Gelbe Räder bringen die Schweiz ins Rotieren

Anfang Juli tauchten Hunderte gelbe Leihvelos in Zürich auf – seither bewegen sie die Gemüter. Basel verwehrt sich vorerst der «gelben Flut» und besteht auf einer ordentliche Ausschreibung für einen Veloverleih.

In Reih und Glied. So sieht die Theorie aus. Tatsächlich werden die Velos von O-Bike aber irgendwo irgendwie stehen gelassen. (Bild: oBike)

Die Firma O-Bike aus Singapur agiert, wie man es von einem asiatischen Tiger erwartet: schnell, effizient und massiv. Von Melbourne bis London und nun auch in der Schweiz streut sie ihre Mietvelos. Neben deren grosser Zahl gibt vor allem das sogenannte «Free Floating»-System zu reden: Benutzer laden ein App herunter, hinterlegen ein Depot und können die Velos abstellen, wo es ihnen passt – auf öffentlichem Grund.

In Zürich versucht man, die schlecht kommunizierende Firma in die Schranken zu weisen, hält aber an der liberalen Politik fest. Bern will erst Regeln definieren, bevor die Stadt entscheidet.

Ähnlich sieht man die Lage auch in Basel. Beim Veloverleih handle es sich um einen kommerziellen Betrieb, der eine Bewilligung benötige, zitiert «barfi.ch» den Sprecher des Bau- und Verkehrsdepartements Marc Keller. Ausserdem sei die Stadt sehr kleinräumig. Basel warte darum ab und werde aufgrund der Erfahrung anderer Städte eine Ausschreibung für einen Veloverleih folgen lassen.

Auf eine Veloverleih-System wartet Basel allerdings schon seit Jahren. Der Grosse Rat hat die Regierung gegen ihren Willen dazu verdonnert, ein solches System zu prüfen.

Lesen Sie auf «barfi.ch»: Leihvelos: Basel wappnet sich gegen die «gelbe Pest»

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