Der neue Bulle ist ein ganz ein Braver

Elefant Jack ist noch nicht lange in der Anlage Tembea, aber die Herzen der Ladys hat er schon alle gewonnen. Was für ein Charmeur!

Jack kam im Mai nach Basel und hat den Elefantendamen seither keinen Ärger beschert. (Bild: Zoo Basel)

Er kam von weit her. Aus Ungarn, um genau zu sein, und zwar mit dem Zug. Brauchte natürlich einen Spezialcontainer, XXXL, ist ja klar. Nach 30 Stunden Reise hievte den Riesen am 11. Mai dann endlich ein Kran in sein neues Zuhause. Grosser Auftritt also.

Den Macker wollte der 24-jährige Elefantenbulle deswegen aber nicht raushängen, wie aus der Mitteilung des Basler Zoos hervorgeht. Jack liess die beiden Damen Maya (23) und Rosy (22) beim ersten Date angenehm viel Raum. Mit der Leitkuh Heri (41) verstand er sich ein paar Tage später dann auch ganz gut, nachdem diese zunächst etwas nervös war wegen des Jünglings.

Neugierig zeigte sich hingegen die Älteste im Kreise, Malayka (46). Man hatte sie wegen ihres Alters bewusst von Jack ferngehalten, doch die beiden beschnupperten sich am Gittertor so zärtlich, dass jetzt alle fünf im gleichen Gehege wohnen dürfen.

Bei aller Harmonie: Die Nacht verbringen Bulle Jack und die Elefantenkühe weiterhin getrennt. Ist ja auch noch etwas früh, um bereits an Nachwuchs zu denken.

Konversation

  1. Dass man sich freuen kann, dass wieder ein Tier in Basler Gefangenschaft gekommen ist, verstehe ich nicht. Wenn dieser Jack über seine 24 Jahren reden könnte… Er hat es hier im Zolli sicher besser als in Ungarn, aber was soll das: wo gehört er anders als in seiner Heimat, wo – hoffe ich – seine Herkunftsfamilie noch ist! Und wenn es in seiner Heimat, ob das jetzt in Afrika oder Indien ist, noch schlimmer ist, rechtfertigt dies die schamvolle Gefangenschaft bei Menschen, eine Tiersorte, die die meisten Tiere hat aussterben lassen? Dass dies keine Übertreibung ist, beweist das Geschichtebuch „homo sapiens“ durch Yuval Noah Harari, das ich allen sehr empfehlen kann.

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