Pokémon-Clip von Basel Tourismus: «Das ist wie ein Sechser im Lotto»

Der Erfolg des Pokémon-Revenge-Clips von Basel Tourismus übertrifft alle Erwartungen. Die Verantwortlichen werden mit Medienanfragen aus der ganzen Welt eingedeckt.

Die ganze Welt sieht Basel als Kulisse einer umgekehrten Pokémon-Jagd.

(Bild: Basel Tourismus)

Der Erfolg des Pokémon-Revenge-Clips von Basel Tourismus übertrifft alle Erwartungen. Die Verantwortlichen werden mit Medienanfragen aus der ganzen Welt eingedeckt.

Als diese Zeilen geschrieben wurden, stand der Zähler auf der Facebook-Seite von Basel Tourismus auf über 38 Millionen. In ein paar Stunden werden weit mehr Menschen den Clip mit den jagenden Pokémons in Basel gesehen haben. «Bis jetzt stammten die Klicks vor allem aus Europa, langsam stossen die Internet-User aus den USA dazu», sagt Daniel Egloff, Direktor von Basel Tourismus.

Egloffs Stimme ist die Freude über den Erfolg der Kampagne anzuhören. «Einfach unglaublich, das ist wie ein Sechser im Lotto», sagt er am Telefon. Egloff und seine Mitarbeiter haben einiges zu tun, um alle Medienanfragen zu bewältigen. «Eben hatte ich ein Inerview mit ‹10vor10›, in der Warteschlaufe stehen unter anderem die Agentur Reuters und die ‹Chicago Tribune›.» Dazu kämen etliche Anfragen von Bloggern, die etwas über Basel schreiben möchten.

Alle Erwartungen übertroffen

«Wir waren überzeugt, dass die Geschichte das Potenzial hat, um sich viral gut zu verbreiten», sagt Christoph Bosshardt, der Marketingchef von Basel Tourismus, der den Clip in Auftrag gegeben hat. «Wir hätten aber wahrscheinlich bei einer Million Downloads bereits ein paar Flaschen aufgemacht. Eine Resonanz dieses Ausmasses haben wir nicht erwartet und sie übersteigt auch unsere kühnsten Träume.»

«Es läuft besser als erwartet», sagt auch Alexander Meyer, CEO der Basler Agentur fadeout, die den Clip kreiert und produziert hat. «Man kann noch so viele Faktoren berücksichtigen, ein viraler Track benötigt immer auch etwas Glück.» Meyer will die Welle geniessen, solange sie läuft.

Einen guten Eindruck der Stadt vermittelt

Mit einem spontanen Ansturm an jungen Touristen rechnet Bosshardt nicht. «Wir denken, dass wir damit die Bekanntheit von Basel weltweit noch einmal steigern können und hoffen, dass die Leute, welche das Video sehen und Basel bisher nicht oder nur dem Namen nach gekannt haben, durch die attraktiven Aufnahmen einen guten Eindruck von der Stadt erhalten», sagt er.

Ziel des Clips war es, die Stadt Basel auch bei einem jüngeren Publikum bekannt zu machen, und nicht in erster Linie das Image als witziger Ort zu transportieren, sagt Bosshardt. «Wenn sie dabei jung und witzig rüber kommt, dann stört uns das nicht, denn Basel hat ja auch für junge Leute sehr viel zu bieten.»

«Sehr clever mit der Botschaft ‹Basel› kombiniert»

Sehr gute Noten erteilt der bekannte Werber David Schärer dem Clip: «fadeout hat das Ereignis ‹Pokémon-Hype› sehr clever mit der Botschaft ‹Basel› kombiniert und dies universell verständlich und vor allem sehr sympathisch inszeniert», sagt er. Der 41-jährige, in Zürch tätige Basler, gilt als einer der erfolgreichsten Werber der Schweiz. «Neben der tollen Umsetzung haben sie ein Grundprinzip von Viralität beherzigt: Schnell Erfolg haben. Ich vermute, sie haben den Buzz nach allen Regeln der Kunst angeschoben.»

Schärer ist überzeugt, dass die Kampagne einschlagen wird: «Die Stadtwerber haben nun die unglaubliche Chance, diese grosse Reichweite und damit verbundene Bekanntheit zu kapitalisieren», sagt er. «Wenn es jetzt gelingt, den Scheinwerfer auf die Kulisse des Videos zu richten und weltweit die Botschaften von Basel abzufeuern, kann dies in bare Münze umgesetzt werden.»

Und noch einmal ein Blick auf den Clip

Zum Schluss noch einmal ein Blick auf die Facebook-Seite von Basel Tourismus: Während diese Zeilen geschrieben wurden, ist der Zähler auf 40 Millionen weitergerattert.

Konversation

    1. So viel ich weiss, sind dies reine youtube-Klicks, ohne diejenigen, welche via Facebook generiert werden. Die werden seperat gezählt.

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  1. Ich hab jetzt ein bisschen im Internet herumgeklickt. Das schärfste ist, von wie vielen Leuten allen ernstens die Frage diskutiert wird, ob dieses Video nun „echt“ oder „fake“ sei. Da verliert man doch gleich wieder den Glauben an die Menschheit.

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  2. isch doch aber au wirkligg ?guet gmacht…e GROOOOOOSES bravo…au für e muet, unseri stadt im dere art und wiis z’bewäärbe….merci

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