Totalsanierung: Massenkündigung in Kleinhüningen

Die Mieter am Giessliweg 60, 62, 64 und 66 in Kleinhüningen werden aus ihrer Wohnung geworfen. Grund ist eine Totalsanierung der vier Liegenschaften. Betroffen sind 50 Mietparteien – hauptsächlich Ausländer, ältere Menschen und Sozialhilfeempfänger. 

«Die Stimmung ist bedrückt», sagt der Abwart. Am Giesslieweg müssen 50 Mietparteien aus ihren Wohnungen.

Die Zukunft, sie bereitet Quintino D’Angelo Sorgen, manchmal auch schlaflose Nächte. Seit 44 Jahren lebt er in seiner 2-Zimmerwohnung am Giessliweg 64. «Ich weiss nicht, wie es weitergeht und ob das Geld künftig reichen wird», sagt der 68-Jährige.

D’Angelo hat Ende Januar die Kündigung erhalten. Bis Ende August 2018 muss er aus seiner Wohnung raus – mit ihm 26 weitere Mieter der Liegenschaften am Giessliweg 64 und 66 in Kleinhüningen. Die Kündigungen für die Häuser 60 und 62 sollen in den nächsten Monaten folgen. Betroffen sind nochmals 23 weitere Mieter.

Besitzer der Mehrfamilienhäuser ist die Finanz und Treuhand AG aus dem Kanton Obwalden. Sie will die Häuser totalsanieren und die Gas- und Wasserleitungen erneuern.

D’Angelo wohnt nicht nur in einem der Mehrfamilienhäuser, er ist auch Hauswart der vier Liegenschaften – seit 1980. Die Kündigungen seien sehr belastend für die Mieter, sagt er. «Die Stimmung ist bedrückt. Viele machen sich Sorgen, ob sie wieder eine günstige Wohnung finden.»

Fragwürdige Totalsanierung

D’Angelo leidet mit ihnen. Die Liegenschaftsverwalterin gebe sich zwar grosse Mühe, für die Betroffenen eine Ersatzwohnungen zu finden, aber: «In den Häusern wohnen viele ältere Personen, Sozialhilfebezüger und Menschen, die nicht gut Deutsch können. Die haben Mühe auf dem Wohnungsmarkt.»

Er als Hauswart wird während der Renovation in einer der noch ungekündigten Liegenschaften nebenan leben können. «Was danach kommt, weiss ich nicht. Keine Ahnung, ob ich bleiben kann, wenn die Wohnungen nach der Sanierung teurer werden», sagt er.

Auch wenn die zuständige Liegenschaftsverwaltung den künftigen Mietzins noch nicht kennt: Teurer wirds auf jeden Fall. Garantiert zu teuer für Sozialhilfeempfängerin L.M.*, die in einer der noch ungekündigten Wohnungen lebt.

Für ihre 2-Zimmerwohnung, die L.M. mit ihrem Sohn teilt, zahlt sie 980 Franken. Mehr kann sie sich bei einem Gesamtbudget von rund 1260 Franken im Monat nicht leisten. Jeder noch so kleine Preisaufschlag droht zur Existenzfrage zu werden. Sie wird sich anderweitig umsehen müssen, vielleicht auch in Baselland. «Aber einfach wird es sicher nicht für mich», sagt sie. Ausserdem lebe sie gerne hier, «mit all den Menschen, die nicht so gut Deutsch sprechen.»

Ärgerlich findet L.M, dass sie via Umwege über die bevorstehende Kündigung erfahren hat. «Man hätte uns doch wenigstens per Brief vorwarnen können, dass die Kündigung in unseren Liegenschaften auch noch ausgesprochen wird – so haben wenigstens alle genug Zeit, sich eine Wohnung zu suchen.»

Zwar kann sie nachvollziehen, dass eine Sanierung nötig wurde. «Die Strom- und Wasserleitungen sind wirklich in einem schlechten Zustand.» Aber eine Totalsanierung hätte sie nicht für nötig erachtet.

Immer mehr Massenkündigungen

Aus Sicht des Mieterinnen- und Mieterverbands Basel handelt es sich bei dieser Massenkündigung um einen «krassen Fall». Co-Geschäftsleiter Beat Leuthardt sagt: «Kündigungen sind immer tragisch – hier besonders, weil es um Leute geht, die auf günstige Wohnungen angewiesen sind und denen es nicht so gut geht.» Zudem betreffe es viele Personen, die sich schlecht wehren könnten, weil sie nicht gut Deutsch sprechen.

«Der Liegenschaftsbesitzerin geht es nur um Renditeoptimierung», kritisiert Leuthardt, der zugleich feststellt, dass im Kanton Basel-Stadt immer mehr Massenkündigungen ausgesprochen werden. «Das ist besorgniserregend», sagt er.

Die Finanz und Treuhand AG war nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

* Name der Redaktion bekannt.

Konversation

  1. @Beat Leuthardt

    Sie nehmen die Kündigungen am Giessliweg zum Anlass, um exemplarisch einen politischen Kampf zur Verbesserung im Mietrecht und Wohnschutz zu führen. Das ist soweit okay. Aber! Sie argumentieren faktenfrei. Sie wissen nicht, ob die vorliegende Sanierung »renditegetrieben« ist. Sie unterstellen dies der Besitzerin. Sie wissen nicht, wie weit die Sanierung geht, aber Sie unterstellen, dass es eine Luxussanierung ist. Sie fordern, dass Sanierungen in Zusammenarbeit mit MieterInnen zu erfolgen haben, können aber nicht nachweisen, ob die MieterInnen des Giessliwegs dies auch wollen. Die wenigen Statements deuten nicht auf entsprechendes Engagement der BewohnerInnen hin. Sie monieren die Unlauterbarkeit von »Pinselanierungen«, u.a. in Riehen, und suggerieren damit, dass dies auch am Giessliweg Praxis sein könnte. Sie wissen Vieles nicht, aber Sie malen sicherheitshalber den Teufel an die Wand. Soweit zur Redlichkeit ihrer Argumentation.

    Ihr Diskussionsstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Würde man face to face diskutieren, könnten Sie auch nicht immer auf irgendwelche Google-Recherchen verweisen, welche ihr Gegenüber scheinbar unterlassen hat oder anstellen müsste, um Sie zu verstehen. Sie müssen hier und jetzt argumentieren.

    Zu guter Letzt suggerieren Sie, dass ich, mit Bundesrat Schneider-Ammann, dafür plädiere, dass MieterInnen, welche sich Mieten in der Stadt nicht mehr leisten können auf’s Land ziehen sollten. Diese Unterstellung ist unverschämt! Eine solche Aussage habe ich nie gemacht, auch nicht zwischen den Zeilen. Im Gegenteil plädiere ich dafür, dass die Politik das Heft in die Hand nehmen sollte um den genossenschaftlichen Wohnungsbau stärker zu pushen (1/3 der Wohnungen sollten Genossenschaften gehören), sowie den sozialen Wohnungsbau massiv mit eigenen Projekten zu fördern. Zahlreiche neue Entwicklungsareale, u.a. Klybeck, Rosental, Lysbüchel, etc., stehen dafür zur Verfügung. Über Immobilien Basel können entsprechende Projekte initiiert und realisiert werden. Die Finanzlage der Stadt ist zur Zeit derart hervorragend, dass im sozialen Wohnungsbau endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden können. Insofern ist dies auch ganz klar ein persönliches Statement gegen Steuersenkungen und weitere Steuergeschenke an Unternehmungen, sondern die dezidierte Aufforderung in eine nachhaltige & soziale Wohnbaupolitik zu investieren.

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  2. Sie, Herr Meury, und die Mieterverbände denken genau dasselbe: Der Vermieter soll eine angemessene Rendite haben. Und mit seinen Rückstellungen soll er die Liegenschaft regelmässig unterhalten.
    Abweichend von Ihnen ist unsere Realität. Die Quartiere sowie Riehen sind voll von besseren Pinselsanierungen, die in Wahrheit nicht dem Werterhalt dienen, sondern renditegetrieben sind.
    Am Anfang steht regelmässig die Renditevorgabe („Sollmiete“), und nach dieser richten sich die zugekauften „Ab Stange-Sanierungsprogramme“. In unseren vielen Verhandlungen im Hinblick auf eine gütliche Einigung bei jeder einzelnen Sammelklage wird dies teils sehr offen zugestanden.
    Ob vor diesen renditegetriebenen Sanierungen leergekündigt wird, ist abhängig von den Vorgaben des Fondsverwalters (bei institutionellen Anlegern) bzw. dem Charakter des kleinen Eigentümers. Mit „Eingriffstiefe“ und baulichen Problemen hat dies rein gar nichts zu tun.
    Hätten Sie, Herr Meury, die Mieterverbände gegoogelt, hätten Sie rasch herausgefunden, wie wir es uns vorstellen: Sanierungen zusammen mit den Mieter/innen – und nicht gegen sie. Und nur solche Verbesserungen, die baulich angezeigt sind. Auch auf den Doris-Leuthard-Freipass (Art. 14 Verordnung) wären Sie gestossen und auf die Angriffe in Bundesbern von SVP und FDP gegen den Mieterschutz.
    Und sie wären auf unsere kantonale Richtungs-Abstimmung gestossen: „4 x JA zu Mietrecht und Wohnschutz“. Wir verlangen sanfte Korrekturen zugunsten der „ganz normalen Mieter/innen“, also Konsi-Kassierin, Buchhalter, Drämmler, Coiffeuse und Pflegefachfrau.
    Der Mieterverband selber, Herr Meury, ist wertkonservativ. Er möchte schlicht, dass die, die in Basel und Riehen wohnen (z.B. seit 70 Jahren schon wie Frau Sch. im Gundeli), hier wohnen bleiben können. Nicht so wie Bundesrat Schneider-Ammann, der sinngemäss meinte, wer sich höhere Mieten in der Stadt nicht mehr leisten könne, müsse halt aufs Land ziehen.
    Dies wäre eigentlich die Kernfrage, wie ich sie von Ihnen mit Ihrer Reputation erwartet hätte. Haben Sie sich tatsächlich auf die Seite des Bundesrates geschlagen? Eigentlich müsste die Realität Sie doch am 10. Juni 2018 zum breit abgestützten „4 x JA“ führen?

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  3. Massenkündigungen sind wirklich eine neue Mode. Wenn mehrere Hausnummern saniert werden mussten, ging das bis dato mit Rochaden. Hausnummer um Hausnummer. Warum geht das heute nicht mehr? Die Auftraggeber sind doch meist Liegenschaftsverwaltungen. Und dahinter sind ganz normale Angestellte. Keine Klassenfeinde. Das ist doch meistens nur Arroganz gepaart mit Unwissen. Konsequenzen muss ja niemand fürchten. In der Schweiz gibt es absolut kein Mietrecht. Nur ein Vermieter-Recht. Da sind die Mieter eben angewiesen auf deren gesunden Menschenverstand. Wie wir Schweizer das ja gerne wünschen.
    Das Problem liegt gerade in den hohen Renditen. An solchen Orten arbeiten viel zu viele Angestellte, die nur sich selbst wichtig nehmen.

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  4. @Matthias Scheurer

    Ich bin nicht das Sprachrohr des Besitzers.

    Wenn ich den Beitrag aber richtig lese, gibt es keinen Anhaltspunkt, welcher bei der geplanten Sanierung auf eine Luxussanierung schliessen lässt. Also wollen wir dies dem jetzigen Liegenschaftsbesitzer auch nicht klammheimlich unterstellen. Wo haben Sie gelesen, dass luxuriöses Parkett verlegt werden soll? Ihre Antwort geht von ihren eigenen Vorurteilen aus und suggeriert eine Luxussanierung. Das ist unlauter.

    Ich weiss, dass Sanierungen aus Rückstellungen getätigt werden müssen, wenn die bestehende Infrastruktur saniert werden muss. Da ich die Rechnung des Besitzers aber nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen.

    Es ist machmal eine Huhn-Ei-Frage: Die Mieten sind tief, weil der Besitzer, oder Vorbesitzer, keine Rückstellungen oder/und keine Sanierungen gemacht hat.
    Aber auch Rückstellungen müssen über die Mieten finanziert werden. In diesem Fall halt vorfinanziert.

    Immerhin sollte man bedenken – auch wenn man den Liegenschaftsbesitzer als Klassenfeind sieht – ,dass der jetzige Besitzer bis dato sehr günstige Mietpreise erhoben hat (gemäss Aussagen der MieterInnen). Dies kann man in diesem Zusammenhang ja sehr wohl auch begrüssen. Führt aber jetzt zu einem Zielkonflikt zwischen den MieterInnen, welche sich weiterhin billige Mieten wünschen und dem Besitzer, der die Sanierung in die Wege leiten will und bezahlen muss.

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    1. „Die Finanz und Treuhand AG war nicht für eine Stellungnahme erreichbar.“ Der Liegenschaftseigentümer hätte also zu Wort kommen können, wenn er denn gewollt hätte. Und was hat dieser Blick-Artikel mit dem Giessliweg zu tun? Haben die Mieter dort „unverschämte Forderungen“ gestellt oder ist ihr Kommentar in die Schublade „ich nicht, aber er auch“ einzuordnen?

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  5. Dass sich der Mieterverband hinter die betroffenen MieterInnen stellt und für deren Anliegen kämpft ist selbstverständlich. Man wird den Verdacht aber nicht los, dass der Co-Geschäftsleiter Beat Leuthardt bewusst eine Empörungsbewirtschaftung betreibt, um damit einerseits politische Forderungen durchzusetzen, anderseits, um neue Verbandsmitglieder zu akquirieren.

    Zielführender wäre es, wenn Leuthardt und sein Verband aufzeigen würden, wie eine Totalsanierung einer Liegenschaft nach ihren Vorstellungen umzusetzen wäre. Wenn Gas-, Wasser- und elektrische Leitungen ersetzt werden müssen, ist dies ein massiver Eingriff und macht eine Liegenschaft de facto unbewohnbar. Wenn auch auch noch die Bäder und Küchen, vielleicht sogar noch die Fenster ersetzt werden müssen, kann man den betroffenen Menschen nicht zumuten, dass sie in dieser Baustelle wohnen. Auch der Mieterverband muss zur Kenntnis nehmen, dass Liegenschaften eine Halbwertszeit haben und Sanierungen nicht apriori Luxussanierungen sind, welche der Gewinnmaximierung dienen. Eine umfassende Sanierung kostet vorerst eine Stange Geld und muss logischerweise via Miete über Jahre amortisiert werden. Natürlich sind Kündigungen nicht lustig und verursachen eine Menge Umtriebe und Ungemach. Dass sich MieterInnen dagegen zur Wehr setzen ist ihr Recht. Aber was sind die Alternativen?

    Die Aussagen der MieterInnen zielen alle auf Besitzstandswahrung. Das entspricht de facto einem lebenslangen Wohnrecht. Bei jedem Versuch einer Gesamtsanierung wird man mit den gleichen Argumenten zu Felde ziehen können. Ergo wird es nie einen Punkt geben, wo eine Gesamtsanierung vertretbar ist. Wenn schon, müsste man über alternative Modelle diskutieren. Nicht die Hausbesitzer oder Investoren sind dafür verantwortlich, dass es zu wenig günstige Wohnungen gibt. Es ist die Politik!

    Die Stadt muss endlich eine Wohnbaupolitik betrieben, welche vermehrt den genossenschaftlichen Wohnbau pusht und zusätzlich den sozialen Wohnungsbau viel stärker lanciert, als dies bis anhin geschehen ist. Eine Bewirtschaftung der Empörung hilft nicht weiter. Damit werden keine neuen Wohnungen geschaffen und die Wohnungen werden damit auch nicht günstiger.

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    1. Lieber Christoph Merry, eine Erneuerung bestehender Infrastrukturen muss eine seriöse Liegenschaftsbesitzerin aus eigenen Mitteln, sprich Rückstellungen finanzieren können, das heisst, sie dürfen zu keinen untragbaren Mietzinserhöhungen führen. Mietzinsrelevant sind demnach nur Aufwertungen, also zum Beispiel der Einbau von neuen, dreifachverglasten Fenstern, zusätzlichen Isolationen – oder dann eben auch der Einbau von teurem Parkett, luxuriösen Küchen oder Bädern, Liftanlagen etc. Dies nennt man dann eine Luxussaniertung, und dagegen ist meines Erachtens angesichts des akuten Mangels an für tiefe Einkommen bezahlbaren Wohnung Empörung durchaus gerechtfertigt! Natürlich muss der Kanton BS ihre Wohnbaupolitik entsprechend anpassen, aber deshalb private LiegenschaftsbesitzerInnen einfach aus ihrer Mitwirkungspflicht zu dispensieren ist politisch doch ein bisschen gar kurzhösig!

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    2. Wie soll der Liegenschaftsbesitzer mit den bestehenden Mieten, die laut dem Artikel bescheiden waren, die Rückstellung für eine Umfassende Sanierung gemacht haben können? Strategisch gesehen hat der Besitzer vermutlich zu lange zugewartet. Wenn regelmässig etwas gemacht wird, dann braucht es auch so einen riesigen Aufwand mit entsprechenden Erhöhungen auf einmal.

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    3. wenn mann zu allem seinen senf abgibt, kommt halt manhmal auch quatchup raus.
      aber nein, wieso sollten geldgierige menschen irgend eine gesellschaftliche verantwortung haben?

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    4. sie haben nun viel erklärt aber trotzdem nichts gesagt. die mieter sind trotzdem alle im seich aber der vermieter wird nach der sanierung schön die mieten erhöhen können.

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    5. Da will wohl einer Regierungsrat werden, so handzahm staatstragend wie der Meury geworden ist.

      Ich frage ihn jedesmal (bekomme aber nie eine Antwort): Wo will er mit den paar Hundertschaften «sozial Schwachen», den vielen Alten und Schlechtverdienern denn jetzt hin?

      In fiktive «Genossenschaften» (die in Zukunft noch zu gründen sind)? Trailerparks mit Pflegedienstanbindung? «Soylent Green»?

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    6. Es braucht einfach mehr Wohnungen/Wohnungsbau, dann hüpfen dann ein paar Hipster von bisherigen ‚Siff-Wohnungen‘ in höher eingestufte, sprich modernisierte im selben Quartier. Nur so kann es zahlenmässig aufgehen. Sonst verbleibt es im pöhsen schwarz-weiss rhetorischen Gelabber in dieser Sache.

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  6. Das bei Mietshäusern die Renditeobjekte sind unschöne Situationen entstehen können ist sicherlich stossend – aber absehbar.

    Es gibt in Basel allerdings eine Entwicklung die weitaus gefährlicher ist:

    Die Wohnbaugenossenschaften werden zum Teil nicht mehr von den Genossen selber sondern immer häufiger von externen Spezialisten verwaltet.

    Dies kann zur Folge haben dass Wohnbaugenossenschaften dazu benutzt werden Wirtschaftswachstum in der Regio zu erzeugen – über mehr oder weniger sinnvolle Renovationen und/oder Umbauten.

    Dieses Wachstum ist für die Regio sicherlich gut und wünschenswert – leider wird auf diese Art und Weise eine der letzten Reserven an bezahlbarem Wohnraum der Stadt Basel gefährdet bzw. vernichtet.

    Ich hoffe dass sich Medien, Verbände und die Politik dieses Themas an nehmen.

    Denn die Lebensqualität in Basel ist mit Sicherheit auch davon abhängig ob das untere Einkommenssegment ohne Ängste und somit ohne Gewalt leben kann! 🙂

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  7. Könnte hier der Staat eingreifen, wenn irgendein Privater massenhaft Obdachlosigkeit verursacht?
    Wer Wohhnungen im grossen Stil (mehr als 5 oder 10) vermietet, hat Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur und gehört damit aus meiner Sicht unter Kontrolle, weil sein Verhalten massive soziale öffentliche Auswirkungen hat.

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