Titel und Serien – die rotblaue Meistergalerie

Die sechs Meistertitel des FC Basel hintereinander – das ist in der Schweiz unerreicht und in der langen Geschichte des europäischen Clubfussball gibt es nur 14 Vereine, die noch imposantere Alleinherrschaften erlebt haben. Ein paar Zahlen und Fakten zu den jüngsten Meisterschaften.

Bild zu Meistergalerie Titelgalerie 2015

Die sechs Meistertitel des FC Basel hintereinander – das ist in der Schweiz unerreicht und in der langen Geschichte des europäischen Clubfussball gibt es nur 14 Vereine, die noch imposantere Alleinherrschaften erlebt haben. Ein paar Zahlen und Fakten zu den jüngsten Meisterschaften.

Die Meisterschaft vorzeitig unter Dach und Fach zu bringen – das gabs seit Einführung der Super League 2003/04 nur in der Hälfte der zwölf Entscheidungen. Fünf Mal ist das dem FC Basel gelungen und einmal dem FC Zürich, der 2009 eine Runde vor Schluss nicht mehr einzuholen war. 

Stimmen, Bilder, Videos: Alles zur 18. Meisterschaft des FC Basel – hier geht es zur Übersicht

2004 war der FC Basel bereits nach 32 Runden Champion (mit am Ende 13 Punkten Vorsprung vor den Young Boys), einen Spieltag mehr brauchte es ein Jahr später, um den am Ende um zehn Punkte distanzierten Überraschungs-Zweiten FC Thun definitiv hinter sich zu lassen.

Die klarste Angelegenheit war die Meisterschaft 2011/12, die Saison, als Heiko Vogel im Oktober dem nach Hamburg abgewanderten Thorsten Fink als Cheftrainer nachfolgte. Damals war schon fünf Runden vor Schluss alles klar, beendete der FCB mit seinem 15. Meistertitel und damals dritten in Folge schliesslich die Spielzeit mit gewaltigen 20 Punkten Vorsprung auf den FC Luzern.

Der Basler Platz in den Geschichtsbüchern

Mit seinem insgesamt 18. Meistertitel ist der FC Basel in der ewigen Bestenliste hinter Rekordmeister Grasshoppers (27 Titel) alleiniger Zweiter vor Servette Genf (17), dem FC Zürich (12) und den Young Boys (11), deren letzte Meisterschaft auf 1986 zurückgeht.

Und unter Europas Serientätern rückt der FCB ebenfalls nach vorne. Skonto Riga ist mit seinen von 1991 bis 2004 gewonnenen 14 Meisterschaften in Lettland der Rekordhalter vor Rosenborg Trondheim mit seinen 13 Titeln in Norwegen zwischen 1992 und 2004.

Auf zehn Meisterschaften en suite hat es Pyunik Erewan in Armenien gebracht (von 2001 bis 2010) und am ersten Mai-Wochenende ist dieses Kunststück auch Dinamo Zagreb gelungen, das nun seit 2006 ununterbrochen die kroatische Liga dominiert.

Noch ein Titel mehr, und Basel reihte sich ein unter Ujpest Budapest (bis 1975), Olympiakos Piräus (bis 2003), NK Maribor (bis 2003) sowie Olympique Lyon, das zwischen 2002 und 2008 keinen anderen in Frankreich Meister werden liess – und seither nichts mehr gewonnen hat.

Alle Schweizer Fussball-Meister seit 1898

2015 FC Basel2014 FC Basel2013 FC Basel2012 FC Basel2011 FC Basel2010 FC Basel • 2009 FC Zürich • 2008 FC Basel • 2007 FC Zürich • 2006 FC Zürich • 2005 FC Basel2004 FC Basel • 2003 Grasshoppers • 2002 FC Basel • 2001 Grasshoppers • 2000 FC St. Gallen • 1999 Servette • 1998 Grasshoppers • 1997 FC Sion • 1996 Grasshoppers • 1995 Grasshoppers • 1994 Servette • 1993 FC Aarau • 1992 FC Sion • 1991 Grasshoppers • 1990 Grasshoppers • 1989 FC Luzern • 1988 Xamax • 1987 Xamax • 1986 Young Boys • 1985 Servette • 1984 Grasshoppers • 1983 Grasshoppers • 1982 Grasshoppers • 1981 FC Zürich • 1980 FC Basel • 1979 Servette • 1978 Grasshoppers • 1977 FC Basel • 1976 FC Zürich • 1975 FC Zürich • 1974 FC Zürich • 1973 FC Basel1972 FC Basel • 1971 Grasshoppers • 1970 FC Basel1969 FC Basel • 1968 FC Zürich • 1967 FC Basel • 1966 FC Zürich • 1965 Lausanne • 1964 La Chaux-de-Fonds • 1963 FC Zürich • 1962 Servette • 1961 Servette • 1960 Young Boys • 1959 Young Boys • 1958 Young Boys • 1957 Young Boys • 1956 Grasshoppers • 1955 La Chaux-de-Fonds • 1954 La Chaux-de-Fonds • 1953 FC Basel • 1952 Grasshoppers • 1951 Lausanne • 1950 Servette • 1949 FC Lugano • 1948 AC Bellinzona • 1947 FC Biel • 1946 Servette • 1945 Grasshoppers • 1944 Lausanne • 1943 Grasshoppers • 1942 Grasshoppers • 1941 Lugano • 1940 Servette • 1939 Grasshoppers • 1938 Lugano • 1937 Grasshoppers • 1936 Lausanne • 1935 Lausanne • 1934 Servette • 1933 Servette • 1932 Lausanne • 1931 Grasshoppers • 1930 Servette • 1929 Young Boys • 1928 Grasshoppers • 1927 Grasshoppers • 1926 Servette • 1925 Servette • 1924 FC Zürich • 1923 Kein Meister * • 1922 Servette • 1921 Grasshoppers • 1920 Young Boys • 1919 Etoile La Chaux-de-Fonds • 1918 Servette • 1917 FC Winterthur • 1916 Cantonal Neuchâtel • 1915 Brühl St. Gallen • 1914 FC Aarau • 1913 Montriond LS (später Lausanne-Sports) • 1912 FC Aarau • 1911 Young Boys • 1910 Young Boys • 1909 Young Boys • 1908 FC Winterthur • 1907 Servette • 1906 Winterthur • 1905 Grasshoppers • 1904 FC St. Gallen • 1903 Young Boys • 1902 FC Zürich • 1901 Grasshoppers • 1900 Grasshoppers • 1899 Anglo-American Club Zürich • 1898 Grasshoppers (inoffiziell)

* Der FC Bern gewann die Finalpoule, hatte im Saisonverlauf aber einen nicht qualifizierten Spieler eingesetzt. Der Titel wurde deshalb aberkannt, und es gab in jenem Jahr keinen Meister. – Gelb unterlegt: Die Serie der Young Boys mit vier Titeln in Serie, die vom FC Basel bereits 2014 übertrumpft wurde.

Konversation

  1. In der Liste fehlt Dynamo Berlin (Berliner FC Dynamo), der in der damaligen DDR ebenfalls eine Serie von zehn Titeln in Folge erreichte.

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    1. Überhaupt interessant, dass der FCB hier stolz in eine Reihe korrupter Ost-Ligen gestellt wird. Solche Dynastien sind jedenfalls nicht Ausdruck unseres pluralistischen Verständnisses von Demokratie und eines fruchtbaren Miteinanders.

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    2. Wir können ja nichts dafür dass andere Vereine unfähig sind (YB) oder in der reichsten, wohlhabensten, tollsten, hippsten, einzigen Stadt der Schweiz daheim sind und kaum Geld bekommen (FCZ) oder voller Selbstdarsteller sind und an längst vergangenen Zeiten herumhängen (GC, Vogel) oder einfach nicht die Mittel haben, aber das Beste daraus machen (Thun).

      Und so ist es nur logisch, dass der FCB Serienmeister ist. Was kann der FCB dafür, dass er von Stümper, Halodriane und Selbstdarsteller umgeben ist?

      Mir wäre es auch lieber, man hätte echte Konkurrenz. Nur macht sich diese selbst kaputt.

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    3. @saint louis:
      Norwegen, Schottland, Frankreich, Nordirland, Griechenland, Lettland haben korrupte Ligen? Und Armenien? Ungarn? Oder sprechen Sie von der Landespolitik? Die ist übrigens bei vielen auch parlamentarisch.

      und überhaupt: was hat das mit einer pluralistischen Demokratie zu tun? etwas viel heisse Luft, wenn Sie mich fragen…

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  2. Ketzerische Konklusion die zweite: 95 Jahre lang (1899-1967 und 1981-2002) spielte der nunmehr zweitgekrönteste Club der Schweiz mit der einen Ausnahme keine entscheidende Rolle. Hätte man das nicht ein wenig besser verteilen können?

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  3. …und durch nochmaliges Wiederholen und Bauchpinsel und Artikelschreiben wird die Euphorie nun immer noch nicht grösser und die Übersättigung merklich in Mark und Bein. Dominanz als Schlagwort der Strassen-Kommentatoren-Schreiber und Inhaltloses wird nicht nicht plötzlich goldglänzend. Freue mich schon auf die walliser Belehrung an Fussballfest beim Cup-Final!

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