Zum Glück vor Beginn der «Fantasy»: Wassermassen bringen Dach zum Bersten

Ein massiver Schwall Regenwasser donnerte kurz vor Start der «Fantasy Basel» in den Hof der Halle zwei – das Dach konnte der Wucht nicht standhalten. «Dass es nicht im Vollbetrieb gerissen ist, war reines Glück», sagt ein Leiter der Messe Basel.

Steter Tropfen höhlt den Stein. Oder im Fall der «Fantasy Basel»: bringt ein Dach zum Bersten.

Donnerstag, 10. Mai,  kurz nach 10 Uhr. Menschen strömen in die Messehalle zwei. Die vierte «Fantasy Basel» hat begonnen. Im Rundhof der Halle hingegen herrscht an diesem Morgen gespenstische Stille. Die Zugänge sind abgesperrt, die Food-Stände geschlossen. Das gut sechs Meter hohe «Star Wars»-Raumschiff steht einsam im Nass. Der Regen prasselt durch das aufgeschlitzte Kunststoffdach in den Hof. 

Was ist passiert?

Gemäss Peter Jörg, Leiter Gastmessen und Events der Messe Basel hat sich in  den frühen Morgenstunden massig Regenwasser auf dem zeltartigen Dach gesammelt. «Um ungefähr sechs Uhr morgens konnte das Dach der Last nicht mehr standhalten.» Das Wasser donnerte aufs Mal in den Hof. Laut Informationen der TagesWoche wurde eine Metalltonne, die im Hof stand, wie eine Dose vollständig plattgedrückt. Wie viel Wasser es gewesen sei, kann Jörg nicht sagen. Augenzeugen gebe es keine.  «Mitarbeiter haben jedoch einen lauten Knall gehört.»

Das Dach sei in der Folge an weiteren Stellen eingerissen und kleinere Wassermengen seien in den Rundhof geflossen. Noch vor Beginn der «Fantasy» wurde der Hof gesperrt und der Hersteller des Dachs zur Messe gerufen. «Der Geschäftsführer sagte, dass er so etwas in 15 Jahren noch nie erlebt habe», erzählt Jörg. Da es noch immer regnete, entschied man sich dazu, das Kunststoffdach zu demontieren. «Dass es nicht im Vollbetrieb gerissen ist, war reines Glück», so Jörg. Gegen halb drei am Nachmittag konnten die Stände im Hof dann geöffnet werden.

Wer ist schuld?

Warum die Kunststoffabdeckung gerissen ist, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. «Zuerst muss das Material analysiert werden», sagt Jörg. Er betont, dass der Hersteller für die Montage des Dachs zuständig sei und die Messe Basel nichts an der Abdeckung verändert habe. Diese war vor der Mustermesse montiert worden und hätte im Juni vor der «Art» wieder abgenommen werden sollen. Wer für den Schaden aufkommen muss, bleibt vorerst offen. 

Für Martin Schorno, CEO der «Fantasy Basel» bedeutet der Vorfall wegen der geschlossenen Stände finanzielle Einbussen. «Wie hoch diese sind, können wir aber nicht sagen. Dafür braucht es noch Zeit», sagt Schorno. Er ist zuversichtlich, dass die Abwicklungen mit der Messe Basel problemlos über den Tisch gehen werden.

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