Basler Schwulenszene verliert ihr ältestes Stammlokal

Nach über vier Jahrzehnten hat das «L39», ehemals «Elle & Lui», seine Pforten geschlossen. Die Gäste sind zunehmend weggeblieben. 

Auch die Rundumerneuerung half nicht: Das Elle & Lui alias L39 musste schliessen. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Vierzig Jahre lang war das «Elle & Lui» an der Rebgasse 39 eine der wenigen Schwulen-Bars der Stadt. Nach der wilden Zeit in den 90er-Jahren wurde das Kultlokal 2014 rundumerneuert und der Barchef zum Betreiber. Die Barfläche war danach doppelt so gross und das Lokal trug fortan einen ganz postmodernen Namen: «L39».

Die Gäste blieben trotzdem mehr und mehr weg. Am 30. November traf man sich deshalb auf ein letztes Bier in der feuerroten Bar. Vor allem die jungen Homosexuellen treffen sich lieber übers Internet als am Bartresen aus Massivholz, schreibt das Gay Magazin «Cruiser» über das Ende einer Epoche.

Konversation

  1. Wer in der Mitte der Gesellschaft ankommt, hat kaum das Bedürfnis, sich noch zu spearieren. Eigentlich ein Zeichen in die richtige Richtung.

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  2. Das renovierte Lokal war gut präsentiert, aber das Ambiente war aus einer anderen Epoche – angefangen von der Musik und dem Décor. Die Zischbar macht vor wie’s auch anders gehen könnte.

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  3. ja was die legendäre THERES vom Casita seinerzeit hier erschuf ist halt in die Jahre gkommen und eben das SICH KENNENLERNEN funktioniert heut anders. Schad, auch um den Dupf der mir eh lieber war, aber naja man wird schon noch einen Treffpunkt in Basel finden wo man unter sich ist. Liebe Grüsse aus Marrakech weit weit ewäg

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