Im Streit um die Falkland-Inseln hat sich UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bei einem Treffen mit dem argentinischen Aussenminister Héctor Timerman um Schlichtung bemüht. Ban äusserte bei dem Treffen seine Sorge angesichts des „zunehmend scharfen Schlagabtauschs“ zwischen Argentinien und Grossbritannien.
Er habe die Hoffnung ausgedrückt, dass die beiden Länder eine weitere Verschärfung des Konflikts vermieden und ihren Streit friedlich und im Dialog lösten, sagte Ban. Timerman hatte zuvor erklärt, er wolle sich bei der UNO „über die Militarisierung des Südatlantiks durch Grossbritannien“ beschweren.
Beide Länder beanspruchen die dünnbesiedelte Inselgruppe im Südatlantik, die von den Briten Falklands und von den Argentiniern Malvinas genannten werden. Vor dem 30. Jahrestag des Kriegs um die Falkland-Inseln hatte sich zuletzt der Ton zwischen London und Buenos Aires deutlich verschärft.
Am 2. April 1982 hatte die damalige argentinische Militärjunta die Inselgruppe angegriffen. Bei dem 74-tägigen Krieg starben etwa 650 Argentinier und rund 250 Briten. Grossbritannien gelang es schliesslich, die Kontrolle über die Inseln wieder zu übernehmen, die erstmals 1833 von den Briten erobert worden waren.