Uni-Dozenten sollen nicht mehr Kurzstrecken fliegen

Für Reisen unter 1000 Kilometern sollen Dozenten der Uni Basel nicht mehr ins Flugzeug steigen. Das fordert der Studierendenrat. 

Eine Exkursion nach Paris mit dem Flugzeug ging den Basler Studierenden zu weit: «Diesen ökologischen Unsinn wollen wir unterbinden», lässt sich Studierendenratspräsidentin Anna Viola Bleichenbacher in der «bz Basel» zitieren. Konkret fordert der Studierendenrat ein Flugverbot für Lehrbeauftragte, die nicht weiter als 1000 Kilometer reisen.

Giuliano Borter, Präsident der Studentischen Körperschaft der Uni Basel (Skuba), begrüsst das Anliegen und will damit beim Rektorat vorstellig werden. Ob daraus aber «verbindliche Richtlinien» würden, sei ungewiss. (nü)  

«bz Basel»: «Ökologischer Unsinn»: Uni Basel soll Dozenten Kurzstreckenflüge verbieten

Konversation

  1. Grundsätzlich richtig. Wenn irgend wie möglich, halte ich es auch so (bin Uni-Dozent). Die Zeit im Zug ist auch in der Regel gut nutzbar. Aber ab und zu geht es aus zeit;ichen Gründen nicht – und leider ist die Option Eisenbahn meistens viel teurer

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  2. Tja, manchmal hat so ein Dozent halt auch Vorträge zu halten an Kongressen, verschiedenen Universitäten etc.
    Wenn sich sowas häuft und man die Hotelpreise in den Grossstädten sich anguckt, kann schon der Wunsch aufkommen, am Abend wieder daheim bei der Familie zu sein.
    Ausserdem wird ein Dozent nicht fürs lange Zugfahren bezahlt, sondern für seine akademische Tätigkeit, die durchaus auch ihren Lohn wert ist.
    Manchmal muss man etwas weiter denken.

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  3. Richtig so, ich fliege aus Eigenintiative seit 2010 nicht mehr und werde dies auch weiterhin zumindest Europaweit so einhalten. Mit diesem Prinzip kam ich mir bisher aber immer alleine vor. Schade wenn man es verbieten muss und die Leute es nicht von selber verstehen (wollen). Ein Zug dauert, bietet aber einen prima Arbeitsplatz (zum Beispiel um endlich mal das Puff auf dem Laptop aufzuräumen). Verzichten aufs Fliegen sollten aber nicht nur Unidozenten, sondern auch z.B. Angestellte der hiessigen Pharmaindustrie! Welche hier als Wochenaufenthalter fette Löhne kassieren und damit am Wochenende z.B. in Ihrer Wahlheimat Berlin in saus und braus leben. „Ist doch easy, schnell mit EasyJet hin und her, kostet ja fast sowenig wie ein U-Bahn Ticket…“ Blödsinn sowas, aber leider Realität.

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    1. Für berufliche Zwecke gibt es Videokonferenzen. Eigentlich könnten wir Flüge unter 1000km gesetzlich verbieten. Mit der Bahn gehts auch.

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    2. Pietro, man sollte vielleicht generell hinterfragen wieso und warum man beruflich so weite Strecken gehen muss bevor man in den Flieger steigt.

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  4. Bravo! Das finde ich eine gute und sinnvolle Forderung! Die gedankenlose Fliegerei, muss wo immer möglich, bekämpft werden. Angesichts der ökologischen Probleme müssen wir das Fliegen drastisch einschränken.

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