Forter vs Novartis

Novartis schlägt zurück: Der Pharma-Konzern greift seinen schärfsten Kritiker Martin Forter direkt an.

Anfangs der 1970er-Jahre lag der Lindan-Abfall offen herum und kontaminierte die ganze Region. (Bild: Unbekannt/zVg)

Novartis schlägt zurück: Der Pharma-Konzern greift seinen schärfsten Kritiker Martin Forter direkt an.

Per Mitteilung, verbreitet auf Onlinereports.ch und baz.ch, kontert Novartis die Vorwürfe von Umweltexperte Martin Forter. Dieser hatte diese Woche dem Pharma-Konzern vorgeworfen, bei der Sanierung des STEIH-Areal in Hüningen zu günstige Schutzzelte installiert zu haben und dafür verantwortlich sei, dass giftiger Lindan-Abfall-Staub entweiche.

Angriff von Novartis

Das Lufthygieneamt beider Basel reagierte auf die Vorwürfe und versprach Messungen. Aber auch Novartis reagierte: Man könne die Kritik von Martin Forter nur schwer nachvollziehen, weil der Experte persönlich in die Planung des Entsorgungsprojekts einbezogen gewesen sei. Die europaweit führenden Experten hätten die Wahl der verwendeten Zelte als optimal für dieses Projekt angesehen und ausgewählt, hiess es in der Mitteilung.

Konter von Forter

Martin Forter will sich diese Vorwürfe nicht gefallen lassen. Gegenüber der TagesWoche teilte er mit: «Es stimmt, Novartis hat mich am am 21.11.2012 auf das STEIH-Gelände in Huningue eingeladen. Technische Details wurden nicht diskutiert. Novartis übergab mir eine Beamer-Präsentation, aber keine ausführlichen Berichte über das Sanierungsvorhaben.»

Bei seinem Besuch sei das Ausgraben des Lindan-Abfalls noch nicht im Gange gewesen. «Ich habe damals Novartis ausdrücklich auf den penetranten Gestank von Lindan-Abfall hingewiesen, ebenso, dass der Staub das grosse Problem ist. Novartis versicherte mir damals, dies im Auge zu behalten. Bezüglich Gestank ist ihr dies nicht gelungen.»

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