Freizeitgärten Dreispitz: Einzelne Parzellen wegen Bleibelastung geschlossen

Eine Untersuchung der Böden ergab, dass einzelne Gartenparzellen ab sofort nicht mehr als Gemüsegarten genutzt werden dürfen. Der Boden dort ist zu hoch belastet.

(Bild: Samuel Rink)

Nun ist klar: Die Böden im Freizeitgartenareal Dreispitz sind noch stärker mit Blei belastet, als bisher angenommen. Dies hat eine Untersuchung der sogenannten Humusschicht (also dort, wo gegärtnert wird) ergeben, wie die Stadtgärtnerei am Donnerstagabend an einer Informationsveranstaltung bekanntgab.

Vier Gartenparzellen sind sogar so stark belastet, dass sie per sofort nicht mehr als Gemüsegarten genutzt werden dürfen. Doch auch für die restlichen knapp hundert Gärten gelten neue Bedingungen. Die Stadtgärtnerei empfiehlt, «Kontakt mit dem Boden zu meiden» sowie auf den Anbau von Gemüse mit hohen Bleiaufnahmeraten wie Karotten, Radieschen oder Kopfsalat zu verzichten.

«Die Stadtgärtnerei erarbeitete zusammen mit dem Vorstand des Familiengartenvereins Dreispitz eine mögliche Vorgehensweise, wie das Areal bis zu seiner ohnehin geplanten Aufgebung im Jahr 2020 respektive 2025 weiter betrieben werden kann. Unter den gegebenen Umständen ist die Nutzung der Gärten weiterhin möglich. Auf Gemüseanbau im gewachsenen Boden muss aber verzichtet werden.»

Zur vollständigen Meldung der Stadtgärtnerei.

Die TagesWoche hat vor einigen Wochen die Gärten für eine Videoreportage besucht:

Konversation

  1. Mich wundert lediglich die Tatsache, dass vor sieben Jahren drei Bodenproben aus dem gleichen Areal in Thun ausgewertet worden sind und diese Proben enthielten keine Spuren einer Bleibelastung. Andererseits wurden für diese Proben nur drei spezifische Gärten berücksichtigt. Damals haben sich die Pächter/innen gegenseitig beschuldigt, unerlaubte Unkrautgifte zu gebrauchen. Die Vorwürfe entpuppten sich als haltlos.

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