
    „Es ist schwierig, in Worte zu fassen, weil es so unterwartet gekommen ist, wenn ich nur ein paar Wochen zurückdenke,“ sagt Høegh . „Damals wusste ich noch nicht vom Interesse des FCB, es ist also sehr schnell gegangen. Ich bin sicher, dass es der richtige Schritt ist, und ein richtig grosser für mich. Eine fantastische Möglichkeit hat sich mir eröffnet, und das Timing scheint perfekt. Elf Jahre habe ich jetzt beim OB gespielt, davon fünf Saisons in der Liga mit allen Hochs und Tiefs. Ich habe viel erlebt mit dem Klub, und in Anbetracht meines Alters ist ist es der perfekte Zeitpunkt für einen Wechsel.“

    „Der FCB ist ein Grossklub, sowohl in der Schweiz als auch international,“ fährt Daniel Høegh fort. „Er hat es auf internationaler Ebene richtig gut gemacht und ist vielfacher Schweizer Meister. Das wird ein grosser Schritt für mich, aber auch wahnsinnig spannend. Was Timing, Karriere und meine Persönlichkeit angeht, ist die Zeit gekommen zu zeigen, was als Fussballer noch alles in mir steckt. Kann die Zitrone noch mehr ausgepresst werden, und wieviel kann ich noch abliefern? Ich bin extrem gespannt darauf, wenn ich nur daran denke. Ich fühle mich bereit, rauszugehen und alles aus der Zitrone rauszupressen.“
    Daniel Høegh hat in den letzten Jahren eine Berg- und Talfahrt hinter sich.
    „Die letzte Saison war schon merkwürdig, da ist eine Menge passiert – sowohl in der Mannschaft als auch privat. Ich hatte einige Verletzungspausen, bekam einen neuen Trainer, musste sein Spielsystem erlernen, verletzte mich erneut und musste wieder pausieren. Im Frühling aber war ich wieder topfit und konnte voll aufdrehen. Und habe damit meine bisher beste Form erreicht. Das war eine fantastische Entwicklung, die ich vor einem Jahr noch nicht hätte kommen sehen. Es fühlt sich komisch an, auf all das zurückzuschauen, was ich durchgemacht habe, und dann zu sehen, wohin es mich gebracht hat,“ sagt Daniel Høegh.
    Das Abenteuer FC Basel ist gleichzeitig der Abschluss einer langen Karriere beim Odense Boldklub. Und ein denkwürdiges Erlebnis.
    „Es ist ja eine Chance, die ich gar nicht habe kommen sehen, und natürlich konnte ich dazu nicht nein sagen. OB und Odense werde ich tief in meinem Herzen mittragen, und ich werde die Geschicke des Klubs so gut es geht mitverfolgen.Vorerst komme ich zurück nach Odense, um meinen Job beim OB abzuschliessen (letzte Runde der Meisterschaft, A.d.Ü). Ich spiele noch eine Woche in den gewohnten Farben, und die wird sicher sehr speziell werden für mich. Ich kenne ja nichts anderes als den OB, der Klub bedeutet mir persönlich brutal viel. Darum fühlt es sich so komisch an, sich vom Klub zu verabschieden, von den Fans, der Stadt und der Insel Fyn. Ich kann das alles noch nicht einordnen. Und ich finde, nur einfach ‚Danke‘ zu sagen ist ein bisschen armselig. Das kann nicht alles abdecken,“ sagt Daniel Høegh zum Schluss.

    Mit Rücksicht auf die Urheberrechte nur an die Redaktion – vielleicht interessant für die TaWo.

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