Aarau wittert seine Chance

In der Super League spitzt sich sechs Runden vor Schluss der Kampf gegen den Abstieg nochmals zu. Der Tabellenletzte Aarau braucht heute gegen Luzern zwingend einen Sieg.

Im Aufwind: Aarau-Coach Raimondo Ponte (Bild: SI)

In der Super League spitzt sich sechs Runden vor Schluss der Kampf gegen den Abstieg nochmals zu. Der Tabellenletzte Aarau braucht heute gegen Luzern zwingend einen Sieg.

«Der Match muss gewonnen werden, die drei Punkte sind Pflicht.» Der Auftrag von Raimondo Ponte an seine Mannschaft für die Partie heute (13.45 Uhr) gegen Luzern ist klar. Der Aarau-Trainer gibt sich pragmatisch: «Wir müssen auf uns schauen, alles andere können wir nicht beeinflussen.» Trotzdem hoffen die Aarauer, dass ein Wochenende wieder einmal für sie läuft. Mit dem Sieg von Vaduz am letzten Sonntag in St. Gallen hatte beim Tabellenletzten niemand gerechnet. «Wenn am Schluss die Gegner besser gewesen sind, müssen wir das akzeptieren», so Ponte. Dass die Moral bei den Aargauern trotz nur einem Sieg in den letzten 19 Partien intakt ist, bewiesen sie am Mittwoch in Bern mit dem 2:2-Ausgleich in der Nachspielzeit. Dank der 0:4-Pleite von Vaduz am Samstag winkt die Chance, den Rückstand auf den rettenden neunten Platz auf drei Punkte zu reduzieren.

So gut wie gerettet ist Aaraus Gegner Luzern, das am Donnerstag beim 6:2 gegen St. Gallen den höchsten Sieg seit vier Jahren feierte. Dank drei Erfolgen in Serie sind die Luzerner mit Rang 6 so gut klassiert wie noch nie in dieser Saison. «Von allein geht deswegen nichts», warnte Trainer Markus Babbel. Sie seien die Letzten, die einen Tabellenletzten unterschätzen würden. Die Luzerner kennen aus eigener Erfahrung das Gefühl, auf dem Abstiegsplatz zu stehen. Erst dank dem 4:0 im bislang letzten Duell mit Aarau Ende Februar setzten sich die Zentralschweizer vom Tabellenende ab.

Ausser Rand und Band präsentiert sich derzeit der FC St. Gallen. Die Ostschweizer kassierten beim 2:6 am Donnerstag in Luzern die höchste Niederlage der Saison. Trainer Jeff Saibene nahm nach dem neuerlich schwachen Auftritt seiner Mannschaft kein Blatt vor den Mund. «Die defensive Leistung war eine Katastrophe. Das lasse ich mir nicht gefallen», so der Luxemburger, der sein Team am Sonntag (13.45 Uhr) gegen Sion wohl auf sechs Positionen umstellen wird. In der Innenverteidigung kehren Captain Stéphane Besle und Daniele Russo zurück.

Die Hoffnungen der fünftklassierten Ostschweizer auf eine Europacup-Teilnahme ruhen derzeit in erster Linie auf Basel. Gewinnt der designierte Meister auch den Cupfinal gegen Sion, berechtigt der fünfte Platz zur Teilnahme an der Qualifikation für die Europa League. Wie bei St. Gallen zeigt auch die Formkurve des Cupfinalisten aus dem Wallis nach unten. Sion verlor vier der letzten fünf Partien, Topskorer Moussa Konaté hat seit fünf Spielen keinen Treffer mehr erzielt.

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