Basel-Stadt bunkert zu wenig Schutzraum

Im Notfall ist nur eines sicher: Es gibt zu wenig Platz für die Basler Bevölkerung in den Luftschutzanlagen. 

Nur 80 Prozent der Basler Bevölkerung kommen in den bestehenden Luftschutzanlagen unter. (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Keiner wird zurückgelassen, heisst es in Actionfilmen. So steht es auch in der Schweizer Zivilschutzverordnung: Im Falle einer Naturkatastrophe oder eines Kriegsfalles soll sich die gesamte Bevölkerung in Sicherheit bringen können.

In Basel-Stadt ist die Zahl der Luftschutzanlagen allerdings zu gering, schreibt die «Basler Zeitung»: Von 198’000 Einwohnerinnen und Einwohnern bleiben 35’000 ohne Bunkerplatz. Laut Polizeisprecher Toprak Yerguz besteht deshalb akuter Nachholbedarf, es würden laufend sämtliche Möglichkeiten für den Bau von Schutzplätzen geprüft.

Der Kanton Baselland kennt dieses Problem übrigens nicht: Dort gibt es 40’000 Schutzplätze mehr als verordnet. Ein Grund mehr für eine Kantonsfusion…

BaZ: Der Bunkerbau zu Basel

Konversation

  1. Sorry, habt ihr auch schon gehört, dass Zivilschutzbunker wenig bis gar nichts bringen. Vor allem die sogenannten Luftfilteranlagen. Stell dir vor du flüchtest nach unten und stellst fest, dass du nicht den richtigen Filter hast…Zivilschutzbunker sind reine Geldmacherei und Scheinberuhigung.

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    1. Nein. Selbsterfahrungen. Der Zivilschutz hat über Jahrzehnte ‚auf Halde‘ ausgebildet und viele Millionen Steuergelder verpufft. Ich war Chef Zivilschutz einer grossen Gemeinde. Und was die Filter anbelangt stütze ich mich auf Aussagen von Fachleuten, deren Urteilsvermögen ich nicht bezweifle.

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    2. Das war noch nie als was anderes gedacht.
      1. Wirtschaftsförderung in der Beton- und Zementindustrie
      2. Falschinformation der Bevölkerung mit Hauptzweck der Beruhigung, siehe auch damaliger Info-Umgang anlässlich der Sandozkatastrophe, wo doch tatsächlich die Schulkinder in die Schuile gehen sollten.
      3. Das, wozu man diese Dinger wirklich brauchen könnte, erledigt sich von selbst, da Strahlen nicht einfach per Besen wegwischbar sind.
      4. Bei Verstrahlung durch eines der alten nahegelegenen AKWs (Beznau, etc.) könnte eine Rolle Klebeband sinnvoller sein, um die Fenster, Türen und Lüftungslöcher abzukleben.
      5. Nach dem Big-Bumms muss man ja dennoch wieder auf die Strasse: Da fehlt dann jegliche Infrastruktur, ein Berg Schutt, der zu allem Glück dann noch vor sich hinstrahlt. Die Jodtabletten wirken dann auch eher wie Punkt 2.
      Statt dass man verkocht, verdampft wird, stirbt es sich so etwas später an der Strahlenkrankheit und deren Folgen (siehe Tschernobyl) etwas langsamer.

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