Die HGK frisst weisse Farbe ohne Ende

Weiss ist der Foyerboden der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) im Dreispitz, weiss ist auch der Boden im ersten Stock. Damit das so bleibt, müssen immer wieder Maler zum Pinsel greifen.

Dauerauftrag für Maler im HGK-Gebäude: Zu viele Füsse verderben den Boden.

Handwerker sagen der «Basler Zeitung», man rücke wegen der weissen Böden schon mindestens zum siebten Mal aus – innert drei Jahren. Aktuell steht ein kompletter Neuanstrich für 40’000 Franken an.

Bislang seien nur «punktuelle Ausbesserungen» vorgenommen worden, sagt Hochbauamt-Leiter Thomas Blanckarts. Man müsse eben energetische und ökologische Vorgaben einhalten, weshalb eine robuste Bodenbeschichtung nicht drinliege.

Der jetzt verwendete Belag ist laut den Malern zwar besser, aber wirklich tauglich wäre einzig einer, wie man ihn auch in Parkhäusern findet. Dazu Blanckarts: «Wir haben kein Parkhaus gebaut, sondern eine Hochschule für Gestaltung und Kunst.»

«Basler Zeitung»: Fragwürdiges Bodendesign

Konversation

  1. Eigentlich sollte ein solcher Artikel eine Nicht-Meldung sein. Denn der Mist ist schon längst geführt. Aber es stellen sich einige Fragen an Architekten, Hochbauamt und HGK. Dass Architekten sich mit Farben nicht so auskennen, ist mittlerweile Allgemeinplatz. Das weisse Nichts im obigen Bild stört man am Besten nicht mit der Gegenwart von Farbe tragenden Menschen. Möchte man eine Aula haben, die zu gebrauchen sei, müsste dieser Raum total neu gedacht werden. Aber wer will schon dafür Geld in die Hand nehmen?

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  2. Vielleicht sollte man die SchülerInnen der Hochschule für Gestaltung und Kunst mit kuschelig-weichen Tigerfinkli ausstaffieren. Das würde passen und besudelt auch die edle Innen-Architektur in keiner Weise. Nachhaltiger wäre eine solche Investition alleweil.

    Die Parkhaus-Assoziation der MalerInnen ist natürlich völlig abwegig. Hier wird nichts parkiert, gelagert, oder abgestellt. Auch nicht temporär. Hier wird veredelt. Hier wird geistig gearbeitet. Die Fragilität der Böden ist Konzept. Nur Banausen können sich mokieren. Nur Dilettanten monieren die 40’000.- für einen Neuanstrich als hanebüchen.

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