«Wir glauben daran!»

Niedergeschlagen? Deprimiert? Aber nein. Nach der Niederlage gegen Cluj machten die Spieler des FCB, was alle Spieler tun: Sie schauten nach vorn.

Basel's Marco Streller thanks the fans after a Champions League play-off first leg match between Switzerland's FC Basel 1893 and Romania's Fotbal Club CFR 1907 Cluj at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Tuesday, August 21, 2012. (KEYSTON (Bild: GEORGIOS KEFALAS)

Niedergeschlagen? Deprimiert? Aber nein. Nach der Niederlage gegen Cluj machten die Spieler des FCB, was alle Spieler tun: Sie schauten nach vorn.

Der Tagesbefehl in der FCB-Garderobe nach der Niederlage gegen Cluj: Mut! Hoffnung! Kopf gerade!

Und dann standen sie die da, die Spieler, verschwitzt und in Adiletten und versprühten beinahe beängstigende Zuversicht.

Yann Sommer war der erste und er lächelte, als er sagte: «Wir waren die spielbestimmende Mannschaft. Natürlich standen wir in drei Situationen etwas offen, aber wir dürfen den Kopf jetzt nicht hängen lassen.» Noch sei nichts entschieden, noch habe man, und hier war das Wort, Zuversicht für das Rückspiel.

Auftritt Valentin Stocker: «Wir dürfen kein Selbstmitleid haben, wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. 60 Minuten lang haben wir hervorragenden Fussball gespielt und wurden dafür nicht belohnt.» Aber, und dazu hob Stocker den Kopf und sah direkt in die Kamera eines der vielen Online-Portale, «es kann schnell gehen im Fussball». Für ihn allerdings nicht, jedenfalls beim Rückspiel nicht. Valentin Stocker ist nach seiner gelben Karte von heute Abend gesperrt.

Wie die Kinder

Mittun wird dagegen Aleksandar Dragovic, der keine Sekunde mehr spielen wird, ohne dass wir an sein Tattoo auf seinem verlängerten Rücken denken müssen (dazu kam leider keine Frage). «Wir haben uns manchmal verhalten wie Kinder. Alle rennen nach vorne, alle rennen zurück.» Aber eben, jetzt sei erst Halbzeit, entschieden sei noch gar nichts. «Wir haben uns auch gefreut nach dem 1:0 gegen München. Und haben nachher 7:0 verloren. Wenn wir beim Rückspiel das 1:0 schiessen, dann werden die nervös.» Noch sei nichts verloren.

Das sah, oh Wunder, auch der Captain so. Marco Streller sagte: «Wir haben 60 Minuten hervorragenden Fussball gespielt und fünf Minuten Katastrophenfussball.» Wenn man gleich effizient wie die Rumänen gewesen wäre, «ja dann hätten wir 7:2 gewonnen». Jetzt müssten gerade die Führungsspieler hinstehen und zeigen, dass man eine gute Mannschaft sei. «Das wird das gleiche Cluj sein am Mittwoch wie heute.» Auf den hervorragenden ersten 60 Minuten müsse man nun aufbauen: «Wir glauben daran.»

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