Welcome in «Ollschweil»

Die Gemeinde Allschwil schickt ihre Angestellte in Englisch-Kurse, damit sich Expats besser verstanden fühlen können.

Welcome in «Ollschweil». (Bild: Hans-Jörg Walter)

Expats sollen sich in Allschwil so richtig «good» und «happy» fühlen können. Deshalb schickt Allschwil die Gemeindeangestellten in Englischkurse, wie die «bz Basel» berichtet.

Dies stösst aber nicht nur auf Gegenliebe. Die SVP moniert, dass man auch von Englischsprechenden erwarten müsse, dass sie sich sprachlich integrieren. Und die Geschäftsprüfungskommission des Einwohnerrats hatte die Frage aufgeworfen, warum nicht weitere Sprachen wie Türkisch, Französisch oder Albanisch ins Kursangebot aufgenommen werden.

Konversation

  1. Auch Deutsch zu lernen hat noch niemandem geschadet… Die Kolonialherrenmentalität gewisser Firmen (samt eines Teils ihrer Angestellten) empfinde ich nicht als „international“, sondern als arrogant. Obwohl ich noch nie SVP gewählt habe, wohlgemerkt.

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    1. Wenn hier etwas von Arroganz strotzt, dann ihr Beitrag über „Kolonialmentalität“. Für mich fällt so etwas unter Provinzialimus und Schrebergärtchendenken. Englisch ist die lingua franca unserer Zeit und unserer Welt und es ist nicht anders als rechtens, dass ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung fähig ist, Kunden in dieser Sprache zu bedienen. Viele meiner Freunde sind Expats. Manche sprechen respektabel gut Deutsch, andere nur bruchhaft. Beide verdienen unseren Respekt. Bei Expats darf davon ausgegangen werden, dass sie sich in der Schweiz nur vorübergehend aufhalten, bestenfalls ein paar Jahre. Diese Menschen arbeiten in einem internationalen und Englischsprachigen Umfeld und ihre einzigen Berührungspunkte mit der deutschen Sprache finden ausserhalb des Berufs und der Familie statt. Verständlich also, dass sich viele schwer damit tun, sich sprachlich schnell und tief bei uns einzubringen. Es bleibt dann noch zu erwähnten, dass diese Leute bei uns auch Steuern bezahlen und unabhängig von der Höhe ihrer Abgaben es im Interesse der Gemeinde liegen sollten, sie gut zu bedienen. Willkommen im 21. Jahrhundert.

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  2. Englisch-Kenntnisse gehören in der heutigen Zeit in den Bereich Dienstleistung sowie in jedes Stellenprofil für Staatsangestellte mit Publikumskontakt, speziell in einer Gemeindeverwaltung wie Allschwil, in deren Gewerbegebiet sich internationale Firmen mit Weltruf niedergelassen haben und notabene auch viel Geld in die Gemeindekasse spülen.
    Englisch ist nun mal die Firmensprache jeder internationalen Firma.
    Dass diese Englischkurse der ausländerfeindlichen und rückwärtsgewandten SVP nicht passen, kann man getrost als „pettifogging“ bezeichen.

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