Verbotene Liebe im Asylheim Reinach? Nein, sagt die Stawa

Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ihr Verfahren gegen die ehemalige Reinacher Asylwohnheim-Mitarbeiterin eingestellt, der sexuelle Handlungen mit einem Abhängigen vorgeworfen wurden.

(Symbolbild) (Bild: sda)

Die Frau hatte sich auf einen mutmasslich minderjährigen Asylsuchenden eingelassen. Die «Basler Zeitung» hatte den Fall im Dezember 2016 mit einem umstrittenen Bericht publik gemacht.

Dass die ehemalige Mitarbeiterin die professionelle Distanz gegenüber dem Asylsuchenden nicht eingehalten hat, ist laut Gemeinderat schon länger klar. Die damalige Mitarbeiterin habe sich aber für alles entschuldigt sowie die Konsequenz gezogen und ihre Stelle gekündigt.

Zur Medienmitteilung der Gemeinde Reinach

«Natürlich werde ich mir den Kopf anschlagen»

Marco Streller vollzieht den Wandel vom Stürmer zum Sportchef des FC Basel. Im Interview schwärmt der 36-Jährige von Trainer Raphael Wicky, er erzählt, was dieser taktisch mit Matias Delgado vorhat und versichert: «Das kommt zu hundert Prozent gut.»

Vor gut zwei Jahren hat Marco Streller die Karriere als Fussballer beendet. Als Sportchef übernimmt er eine Schlüsselfunktion im neuen FC Basel. (Bild: Dirk Wetzel)

Marco Streller, Sie haben als Sportchef den Turm hinter dem Stadion bezogen. Übernehmen Sie das Büro Ihres Vorgängers Georg Heitz?

Da kommt eher meine administrative rechte Hand Roland Heri rein.

Dann übernehmen Sie das Präsidentenbüro von Bernhard Heusler?

Nein, wir haben ja auch einen Präsidenten. Der braucht auch ein Büro.

Bernhard Burgener braucht ein Büro?

Er hat auf jeden Fall eines zugute.

Oft wird der Präsident doch nicht auf der Geschäftsstelle sein.

Das werden wir sehen. Aber wie das genau sein wird, wissen wir noch nicht. Vielleicht übernimmt auch Jean-Paul Brigger das Büro. Es ist ein grosser Umbruch, jeder muss erst seinen Platz finden. Das ist ein Prozess, auch wenn Sie Journalisten dieses Wort nicht mehr hören können.

Sie meinen, weil Ihr letzter Trainer Paulo Sousa dieses Wort ausgiebig benutzte? Also dieser Running Gag ist durch.

Echt? Also gut. Dann nenne ich es Prozess. Am Schluss braucht einfach jeder einen Arbeitsplatz. Wer dabei in welchem Büro sitzt, ist nicht entscheidend.

«Es gibt eine gewisse Skepsis, aber die Menschen in Basel vertrauen mir.»

Haben Sie ihren Tagesrhythmus im neuen Job schon gefunden?

Sie wissen das doch am besten: In diesem Beruf arbeitet man nicht von Montag bis Freitag und fährt pünktlich nach Hause. Die Arbeitszeiten sind intensiv. Vielleicht ist es etwas naiv zu denken, dass es im September oder Oktober ruhiger werden wird.

Vergessen Sie es. Welchen Ratschlag hat Ihnen Georg Heitz mit auf den Weg gegeben?

Dass ich meinen eigenen Weg gehen soll, auch wenn er immer da ist für Ratschläge. Ich müsse meine Fehler machen, so wie er damals auch. Und ich müsse diese akzeptieren, unabhängig von der öffentlichen Meinung. Natürlich werde ich mir den Kopf anschlagen, da bin ich kritisch genug mit mir selbst. Auch in meiner Karriere als Spieler lief nicht alles ohne Zwischenfälle.

Georg Heitz will, dass Sie einen guten Job machen. Spüren Sie das?

Von ganzem Herzen. Genau so, wie ich ihnen von Herzen diesen Abschied gewünscht habe. Bernhard Heusler und Georg Heitz zähle ich zu meinen Freunden. Ich habe nicht im Traum daran gedacht, ihnen den Cuperfolg nicht zu wünschen, nur weil damit für uns Neue der Druck steigt.

Bei Ihrem ersten Auftritt nahmen Sie die Rolle des Lernenden ein. Danach haben Sie sich von Trainer Urs Fischer getrennt. Und nach dieser ersten Entscheidung wirkten Sie bereits mehr oder weniger emanzipiert von der alten Führung. Täuscht dieser Eindruck?

Etwas ist wichtig: Ich musste mir vornehmen, dass ich gewisse Kommentare nicht zu nahe an mich heranlassen darf.

Wie meinen Sie das?

Es ist naiv zu glauben, dass wir uns die Gedanken zu Urs Fischer nicht schon vor unserer Bestätigung an der Generalversammlung gemacht haben. Dann gibt es aber Menschen, die sagen: Wie kann der Streller eine Trainerentscheidung fällen, wenn er noch nicht mal offiziell im Amt ist? Da versuchte ich mich zu rechtfertigen. In diesem Job muss man aber aufhören, sich zu rechtfertigen.

«Ob die Trennung [von Urs Fischer] der richtige Entscheid ist, weiss ich nicht. Aber sie war fair.»

Braucht man als Neuer in Ihrer Funktion rasch eine solche Trennung, um den Druck der ersten Entscheidung loszuwerden?

Ich wusste seit November, dass ich vielleicht diese Funktion übernehme und musste mein ganzes Umfeld im Dunkeln lassen, weil das nicht bekannt werden durfte. Ich hätte gerne alles erzählt, doch ich konnte nicht. Dann machte ich mir Gedanken mit Massimo Ceccaroni und Alex Frei, ob wir mit dem gleichen Trainer in die neue Saison gehen. Urs Fischer hat auf diese Entscheidung gedrängt, weil auch er sich in einem Markt bewegt. Ob die Trennung der richtige Entscheid ist, weiss ich nicht. Aber sie war fair. Mir wird vorgeworfen, dass ich zu harmoniesüchtig sei. Nun hat sich gezeigt, dass ich einen solchen Entscheid fällen kann, wenn es aus unserer Sicht für den FC Basel Sinn macht. Ich musste mir damit aber nicht beweisen, dass ich böse sein kann.

Sie sagten, dass Sie kritisiert werden. Das haben wir bisher nicht so wahrgenommen.

Sehen Sie, das ist genau das Problem. Man stolpert über einen Leserbrief und denkt, das sei die öffentliche Meinung. Die Fragen zu meiner Person sind natürlich berechtigt: Keine Management-Ausbildung, er ist harmoniesüchtig, kann der Streller das? Aber diese Fragen haben sich doch alle auch bei Heusler und Heitz gestellt. Heitz war Journalist, ich war 15 Jahre Fussballprofi. Man muss sich beweisen, und wenn man am Anfang unterschätzt wird, dann kann das gut sein.

Sie werden unterschätzt?

(überlegt lange) Schwierig zu sagen. Was klar ist: Es gibt einige Heckenschützen, die auf einen Fehler von mir warten. Aber der Tenor der Öffentlichkeit ist zu 99 Prozent positiv. Es gibt eine gewisse Skepsis, aber die Menschen in Basel vertrauen mir. Und ich habe ein Team zusammengestellt, das meine Schwächen kompensiert.

«Ich wäre der beste Freund von Matias Delgado, wenn wir die gleiche Muttersprache hätten.»

Was sind denn Ihre Schwächen?

Ich bin administrativ nicht so stark. Es ist schon besser geworden, aber man braucht Menschen neben sich, die auch strukturiert arbeiten können. Ich bin mehr der Bauchmensch und habe meine Stärken im Umgang mit der Mannschaft, in der Kommunikation, ich vertrete nach aussen.

Was waren denn die Stärken in der Präsentation vom neuen Trainer Raphael Wicky? Alle loben diese ja in höchsten Tönen.

Die Präsentationen aller Kandidaten waren hervorragend.

Wer hat denn präsentiert?

Thorsten Fink, Patrick Rahmen und Raphael Wicky.

Peter Zeidler nicht?

Nein, aber ich finde Peter Zeidler einen sehr guten Trainer. Wir hatten zudem noch ein Telefongespräch mit einem Trainer aus dem Ausland, der dann aber nicht unter die ersten Drei kam. Aber zu Ihrer Frage: Ich wollte von Raphael wissen, ob er es sich zutraut, in diesen Kessel zu stehen, nachdem er Trainer der U21 war. Und ich spürte das von der ersten Sekunde an. Er war sehr klar, hat seine Philosophie präsentiert. Seine vielen Sprachen waren mitentscheidend. Wenn man einem Serey Dié auf Französisch begegnet oder Blas Riveros auf Spanisch, dann ist das einfach etwas anderes.

Bisher sprach vor allem Matias Delgado mit Blas Riveros. Fast schon väterlich.

Ich wäre übrigens der beste Freund von Matias Delgado, wenn wir die gleiche Muttersprache hätten. So sind wir einfach nur gute Kumpels, aber um richtig tief zu gehen in der Unterhaltung, braucht es eben die gleiche Sprache.

«Raphael Wicky und ich wollen das gleiche sehen: Leidenschaft und Emotionen.»

Sie sagten, dass Sie und Raphael Wicky sehr viel verbindet. Was meinen Sie damit?

Wir wollen das gleiche sehen: Leidenschaft und Emotionen. Er ist introvertierter als ich, da ergänzen wir uns. Und es hat mich immer beeindruckt, dass er als Vielgereister in Basel eine Heimat gefunden hat. Er ist ein ehrlicher Mensch wie ich und mag es harmonisch. Und trotzdem ist er sehr klar in den Ansagen. Ich sah in mehrmals, wie er in Einzelgesprächen auftritt. Wir ticken jedenfalls sehr ähnlich.

Da werden aber auch schwierige Zeiten auf Sie beide zukommen.

Wir haben das schon angesprochen: Irgendwann könnte der Tag kommen, an dem ich ihm sagen muss: «Wir trennen uns.» Ich verschwende keinen Gedanken daran und bin überzeugt, dass es mit Raphael zu hundert Prozent gut kommen wird – aber wir sind Profis und wissen, dass die Trennung kommen könnte. Man macht uns übrigens immer wieder den Vorwurf, dass wir einander zu nahe seien, weil wir ehemalige Weggefährten sind. Aber wen soll ich denn als Trainer nehmen, mit dem ich noch nie etwas zu tun hatte?

Sie spielten mit Wicky an der Weltmeisterschaft 2006 gegen die Ukraine. Ihr Zungenspiel vor dem Elfmeter hat einen Shitstorm ausgelöst. Hilft Ihnen diese Erfahrung?

Ganz sicher! Ich habe eine dicke Haut und bin gerne bereit, die Verantwortung zu übernehmen. In dieser Hinsicht hat mir die Szene von damals sehr geholfen.

Elf Jahre später und zwei Jahre nach dem Ende Ihrer Spielerkarriere sind Sie bereits Sportchef. Geht das nicht alles sehr schnell?

Ich habe etwa ein Jahr nach der Karriere gemerkt, dass mich das alles nicht erfüllt. Wenn du immer das Adrenalin hattest, dann fehlt das einfach. Und als mir Georg Heitz und Bernhard Heusler sagten, dass sie die Geschäfte gerne mir übergeben würden, da kam alles wieder in mir hoch: Das will ich! Vielleicht hätte ich mir gewünscht, ein Jahr später einzusteigen. Aber es ist kein Wunschkonzert, und schlussendlich muss ich auch sagen: Es war keine Frage von Georg und Bernhard. Es war eine Aufforderung.

«Möglicherweise wird Matias Delgado bei gegnerischem Ballbesitz vor der Abwehr platziert.»

So haben Sie zurückgefunden zum Fussball. Welche Spielweise wird man denn unter dem neuen Trainer sehen?

Ich will keine Kritik üben an Urs Fischer. Wer maximal erfolgreich ist mit dem FC Basel, hat das nicht verdient. Wir wünschen uns aber schnelleres Umschaltspiel, Pressing und höheres Angreifen. Das ist Raphaels Philosophie. Er denkt nicht in Systemen sondern in Zonen.

Wie spielt man denn ein Pressingsystem mit Matias Delgado, dem das nicht sonderlich liegt?

Wenn man sieht, wie Andrea Pirlo zuletzt bei Juventus gespielt hat, dann könnte es in diese Richtung gehen: Möglicherweise wird Matias Delgado bei gegnerischem Ballbesitz vor der Abwehr platziert. Und vorne gibt es Spieler, die andere Qualitäten gegen den Ball haben. Mati braucht Spieler, die für ihn laufen, auch wenn er das niemals von den andern fordern würde. Aber es gibt Typen, die sagen: «Du bist das Genie, ich arbeite für dich.»

Ein interessanter Gedanke, Delgado vor die Abwehr zu ziehen. Das hat man so noch nicht gesehen beim FCB.

Sehen Sie, Raphael ist eben gut.

Pressing ist das eine. Auf der anderen Seite ist der Basler Fussball aufgrund der gegenwärtigen Kräfteverhältnisse in der Liga ein Ballbesitzfussball.

Man kann nicht 90 Minuten Pressing spielen. Mannschaften, die das machen, haben noch ganz andere Mechanismen. Da wird weit nach vorne gespielt, und man geht auf den zweiten Ball.

Kanadisches Eishockey.

Genau, sehr spektakulär für den Gegner. Aber es muss eine Mischung sein: zwischen Ballbesitz, Pressing und Umschaltspiel.

«Bernhard Burgener hat mir mehrere Tricks beigebracht, er war immer ein sensationeller Verhandler. Immer respektvoll, immer freundlich, aber immer hart.»

Der neue Präsident und Besitzer Bernhard Burgener schenkt Ihnen viel Vertrauen. Spüren Sie den Druck, der damit einhergeht?

Druck spüre ich seit 20 Jahren. Bernhard Burgener spricht immer vom föderalistischen Aufbau. Er sagt mir: Du bist für den Sport verantwortlich. Ich will die Aufgabenverteilung nicht mit der unserer Vorgänger vergleichen. Wir machen das auf unsere Art. Jeder hat in seinem Bereich die Verantwortung. Georg Heitz hat beispielsweise weniger kommuniziert als Bernhard Heusler. Ich werde mehr kommunizieren müssen.

Sie sagten, dass Sie viel gelernt hätten von Bernhard Burgener. So lange kennen Sie sich nicht. Was haben Sie denn schon gelernt?

Wie man sich in Verhandlungen verhält. Viel Erfahrung hatte ich darin ja nicht. Er hat mir mehrere Tricks beigebracht, er war immer ein sensationeller Verhandler. Immer respektvoll, immer freundlich, aber immer hart.

Gab es für Sie als Spieler einen Schlüsselmoment in einer Verhandlung, der Ihnen jetzt hilft?

Nein. Denn ich war immer ein einfacher Verhandlungspartner. Ich wusste immer, was ich wert war. Und meistens hat das Gegenüber schnell gesagt: Ja, das bist du wert.

Heisst das nicht einfach, dass Sie mit zu tiefen Forderungen eingestiegen sind?

Ich habe mich nie über Geld definiert.

Als Sportchef müssen Sie Verhandlungen über Geld definieren. Denn es geht nicht mehr um Ihr eigenes, sondern um das des FC Basel.

Das ist richtig. Ich musste mich unter anderem auch ganz schnell von der Vorstellung lösen, dass noch alles so ist wie damals, als ich jung war. Denn sonst wirst du wahnsinnig bei den Forderungen der Jungen! Für mich stand damals noch im Vordergrund, dass ich spielen kann.

Sie dachten doch auch ans grosse Geld.

Ach! Als mich Hanspeter Latour anrief und mich zu Thun holen wollte, da habe ich doch kein Wort über das Geld verloren. Ich war für 4000 Franken brutto Torschützenleader der Super League mit 13 Toren. Mit 4000 Franken brutto! Keine Ahnung, ob sich heute ein junger Spieler dafür einen Schuh schnürt.

Was sagt das über die Junioren aus?

Darüber darf man sich nicht zu viele Gedanken machen. Der Markt hat sich einfach verändert. Weil es Vereine gibt, die die jungen Spieler sehr aggressiv zu sich holen – einen 16-Jährigen für 10’000 Franken im Monat zum Beispiel.

Das kann nicht gesund sein.

Es ist Fakt. Ich mache den Jungen auch keinen Vorwurf. Schauen Sie sich doch mal die Clubs in der Youth League an. Die holen sich eine Handvoll unglaublich gute 16-Jährige, zusammen für fünf Millionen. Und mit einem von denen machen Sie dann irgendwann 50 Millionen. Das ist die Vorgehensweise in diesen Tagen. Deswegen ist es wichtig, den Jungen einen Karriereplan zu machen, und da sind die guten Agenten gefragt, die es eben auch gibt.

«Ich werde mich im ‹Saal 12› zeigen. Und Bernhard Burgener nimmt den Dialog mit der Kurve auch sehr ernst.»

Früher waren beim FCB die Entscheidungswege sehr kurz. In der neuen Vereinsführung gibt es sehr viel Köpfe. Birgt das ein Risiko?

Wenn man es negativ betrachtet, dann ist das so. Aber wir haben hier eine Gruppe von Experten zusammen, die wirklich etwas von Fussball versteht, und die Themen auch kontrovers diskutiert. Jetzt sind wir offiziell gut zwei Wochen im Amt, das muss sich alles erst einpendeln. Mit der Vergangenheit müssen wir abschliessen und unsere Wege finden.

War denn beispielsweise Bernhard Burgener involviert in den Verhandlungen mit Ricky van Wolfswinkel?

Verhandelt haben wir ohne den Präsidenten. Wichtig ist für mich einfach, dass wir ein Budget haben. Dieses gibt er uns vor, und damit können wir frei arbeiten. Er ist aber immer informiert und freut sich, dass wir diesen Transfer machen konnten.

Wie geht die neue Vereinsführung mit der Fanthematik um: Müssen Sie als Held der Kurve mehr tun?

Bernhard Heusler hinterlässt da ein unglaubliches… (überlegt)…

…Vakuum?

Ja. Ich habe das Standing, aber keinen juristischen Hintergrund. Wie viel Fanarbeit ich neben meinem Job als Sportchef machen kann, wird sich zeigen. Aber ich werde das Gespräch suchen und mich auch immer mal wieder im «Saal 12» zeigen. Bernhard Burgener wird aber auch im Dialog sein mit der Kurve, er nimmt das sehr ernst.

Kann Jean-Paul Brigger als Delegierter aus dem Wallis diese Aufgabe übernehmen?

Können ja. Aber er muss sich das Vertrauen bei den Fans erst erarbeiten. Dafür hat er unsere volle Unterstützung. Weil er ein unglaublich guter Mensch und ein unglaublich guter Kommunikator ist. Aber in der Kurve gibt es ganz viele, die sagen: Er hat halt nie für den FC Basel gespielt. Dass sie mir mehr vertrauen, ist normal.

«In der Kaderplanung ist wichtig, schnell zu sehen, ob einer aus dem Nachwuchs schon in der ersten Mannschaft spielen kann.» – Marco Streller (links) im Interview mit den TagesWoche-Redaktoren Christoph Kieslich (Mitte) und Samuel Waldis.

Wie haben Sie den Moment erlebt, als Jean-Paul Brigger bei der Generalversammlung nicht in den Vorstand gewählt wurde?

Das war ein glückloser Umstand. Nicht mehr und nicht weniger. Auf unsere Arbeit wirkt sich das nicht aus. Denn er ist danach mit einer guten Mehrheit in die FC Basel 1893 AG gewählt worden. Für alles Operative war das die wesentlichere Frage. Wenn das auch nochmals abgelehnt worden wäre, wäre es schwierig geworden.

Haben Sie Jean-Paul Brigger schon getroffen?

Wir haben telefoniert. Er ist ein wunderbarer Typ.

Wo werden Sie bei den Spielen künftig sitzen? Auf der Bank?

Nein. Das kommt nicht in Frage und wäre nicht meine Art.

Wo haben Sie denn bis jetzt die Spiele verfolgt?

Auf dem Balkon in der Mitte, mit der Familie. Von dort aus hatte ich eine sehr gute Sicht auf das Spielfeld.

Dann behalten Sie doch einfach diese Plätze.

(lacht) Die Jahreskarte gilt ohnehin bis Ende Jahr! Diese Plätze habe ich jetzt halt. Georg Heitz sass auf dem Journalistenplatz, das muss aber jeder selber wissen. Auf der Bank zu sitzen würde mich verpflichten, das bei jedem Spiel zu tun. Es kann aber auch mal vorkommen, dass Remo Gaugler und ich nicht beide beim Spiel sind.

«Stocker macht die Fans in Basel ein wenig nervös. Aber es sieht nicht so aus, als würde er im Sommer zurückkehren.»

Gaugler hat einen neugeschaffenen Posten übernommen. Was macht ein Kaderplaner?

Er plant das Kader.

Das macht doch der Sportchef.

Alles eine Frage der Interpretation. Remo hilft mir mit seiner Erfahrung als Sportchef. Er ist nahe bei der Mannschaft, er hat ein sehr gutes Auge, das ergibt eine Schnittstelle mit dem Scouting, wenn Ruedi Zbinden beispielsweise mal im Ausland ist. Er hat einen guten Draht zum Nachwuchs. In der Kaderplanung ist wichtig, schnell zu sehen, ob einer aus dem Nachwuchs schon in der ersten Mannschaft spielen kann.

Zwischen diesen Rollen herrschen also fliessende Grenzen. Raphael Wicky weiss ja als ehemaliger U21-Trainer, ob einer bereit ist für die erste Mannschaft.

Deswegen ist es auch schwierig zu sagen, wer genau was macht. Wir haben ein Team, dessen sportlicher Leiter ich bin. Wie ich meine Jungs und mich selbst einsetze, ist meine Sache.

Ihr erstes Versäumnis auf dem Transfermarkt war, dass nicht Sie Walter Samuel eingestellt haben, sondern der FC Lugano.

Der stand bei uns auch auf dem Zettel. Als Assistent. Ich habe bei der Meisterfeier gemerkt, wie unglaublich gerne ich Walter habe.

Zu Ricky van Wolfswinkel: Stammt diese Verpflichtung noch aus den Dossiers der alten Sportführung?

Nein, das ist unser Transfer.

Der spielt ähnlich wie Marco Streller, oder? Er weicht auf die Seite aus, macht die Gassen auf.

Richtig. Er ist einer, der dir in der Schweiz eine gewisse Anzahl Tore garantiert. Er ist beweglich und spielt mannschaftsdienlich, definiert sich aber nicht nur über die Tore. Deswegen ist er ein ähnlicher Spieler, wie ich es war.

Von Hertha Berlin klingt es so, als würden sie Valentin Stocker ziehen lassen, wenn er einen neuen Verein findet. Kommt er zum FCB zurück?

Ich habe keinen Kontakt zu Hertha Berlin. Vali macht die Fans in Basel ein wenig nervös. Dass er seine Karriere hier beenden wird, ist Fakt. Aber momentan sieht es so aus, dass er nicht in diesem Sommer zurückkehrt.

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Wegen diesen drei Frauen müssen Sie heute alle ins «Parterre»

Die israelische Girlband A-WA mischt jemenitischen Folk mit Elektro-Pop-Beats – so grossartig, dass man nicht mehr davon loskommt. Heute Abend kommen sie ins «Parterre». Alle hin!

Wohin wollen diese drei Damen?

Hierhin:

Hinter der knallpinken Girl-Kombo stecken die drei Schwestern Tair, Liron und Tagel Haim aus Israel. Das Video ist sinnbildlich für ihre Musik: Hijabs treffen auf Adidas-Trainer, Gewänder auf Sneaker, jemenitische Gesänge auf Tel Aviver Beats.

Jetzt kommen die drei Schwestern nach Basel und werden ihrem Namen – kein Zweifel – alle Ehre machen: A-WA bedeutet in arabischem Slang so viel wie: «Yeah». Yeah!

A-WA, «Parterre», 20:30 Uhr.

Stagnation und Fächer-Abbau: Der neue Auftrag ist Gift für die Uni Basel

Selbst der Universitätsrat und das Rektorat verkaufen den neuen Leistungsauftrag als Erfolg. Das ist ein Armutszeugnis, wenn man bedenkt, was er für Universität und Standort bedeutet. Eine Analyse.

Uniratsdirektor Ulrich Vischer und Unirektorin Andrea Schenker-Wicki sprechen am Montag vor den Medien von «Erfolgen». (Bild: Hans-Jörg Walter, All rights reserved)

Drei «Sparszenarien» hatte die Universität Basel in Anbetracht der Leistungsperiode 2018–2021 vorgelegt. Eines mit leichten Abstrichen. Eines, das schmerzt. Und eines, das ans Lebendige geht. Bezeichnend: An Substanzerhalt oder gar an einen Ausbau der Universität haben die Verantwortlichen gar nicht mehr denken dürfen. Und das in Basel, wo der Wirtschaftsmotor längst stärker brummt als in Zürich, wie kürzlich die «Bilanz» analysierte.

Das dritte Szenario «hätte sehr tiefgreifende Änderungen bis hin zur Schliessung ganzer Einheiten zur Folge», schrieb die Universität. Und: «Solche Optionen gelten in geringerem Ausmass auch für Szenario 2.»

Am Montag sagte Universitätsratspräsident Ulrich Vischer vor den Medien: «Das, was jetzt vorliegt, ist zwischen der Variante 2, der mittleren, und der Variante 3, der härteren.» Mit anderen Worten: Es geht jetzt ganz konkret um die Abschaffung von Fächern.

Der Universitätsratspräsident bestätige die schlimmsten Befürchtungen. Man habe ja gewusst, dass die Uni mit finanziellen Einbussen rechnen muss, sagte Vischer weiter. Immerhin sei man «froh», dass endlich Klarheit herrsche über das Budget für die nächsten vier Jahre.

«So ein Uff-Tag»

Absurderweise wurden beide Redner nicht müde, der Situation positive Seiten abzugewinnen. Rektorin Andrea Schenker-Wicki sagte, für sie persönlich sei das ein Tag zum Aufatmen, «so ein Uff-Tag». Das Damoklesschwert, das so lange über ihr geschwebt habe, das sei nun weg. Gute Miene zum bösen Spiel.

Gute Miene zum bösen Spiel: Ueli Vischer und Andrea Schenker-Wicki. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Allerdings täuschten Schenker-Wickis Worte nicht darüber hinweg, dass das für sie persönlich zwar zutreffen mag – für ihre Universität allerdings kaum. «Natürlich ist das nicht ein Klacks», fügte sie schnell an.
Was es für die Uni genau bedeute, werde nun intern diskutiert. Die Rektorin lässt die Fakultäten in der schwierigen Situation allein. Das klingt so: «Wir lassen den Fakultäten grosse Autonomie bei der Umsetzung; im nächsten März wird der Universitätsrat dann darüber entscheiden.» Die Frage der TagesWoche, was das konkret für einzelne kleine Fakultäten bedeute – sprich, ob auch dort der Sparhammer angesetzt werde, wo es längst nichts mehr zum Sparen gibt, beantwortete Schenker-Wicki ausweichend:

«Es gibt theoretisch an alle Fakultäten einen Sparauftrag. Nun gibt es ein paar kleine Fakultäten, die sich etwas schwerer tun, und da müssen wir schauen. Sobald wir es entschieden haben, können wir es kommunizieren.»

Auf Nachfrage sagte Schenker-Wicki: «Es müssen sicher alle etwas beisteuern.» Damit könnten durchaus auch die Studentinnen und Studenten gemeint sein. Sogar das längst erledigt geglaubte Thema einer Erhöhung der Studiengebühren – den jetzt schon höchsten in der Schweiz – ist wieder auf dem Tisch. Auch da werde man «Massnahmen prüfen», so die Rektorin. Vischer stimmte zu: «Wir sind an der Spitze mit den Gebühren in der Schweiz, einen Teil werden wir aber auch auf dem Weg machen, denken wir.»

Lächelnd sagte Schenker-Wicki zum Abschluss der verklausulierten Hiobsbotschaften, es gebe doch eine «gute Nachricht», nämlich «das klare Bekenntnis zur Uni Basel» aus dem Baselbiet. Man gibt sich derzeit mit wenig zufrieden im Rektorat.

Der Baselbieter Plan: Politisierung des Universitätsrates

Auch der grösste Verlierer der aktuellen Uni-Politik, der heutige Unirat, machte mit Direktor Ueli Vischer gekonnt gute Miene zum bösen Spiel. Schluss mit Wachstum an der Uni Basel, dafür Stagnation, ja gar Rückbau? Kein Bug, sondern ein Feature, behauptete Vischer: «Die Steigerungen in der Vergangenheit werden nicht mehr gehen, das ist eine gewollte Stabilisierung auf dieser Grösse.»

Eine Uni, die gewollt nicht weiter wachsen will – in einer Region, die weder wirtschaftlich, gesellschaftlich, kulturell noch finanziell stagniert? Universitätsratspräsident Vischer folgte mit seinem Votum fast Wort für Wort dem Argumentarium der Baselbieter Regierung:

«Im Antrag an ihre Träger hat die Universität ihre grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, ihr bisheriges dynamisches Wachstum einzuschränken» – so heisst es in der «Beurteilung des Antrags aus Sicht des Kantons Basel-Landschaft» in der Vorlage an den Baselbieter Landrat zum neuen Leistungsauftrag.

Das entspricht dem seit gestern nicht mehr so heimlichen Plan der Baselbieter Bürgerlichen. Komplett unter dem Radar blieb, dass die Uni Basel – aller gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz – kaum mehr eine «Volluniversität» bleiben kann. Das Ganze läuft unter dem unverdächtigen Begriff «Governance» in der Vorlage an die Parlamente.

Zwar bleiben die Fakultäten erhalten. Doch die Kontrolle darüber, was an diesen Fakultäten gelehrt werden soll und was dem Spardiktat zum Opfer fallen soll: Auch darüber wollen die Baselbieter in Zukunft entscheiden.
Ihr Mittel – der bis anhin unpolitische Universitätsrat. Doch diese Zeiten dürften bald vorbei sein. Die Baselbieter haben dank verhandlungsschwacher Basler die Weichen gestellt, um das unabhängige Gremium zu übernehmen, künftig die Mehrheit im Rat zu haben – und damit an Parlament vorbei über das Schicksal einzelner Fächer zu entscheiden.

Kampflos übertölpelt

Es ist unfassbar, auf welchen Deal sich der Regierungsrat Basel-Stadt eingelassen hat (beim Parlament ist der Deal noch nicht durch, erste Reaktionen von Seiten der Politik lassen jedoch nicht auf grossen Widerstandswillen schliessen). Der Universitätsrat, das oberste Gremium der Universität, der unabhängig von der Politik operiert, soll per 1. Januar 2020 explizit von einem Baselbieter angeführt werden. Was an und für sich kein Problem wäre. Nur war die Herkunft im Unirat bisher kein Kriterium – sondern allein der Leistungsausweis.

Damit nicht genug: «Dem bereits in den Jahren 2018 und 2019 als Vizepräsident amtenden Mandatsträger BL soll von Beginn die Federführung für die vom Universitätsrat festzulegende Strategie 2030 übertragen werden», heisst in der Vorlage unter «Governance».

Das Prinzip Hoffnung hat noch nie Schlimmes verhindert.

Da kann Vischer lange betonen, dass es sich beim Universitätsrat um eine «autonome Behörde» handle, die sich nicht «als kantonale Behörde» verstehe, und dass es bisher «nie solche Diskussionen» gegeben habe und er hoffe, «dass das so bleibt». Und Rektorin Schenker-Wicki kann sich lange als «unverbesserliche Optimistin» outen: Das Prinzip Hoffnung hat noch nie Schlimmes verhindert.

Die – noch zu bestimmende – Person aus dem Baselbiet, die zuerst als Vizepräsident und dann als Präsident des Unirats walten wird, wird die Geschicke der Universität Basel in der Hand haben. Basel-Stadt gibt die Universitätsstrategie 2030 aus der Hand. An Unbekannt. Vischer wird ab 2018 noch eine Art Ehrenpräsident sein: Faktisch entmachtet, ohne Einfluss auf die Zukunftsstrategie, auf das wichtigste Geschäft für die Zukunft der Universität Basel.

Geisteswissenschaftler müssen sich organisieren

Im Unirat wird schon heute mit härteren Bandagen als früher gekämpft. Das Ziel der knappen Minderheit: die Abschaffung einzelner unliebsamer Fächer der Geistes- und Sozialwissenschaften. Vorgeschoben werden finanzielle Gründe, die keiner Prüfung standhalten. Es geht einigen Mitgliedern des Unirats längst nur noch um Ideologie.

Bisher konnten solche Attacken abgewehrt werden. Mitunter knapp, wie die TagesWoche in Erfahrung bringen konnte. Die Person, die künftig das Präsidium des Unirates übernimmt, dürfte nicht selten das Zünglein an der Waage spielen.

Geisteswissenschaften und Studentenschaft sind gut beraten, sich auf harte Kämpfe einzustellen. Wer sich nicht organisiert und nur eigene Gärtchen beackert, das zeigen jüngste Entwicklungen an der Uni Zürich, der wird Lehrstühle verlieren. In Basel dürften bald ganze Fächer auf dem Spiel stehen.

Radikale Schnitte und sanfte Politur: Das steht neu in der TagesWoche

Die TagesWoche macht sich nicht nur mit einem neuen Web-Auftritt schön. Sie verpasst sich auch ein überarbeitetes publizistisches Konzept. Was sich ändert, was gleich bleibt – und warum: Das lesen Sie hier.

(Bild: getty images/Montage: Nils Fisch)

Die Not zur Tugend machen: Mit dieser Aufgabe schlagen wir – Redaktion, Produktion, Digitalentwicklung und Verlag, die ganze TagesWoche – uns seit einem halben Jahr alle gemeinsam herum.

Not, weil sich die Ausgangslage drastisch verändert hat. Beim Start der TagesWoche vor bald sechs Jahren war unser Budget doppelt so hoch. Und es arbeiteten zweimal so viele Journalistinnen und Journalisten hier wie heute.

Das zwingt uns zu einigen Änderungen – die uns aber kurioserweise grosse Lust bereiten.

Wir werden Sie weiterhin über alles Wichtige in der Region informieren. Aber anders als bisher. Eine Tramlinie bleibt wegen Bauarbeiten drei Wochen lang gesperrt? Zwei Sätze, ein Link, fertig. Eine Ausstellung von alten Bekannten in diesem oder jenem grossen Haus? Vielleicht ein Kurz-Tipp, wenn die Ausstellung gut ist – oder auch gar nichts.

Unser journalistisches Können stecken wir in ausgewählte Geschichten, die es sich zu lesen lohnt. Ganz egal, ob es um Zusammenleben und Gesellschaft, den FC Basel, Politik, Macht, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Konsum, Arbeit oder Freizeit geht.

Das machen wir im Bewusstsein, dass unsere Vorstellung von Qualitätsjournalismus bei den Leserinnen und Lesern ankommt. Auswertungen zeigen: Unsere aufwendigsten Recherchen und Reportagen, die langen Interviews und die bissigsten Kommentare werden oft und lange gelesen. Das freut uns. Und darauf möchten wir bauen.

Mit diesem radikalen Schnitt werden wir künftig all jene Leute enttäuschen, die uns als Informationsorgan für Ihre Pressekonferenzen, Vernissagen, Verlautbarungen schätzen.

Wir werden weglassen, was andere sowieso und manchmal auch besser machen.

Wir werden jene Leserinnen und Leser begeistern, die wissen wollen, was das Leben in und um Basel so aufregend, so frustrierend, irritierend und wunderschön macht.

Daran arbeiten wir. Auch mit Ihrer Hilfe: Wir möchten unser Ziel mit Ihnen, der Community erreichen. In der Rubrik «Stadtgespräch» und mit weiteren Feedback-Funktionen haben wir ein offenes Ohr für Themen und Fragen, die Sie beschäftigen. Gemeinsam mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir ein Medium machen, das für Sie – für Basel – unverzichtbar ist.

Viel Lesevergnügen wünschen Ihnen im Namen der ganzen TagesWoche-Redaktion

Gabriel Brönnimann und Renato Beck,
Co-Redaktionsleiter TagesWoche

Was bisher geschah: Das ist die neue TagesWoche

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Es geht ums Ganze

Wer gibt schon gerne zu, dass er Geld braucht? Das sieht nach Schwäche, nach Betteln aus. Wir haben lange diskutiert, wie wir Geld verdienen können und wie wir Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser mitteilen, dass wir Ihre finanzielle Unterstützung brauchen.  Unser Weg: Zuerst mehr bieten und erst dann um mehr Geld bitten.

(Bild: getty images/Montage: Nils Fisch)

Zugegeben, es war ein Schreck zu erfahren, dass die Stiftung für Medienvielfalt nicht über unendliche Ressourcen verfügt. Es ist ein schmerzhafter Kraftakt, uns von einem weitgehend stiftungsfinanzierten Medium zu einem Unternehmen zu wandeln, das einen Grossteil seines Finanzbedarfs selber erwirtschaftet.

Fakt ist: Wenn es uns nicht braucht, wird es uns in drei Jahren nicht mehr geben. Das heisst: Es wird Zeit, dass wir uns unentbehrlich machen mit gutem Journalismus, mit dem wir auf dem Markt bestehen können.

Im Mediengeschäft sind eine moderne Website, ein einfaches Abomodell mit marktüblichen Preisen und einem Angebot für Unternehmen, ein modernes und einheitliches Logo unternehmerische Pflicht. Diese Hausaufgaben haben wir nun gemacht, die Ergebnisse erleben Sie ab sofort.

Kritischer, direkter, ehrlicher

Bereits seit Anfang Jahr sind wir massiv am sparen. Darum mussten wir Stellen streichen, auch in der Redaktion. Wie sollen wir mit weniger Journalisten bessere Arbeit abliefern? Das haben wir uns Ende März in einer Teamsitzung gefragt.

Die Antwort: Wir werden radikaler. Unter diesem Motto wurde das neue Inhaltskonzept erarbeitet: Entweder halten wir unsere Beiträge kurz oder wir investieren unser journalistisches Können und viel Zeit in ausgewählte Geschichten. Unsere Unabhängigkeit erlaubt es uns, kritischer, direkter, ehrlicher zu sein und damit eine Lücke zu füllen.

Mit Stolz blicke ich als Geschäftsführerin auf die letzten Monate zurück – auf ein Team, dass sich aufgerappelt und zusammengerauft hat und dabei über sich hinausgewachsen ist. Das war sensationell und berührend.

Von nun an soll es aber nicht mehr um uns gehen, im Mittelpunkt stehen ab sofort und radikal: Sie.

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Fokus und Klarheit: So funktioniert unsere neue Website

Seit der Gründung der TagesWoche vor über fünf Jahren haben wir unsere Website nur kosmetischen Änderungen unterzogen. Eine kleine Ewigkeit in digitaler Zeitrechnung. Nun machen wir einmal alles neu.

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Willkommen auf der neuen tageswoche.ch.

Am Anfang der Neukonzeption standen prinzipielle Überlegungen: Wir wollten mehr Fokus und Klarheit, eine Optimierung fürs Smartphone sowie einen noch direkteren Kontakt zur Community.

Was heisst das konkret?

Fokus und Klarheit

Im Informations-Dauerfeuer der Facebook-Ära soll tageswoche.ch einen Ruhepol darstellen. Anstatt mit unendlich vielen Inhalten zu überfordern, wollen wir unsere Leser so kompakt wie möglich und so ausführlich wie nötig über die Lebenswelt Basel informieren. Neben unserem neuen Inhaltskonzept haben wir folgende Massnahmen getroffen:

  • Konzentration aufs Wesentliche: Das neue Layout stellt Geschichten in den Mittelpunkt und gibt ihnen eine Bühne, auf der sie sich voll entfalten können. Was davon ablenkt, werfen wir über Bord.
  • Bilder im Rampenlicht: Bilder sind wichtige Orientierungspunkte bei der Navigation. Unsere Bildredaktion hat nun mehr Platz, um sich kreativ auszutoben.
  • Gewichtung: Bei uns sieht man auf der Startseite, wie gross die Geschichte hinter dem Klick ist: Besonders wichtige Stories bekommen ein opulentes Aufmacherbild. Zudem zeigt Ihnen der grüne Strich unterhalb des Titels an, ob es sich um eine kurze Meldung oder um eine ausführliche Story handelt.
  • Storystreams: Ereignisse, die sich über längere Zeit abspielen und in mehreren Artikeln behandelt werden, bündeln wir neu in sogenannten Storystreams. Ein Beispiel dafür sind Grossereignisse wie die Art Basel, zu denen wir neben aktueller Berichterstattung auch Hintergründe, Interviews und Bildgeschichten veröffentlichen. Diese Storystreams finden Sie auf unserer Startseite, aber auch am Ende aller Artikel im Stream.
  • Schnelle Übersicht mit Notifications: Die Glocke rechts unten (Mobile) oder oben (Desktop) zeigt Ihnen auf einen Blick an, welche Artikel Sie seit Ihrem letzten Besuch verpasst haben. Zudem sehen Sie, wenn jemand einen Ihrer Kommentare empfohlen oder beantwortet hat. Diese Funktion ist unseren zahlenden Nutzerinnen und Nutzern vorbehalten.

Optimierung für Mobile

Ein Grossteil des Medienkonsums passiert heute auf dem kleinen Bildschirm des Smartphones. Deshalb haben wir beim neuen Auftritt konsequent vom Mobile aus gedacht und das Design erst in einem zweiten Schritt für den grossen Screen angepasst.

  • Navigation: Alle wichtigen Punkte erreichen Sie auf dem Smartphone mit dem Daumen. Das ist bequemer.
  • Performance: Wir wollen, dass Sie Zeit zum Lesen haben, statt warten zu müssen. Unsere neue Website lädt deshalb viel schneller als vorher.
  • Apps für iOS UND Android: Seit Beginn der TagesWoche war einer der meist geäusserten Wünsche, auch Android-Nutzern das Lesen in einer Native App zu ermöglichen. Das ist endlich, endlich Realität. Die iPhone-App wurde im gleichen Zug ebenfalls komplettüberholt.
    Link zur Android-App. Link zur iOS-App.

Community

Während sich viele Medienplattformen von ihrer Community verabschieden oder zumindest auf soziale Medien auslagern, gehört der Dialog mit dem Publikum zur DNA der TagesWoche. Deshalb haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie dieser Austausch verbessert werden kann. Das sind unsere Lösungsansätze:

  • Neue Kommentarfunktionen: Wir möchten weiterhin den Dialog mit unseren Leserinnen und Lesern führen, diesen aber in geordnetere Bahnen lenken. Zu diesem Zweck ergänzen wir das generische «Ihr Beitrag» mit einem Diskussionsstarter, der zum jeweiligen Artikel passt. Diskussionsteilnehmer, die das Gespräch in eine andere Richtung lenken wollen, müssen sich nun bewusst über diese mentale Hürde hinweg setzen. Sie sehen, unser Glaube an die kommentierende Menschheit ist unerschöpflich. Zudem können Sie besonders wertvolle Kommentare empfehlen und so die besten Beiträge an die Oberfläche spülen.
  • Stadtgespräch: Wir möchten wissen, was Sie interessiert. «Stadtgespräch» ermöglicht Ihnen, mitzubestimmen, worüber die TagesWoche schreibt. Sie können hier Ihre Ideen, Fragen und Anregungen eingeben. Anschliessend stimmt die TagesWoche-Community darüber ab, zu welchem Input wir Antworten und Hintergründe liefern. Damit erhoffen wir uns einen Journalismus auf Augenhöhe, bei dem die Leserinnen und Leser nicht bloss konsumieren können, sondern als Ideengeber und Wissensträgerinnen unser Angebot mitgestalten. Weitere Details zu diesem Aspekt finden Sie hier.
  • Alter Username / Passwort: Im Zuge der umfassenden Änderungen unter der Motorhaube (mehr dazu am Ende dieses Artikels), müssen sich bestehende Community-Mitglieder einmalig neu in unserem System registrieren. Sie erhalten am Relaunch-Tag eine Mail mit einer entsprechenden Anleitung.

Was fällt weg?

Bei einem derart umfassenden Frühlingsputz kommt man nicht um die Entfernung gewisser Funktionen herum, gerade wenn eines der Prinzipien Fokus und Klarheit heisst. Die Prämisse dabei: Wir führen nur Angebote weiter, bei denen wir einen Mehrwert im Vergleich mit anderen Dienstleistern bieten können. Folgende Services werden auf tageswoche.ch nicht mehr weiter geführt:

  • Kleinanzeigen (machen andere besser)
  • Omniticker (Agentur-Meldungen werden nicht mehr automatisch publiziert)
  • Wetter (machen andere besser)
  • Blogs (sind nun integriert ins Gesamtangebot)
  • Webcodes im Print (wurden kaum genutzt)

Unter der Motorhaube (Achtung, #Nerdtalk)

Neben den Änderungen an der Oberfläche haben wir im Maschinenraum einmal alles ausgewechselt. Was das bedeutet, erfahren Technik-Interessierte hier:

  • CMS: Bisher lief tageswoche.ch auf Newscoop, neu ist bei uns WordPress im Einsatz. Wir setzen damit weiter auf Open-Source-Software und erschliessen uns ein riesiges, lebendiges Ökosystem aus Entwicklern, Code und Wissen, das die Weiterentwicklung unserer Site schneller und einfacher machen wird.
  • Editor: Ein wichtiges Projekt-Ziel war die Verbesserung des Schreibgefühls der Journalistinnen und Journalisten im System. Wir sind überzeugt, dass die Wahl der digitalen Werkzeuge einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hat. Neu schreiben unsere Journalisten deshalb nicht mehr in ein graues Formularfeld, wie das in den meisten CMS der Fall ist, sondern direkt im Frontend. Das ist möglich durch Frontkit, ein Projekt von Adrian Zumbrunnen, das wir in Zusammenarbeit mit den Entwicklern vom Palasthotel in einen gebrauchsfertigen Zustand gebracht haben.
  • Abonnenten-Verwaltung: Unsere bisherige Verlags-Software haben wir durch Salesforce abgelöst. Die schnellen APIs dieser Plattform ermöglichen uns Features wie zum Beispiel werbefreies Surfen für zahlende Abonnenten.

Credits

Im Hintergrund eines solch umfassendes Relaunch-Projektes stehen hart arbeitende Menschen, die mit Kreativität, Kompetenz und Einsatz unzählige Puzzleteile zu einem funktionierenden Ganzen zusammen bauen. Unser Dank geht an die Code-Magier vom Palasthotel, Adrian Zumbrunnen, Karin Christen, Andres Kaminski und Gabriel Tenger für ihre Design-Expertise sowie dem Team von Parx für ihr Salesforce-Können.

Und nun, geschätzte Leserinnen und Leser, wünschen wir ihnen maximalen Lesegenuss und hoffen, dass Sie uns auch in Zukunft die Treue halten. Und falls Sie Anmerkungen, Kritik oder Fragen zur neuen Website haben, möchten wir sie einladen, unser neues Kommentarsystem auszuprobieren.

Was bisher geschah: Das ist die neue TagesWoche

Die TagesWoche macht sich nicht nur mit einem neuen Web-Auftritt schön. Sie verpasst sich auch ein überarbeitetes publizistisches Konzept. Was sich ändert, was gleich bleibt – und warum: Das lesen Sie hier.

Alles zum Thema (5)

«Mein Login funktioniert nicht» sowie weitere Fragen und Antworten zur neuen TagesWoche

Eine umfassende Umstellung, wie wir sie vorgenommen haben, führt zu vielen offenen Fragen. Diese beantworten wir hier. Lassen Sie uns in den Kommentaren wissen, falls Ihnen noch etwas unklar sein sollte und wir helfen Ihnen weiter.

(Bild: getty images/Montage: Nils Fisch)

Launch-Probleme

Ich kann mich nicht einloggen. Weshalb?

Da User-Passwörter verschlüsselt abgespeichert sind und wir sie nicht einsehen können, war es uns unmöglich, diese ins neue System zu übertragen. Um sich auf der neuen Seite einloggen zu können, bitten wir Sie, Ihr Passwort hier zurückzusetzen.

Meine iOS-App zeigt keine aktuellen Inhalte an.

Passend zur neuen Website haben wir auch eine komplett neue App gebaut. Diese hängt im Moment noch bei Apple in der Warteschlange. Unsere alte App hat aber keine Verbindung zur neuen Website. Wir bitten wie Sie um ein wenig Geduld.

Ich möchte nicht mit meinem Klarnamen bei den Kommentaren stehen. Wie kann ich das ändern?

Unter diesem Link können Sie ein Pseudonym festlegen (Feld: «Benutzername»).

Inhalt

Inwiefern verändert sich die TagesWoche inhaltlich?

Keine Angst: Hier werden Sie weiterhin über alles Wichtige in der Region informiert. Allerdings in neuer Art und Weise. Denn wir machen keine halben Sachen mehr. Will heissen: Kurze Informationen blähen wir nicht auf, die bleiben wirklich kurz. Stärker als bisher setzen wir auf eigene, ausgewählte Geschichten, die es sich zu lesen lohnt. Ganz egal, ob es um Zusammenleben und Gesellschaft, den FC Basel, Politik, Macht, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Konsum, Arbeit oder Freizeit geht. Mehr zum neuen publizistischen Konzept lesen Sie hier.

Weshalb gibt es keinen Omniticker mehr?

Wichtige Nachrichten aus dem Omniticker, insbesondere solche mit Bezug zu Basel, werden als Kurz-News weiterhin auf unserer Seite zu finden sein. Den umfassenden Omniticker gibt es aus technischen und publizistischen Gründen nicht mehr, da wir Rubriken wie «International» oder «Schweiz» in der bislang bekannten Form nicht mehr weiterführen.

Registrierung, Abo & Community

Kann ich die TagesWoche weiterhin gratis lesen?
Ja. Trotz der neuen finanziellen Situation der TagesWoche werden wir weiterhin keine Bezahlschranke einführen. Wir zählen darauf, dass Sie uns als regelmässige Leserin oder Leser unterstützen. Das geht ganz einfach.

Weshalb kann ich mich nicht mehr mit meiner bisherigen Username/Passwort-Kombination anmelden?

Im Zuge unseres umfassenden Relaunch-Projektes haben wir auch im Maschinenraum einmal alles ausgewechselt. Da die User-Passwörter verschlüsselt abgespeichert sind und wir sie nicht einsehen können, war es uns unmöglich, diese ins neue System zu übertragen. Um auf dieses wie gewohnt zugreifen zu können, bitten wir Sie, Ihr Passwort hier zurückzusetzen.

Ich bin Abonnent der TagesWoche. Wie kann ich von den Vorteilen der neuen Webseite profitieren?

Um die Vorteile nutzen zu können, müssen Sie sich als Community-Mitglied registrieren und während der Registrierung Ihre Abo-Nummer und Ihre Postleitzahl eingeben. Dadurch wird Ihr Benutzerkonto direkt mit unserem Kundensystem verknüpft.

Ich bin bereits Community-Mitglied und auch Abonnent. Wie verknüpfe ich meine Konten?

Melden Sie sich mit Ihrem Benutzerkonto an und folgen Sie diesem Link.

Wie kann ich als Leser die Werbung auf der Seite deaktivieren?

Diese Funktion bieten wir nur Abonnenten an. Als Abonnent können Sie unter Mein Profil die Werbung deaktivieren.

Weshalb muss ich bei der Registrierung meine Interessen angeben?

In einem ersten Schritt geht es uns darum, unsere Leser und ihre Interessen besser kennenzulernen. Zudem sehen Community-Mitglieder, welche Themen allfälligen Gesprächspartnern am Herzen liegen. In Zukunft sind damit aber auch Anwendungen, wie personalisierte Notifications und ähnliches denkbar.

Allgemein

Welche Überlegungen stecken hinter dem neuen Logo?

Modernisierung und Kohärenz: Einerseits nutzen wir die Gelegenheit zur Auffrischung unseres visuellen Auftritts, andererseits führen wir Online und Print unter einem gemeinsamen Logo zusammen.

Ich nutze die iOS-App, sehe aber keine neuen Inhalte. Woran liegt das?

Im Zuge des Komplettumbaus haben wir auch unsere Apps umgestellt. Damit Sie unsere neuen Inhalte sehen können, müssen Sie die App updaten. Das machen Sie am besten unter diesem Link.

Was bisher geschah: Das ist die neue TagesWoche

Die TagesWoche macht sich nicht nur mit einem neuen Web-Auftritt schön. Sie verpasst sich auch ein überarbeitetes publizistisches Konzept. Was sich ändert, was gleich bleibt – und warum: Das lesen Sie hier.

Alles zum Thema (5)

Unser Abomodell: Die TagesWoche braucht Sie

Wir von der TagesWoche setzen alles daran, dass wir für Sie, liebe Leserinnen und Leser, unverzichtbar sind. Dafür brauchen wir auch Sie. Denn ohne Ihre Unterstützung können wir diesen Auftrag nicht erfüllen.

(Bild: getty images/Montage: Nils Fisch)

Wir haben viel für Sie gearbeitet bei der TagesWoche. Die Website soll schöner, besser und schneller sein, die Inhalte wollen wir pointierter präsentieren. Das alles um Ihnen Freude zu machen, Sie zu überzeugen, aber auch, um Ihnen etwas Geld aus der Tasche zu ziehen.

Nach wie vor sind wir ein Medienunternehmen, das lokalen, unabhängigen Journalismus täglich online und wöchentlich auf Papier bietet. Und mehr denn je sind wir unserem Stiftungsauftrag verpflichtet. Das heisst: Die TagesWoche setzt sich für eine Gesellschaft ein, die vielfältig, tolerant und offen ist. Sie will ein Faktor in der öffentlichen Diskussion sein und innovative, nachhaltig sinnvolle Lösungen für die Herausforderungen einer digital vernetzten Öffentlichkeit bieten.

Die TagesWoche muss Geld verdienen

Neu ist vor allem eines bei der TagesWoche: Bisher wurden wir zum grössten Teil von der Stiftung für Medienvielfalt finanziert. Die Stiftung wird uns auch weiterhin grosszügig unterstützen: langfristig mit einer Million Franken pro Jahr und mit einem Zusatzbeitrag für eine Übergangsfrist von zweieinhalb Jahren. Neu aber wird die TagesWoche den grössten Teil ihres Geldbedarfs selber verdienen müssen.

Mit Werbeeinnahmen allein geht das nicht, die Beiträge unserer treuen Abonnentinnen und Abonnenten reichen auch nicht aus. Unser Online-Auftritt wird nach wie vor ohne Paywall für alle frei zugänglich sein. Das heisst: Wir sind auf zusätzliche Unterstützung angewiesen. Auf Sie, liebe Leserinnen und Leser, für die wir alles geben, ein unverzichtbares Medienprodukt für Basel und die Region zu sein.

Deshalb bieten wir Ihnen (und uns) ein Abo-Modell mit drei Stufen an:

  • Unterstützerinnen und Unterstützer: Für 160 Franken pro Jahr können Sie sich als Unterstützerin und Unterstützer der TagesWoche betätigen und profilieren. Dafür bieten wir Ihnen werbefreies Surfen rund um die Uhr, Zugang zum E-Paper unserer Printausgabe und die Gewissheit, ein Medium zu unterstützen, dem niemand etwas vorschreibt.
  • Enthusiastinnen und Enthusiasten: Für 220 Franken pro Jahr erhalten Sie zusätzlich die wöchentliche Printausgabe nach Hause geschickt. Überdies sind Sie eingeladen an den TagesWoche-Events und -Verlosungen teilzunehmen.
  • Unternehmerinnen und Unternehmer: Für 660 Franken pro Jahr bieten wir Unternehmerinnen und Unternehmern ein äusserst attraktives Gesamtpaket an. Sie erhalten drei Exemplare unserer Wochen-Printausgabe zugestellt. Als Bonus gibt es ein Inserat in der Printausgabe (¼-Seite) oder ein Online Banner gratis und auf alle weiteren Werbebuchungen einen Rabatt von 10 Prozent.
  • Spenderinnen und Spender: Selbstverständlich sind uns jegliche Zuwendungen von Ihnen willkommen.

Es gibt Gratiszeitungen. Aber echte Qualität gibt es nicht gratis. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir unsere Vision verfolgen, eine unverzichtbare, unabhängige und vor allem auch nachhaltige Stimme für Basel und die Region zu sein. Wir brauchen Sie als Leserinnen und Leser sowie als engagierte Partnerinnen und Partner in unserer Community. Aber auch als Unterstützerinnen und Unterstützer.

Wir sind überzeugt, dass Basel und die Region die TagesWoche brauchen. Jetzt können Sie den finanziellen Tatbeweis dafür antreten, dass wir recht haben. Wir bauen darauf, dass unsere Vision auch zu der Ihrigen wird.

Was bisher geschah: Das ist die neue TagesWoche

Die TagesWoche macht sich nicht nur mit einem neuen Web-Auftritt schön. Sie verpasst sich auch ein überarbeitetes publizistisches Konzept. Was sich ändert, was gleich bleibt – und warum: Das lesen Sie hier.

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